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21/02/2016 07:59 CET | Aktualisiert 21/02/2017 06:12 CET

Tipps für 24 Stunden Rom

Um die ganze Pracht der Stadt zu erkunden, braucht man mindestens eine Woche. Es gibt aber Orte, die man sich unbedingt anschauen sollte, wenn man nur kurz in Rom ist.

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Blick vom Vittoriano auf Rom

Wohin zuerst? Zum Vittoriano!

10:00

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Das bombastische Nationaldenkmal für den ersten König des vereinten Italiens, Vittorio Emanuele II. (1861), liegt auf dem Kapitolshügel am südlichen Ende der Via del Corso. An der Rückseite des Monuments fährt ein Glaslift ganz nach oben, wo sich eine grandiose Aussicht auf Rom bietet und man sich einen ersten Überblick verschaffen kann.

(Wo? Piazza Venezia, täglich 9.30-18.30 Uhr).

Kolosseum

11:00

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Vom Vittoriano ist es über die Via dei Fori Imperiali nicht weit zum Kolosseum. Es fahren zwar Busse, aber die Straßen der Innenstadt gleichen einem Irrgarten, man steht im überfüllten Bus ewig im Stau und ohnehin ist man zu Fuß schneller. In Roms größtem Amphitheater, das 72 n. Chr. erbaut wurde, kämpften Gladiatoren und wilde Tiere auf Leben und Tod. Schaut man in die Arena, sieht man vor dem geistigen Auge, wie seinerzeit 55.000 Zuschauer auf den steinernen Rängen den Gladiatoren zujubelten.

(Wo? Piazza del Colosseo, täglich 8.30 Uhr bis ca. 1 Stunde vor Sonnenuntergang, an jedem 1. Sonntag im Monat ist der Eintritt frei).

Spanische Treppe

12:30

Über die Via die Fori Imperiali und die Via del Corso, mit 1,6 Kilometern eine der bekanntesten Einkaufsstraßen der Altstadt, geht es auf Höhe der Via della Croce zur Piazza di Spagna, wo sich die Spanische Treppe befindet. Die wunderschöne Treppenanlage mit ihren Blumenterrassen ist beliebter Treffpunkt für Straßenmusiker, Einheimische und Reisende aus aller Welt.

Rechts neben der Treppe steht das Keats-Shelley-Haus, in dem der englische Dichter John Keats lebte und 1821 starb (Mo-Fr 10-13 Uhr und 14-18 Uhr). Über der Treppe thront die Kirche Trinità die Monti, vor deren Hauptportal einem die ganze Stadt zu Füßen liegt.

Extratipp: In der Via del Corso 18 befindet sich das Goethe-Haus (Casa di Goethe), wo der Schriftsteller von 1786 bis 1788 wohnte (Di-So 10-18 Uhr).

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(Wo? Piazza di Spagna. Wer nicht laufen möchte, kann ab dem Kolosseum mit der Metro Linie B bis zur Stazione Termini fahren, dort in die Linie A um- und an der Station Spagna aussteigen).

Fontana di Trevi und Lunch Break

13:30

Von der Piazza di Spagna führen zig kleine Gässchen und Hinweisschilder in circa 10 Minuten zum gigantischen Trevi-Brunnen, dem Fellini in seinem Film „La Dolce Vita" ein Denkmal gesetzt hat. Wirft man eine Münze in den Brunnen, so die Sage, wird man eines Tages nach Rom zurückkehren. Der Grund des Brunnens ist voller Geldstücke, die mehrmals wöchentlich von Mitarbeitern der Stadtverwaltung frühmorgens mit staubsaugerähnlichen Geräten eingesammelt werden. Tatsächlich werden jährlich bis zu über eine Million Euro aus dem Brunnen gezogen.

Nicht weit vom Brunnen befindet sich an der Piazza di Pietra das Gran Caffè La Caffettiera - eine Oase der Ruhe inmitten der hektischen Altstadt, wo man hin und wieder Politiker antrifft. Hier gibt es leckere Snacks zu moderaten Preisen und neben Kaffeespezialitäten den besten Matcha-Tee der Stadt.

(Wo? Piazza di Trevi, Gran Caffè La Caffettiera, Piazza di Pietra 65, Mo-Fr 7.30-21 Uhr, Sa/So 9-21 Uhr).

Pantheon und Piazza Navona

15:00

Quasi um die Ecke der Piazza die Pietra liegt das Pantheon, ein Muss für jeden Romreisenden. Das Gebäude wurde als ein der „Gesamtheit der Götter" geweihter Tempel von 118-125 n. Chr. errichtet, dient seit dem 7. Jahrhundert als Kirche und wurde ab der Renaissance als Grabeskirche verwendet. Bedeutende Künstler, darunter Raffael sowie die Könige Viktor Emanuel II. und Umberto I. fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Jahrhunderte lang war das Pantheon die größte Kuppel der Welt.

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Einer der drei Brunnen auf der Piazza Navona

Einen Katzensprung entfernt liegt die Piazza Navona, wo Tag und Nacht geschäftiges Treiben herrscht, Künstler und Straßenverkäufer ihre Werke und Waren feilbieten und Straßenmusiker aller Couleur spielen.

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Künstler auf der Piazza Navona

(Wo? Pantheon, Piazza della Rotonda, Mo-Sa 8.30-19.30 Uhr, So 9-18 Uhr, Eintritt frei).

Krypta der Santa Maria Immacolata - nichts für schwache Nerven!

16:30

In der Krypta der Kirche befindet sich ein Ossarium mit 4000 Skeletten, die von Kapuzinermönchen künstlerisch verarbeitet wurden. In mehreren, durch einen Gang verbundenen Räumen wurden Schädel und Gebeine verstorbener Mönche zu christlichen Symbolen zusammengesetzt und zu Wanddekorationen und Leuchtern arrangiert.

Es ist ganz schön gruselig, durch das kalte, schwach beleuchtete Ossarium zu wandeln. Unterwegs trifft man auf eine Inschrift, die besagt: „Wir waren, was ihr seid, und ihr werdet sein, was wir sind."

(Wo? Via Veneto 27, Krypta tägl. 9-19 Uhr, letzter Einlass 18.30 Uhr, Eintritt 8,50 €, Metrolinie A bis Barberini).

Salon und Bar im Grand Hotel Plaza

18:00

Durchschreitet man die Lobby und betritt den großen Salon mit bequemen roten Plüschsesseln und Sofas, hat man das Gefühl, in eine längst vergangene Zeit einzutreten. Kein Laut dringt von der geschäftigen Via del Corso herein. Der ideale Ort, wenn man genug hat von den Geräuschen in den Straßen und einem langen Tag in Rom. Aus der angrenzende „Bar Mascagni" werden klassische Cocktails, Tee, Kaffee und Snacks serviert.

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In dem 1865 eröffneten Grand Hotel wohnten nicht nur gekrönte Häupter, Politiker und Filmstars, hier traf sich der römische Regisseur Federico Fellini gern zu Besprechungen mit Produzenten und Schauspielern, Luchino Visconti drehte die Innenaufnahmen seines Films „L'innocente" (Das Opfer) in den Salons, und in jüngerer Zeit diente das Hotel als Drehort für „Ocean's 12", „Gangs of New York" sowie „... und dann kam Polly".

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Extratipp: Unbedingt mit dem Aufzug zur Panoramaterrasse „Terrazza dei Limoni" in den 5. Stock hinauf fahren. Von der Terrasse voller Zitronenbäume hat man eine grandiose Sicht über die Stadt.

(Wo? Via del Corso 126, Bar Mascagni 9- 1 Uhr nachts).

Dinner im „Il Margutta"

19:00

Das Margutta in der legendären Künstlerstraße Via Margutta, nicht weit von der Spanischen Treppe, wurde 1979 eröffnet und ist das älteste und wohl auch beste vegetarische Restaurant Roms. Elegantes Ambiente, große Auswahl an Gerichten und Dreigangmenüs, die alle auch in veganer Variante bestellt werden können. Leckere Desserts und Weine. Ohne Vorbestellung bekommt man allerdings keinen Tisch, denn das Margutta ist bei den Römern sehr beliebt und immer ausgebucht.

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Tipp: Zu Mittag gibt es ein vielfältiges Büffet, von dem man sich für 15 Euro so viel nehmen darf, wie man möchte. Aber auch hier gilt, vorab reservieren.

(Wo? Via Margutta 118, täglich 9-23.30 Uhr, www.ilmargutta.bio).

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