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08/04/2016 11:58 CEST | Aktualisiert 09/04/2017 07:12 CEST

Dieses syrische Mädchen überlebte nur knapp

SOS-Kinderdörfer

Den SOS-Kinderdörfern ist es erstmals gelungen, aus der belagerten syrischen Stadt Madaya Kinder zu evakuieren. In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Syrisch Arabischer Roter Halbmond (SARC) konnten ein schwer verwundetes fünfjähriges Mädchen, sein 18 Monate alter Bruder und deren Mutter aus der Stadt gebracht werden.

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Auf dem Weg zur Schule angeschossen

Das Mädchen war auf dem Weg zur Schule mehrfach angeschossen und schwer verletzt worden. In der seit 2015 belagerten Stadt Madaya gibt es kein Krankenhaus. So sah sich die Mutter gezwungen, einen Tierarzt zu konsultieren, der mit Hilfe eines telefonisch zugeschalteten Arztes aus Damaskus die dringend notwendigen Operationen durchführen wollte. In letzter Minute kam dann die Bestätigung via Telefon: Mutter und Kinder durften die Stadt verlassen. Die Familie wurde von einem Nothilfeteam in ein Krankenhaus nach Damaskus gebracht.

Noch viele Kinder in Gefahr

Alia Al-Dalli, Regionalleiterin der SOS-Kinderdörfer im Nahen Osten, wertete die Evakuierung als ersten Erfolg: „Die Evakuierung der Familie aus Madaya ist ein großer Durchbruch bei den Verhandlungen über den sicheren Transfer gefährdeter Kinder aus den belagerten syrischen Gebieten. Sie ist aber nur der Anfang auf einem langen Weg, um unzählige schutzbedürftige Kinder in Syrien zu erreichen."

Mehr zur Hilfe in Syrien der SOS-Kinderdörfer

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