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05/02/2016 08:56 CET | Aktualisiert 05/02/2017 06:12 CET

Paris im Sturm erobern: Fünf Tricks, um in der Stadt der Liebe zu bestehen

Mike Watson Images via Getty Images

Der süße Triumph, wenn dich Touristen in Paris nach dem Weg fragen, weil sie dich für einen Einheimischen halten, ist ein tolles Gefühl für jeden Neuankömmling. Einheimische hingegen können einen waschechten Pariser sogar ohne Probleme von einem anderen Franzosen unterscheiden - Sprachkenntnisse allein reichen also nicht aus, um sich erfolgreich unter die Locals zu mischen.

Leider können Franzosen mit ihrer Willkommenskultur generell nicht punkten: In der Expat Insider 2015 Studie von InterNations landet das Land in der entsprechenden Kategorie nur auf Platz 59 von 64. Es lohnt sich also, sich einige der gängigen Verhaltensweisen der echten „Parisiens" abzuschauen, um in der Stadt der Liebe zu bestehen:

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1. Nutze „les Bises" zu deinem Vorteil

Manche empfinden die Art der Pariser, sich mit einem Kuss auf jede Wange zu begrüßen, als zu intim. Wenn du in Paris aber nicht auffallen willst, musst du deine Hemmungen überwinden. Während im beruflichen Kontext ein Händedruck ausreicht, gilt im sozialen Umfeld im Zweifelsfall: bise. Aber keine Angst: Dabei berühren sich nur die Wangen der Beteiligten, während die Lippen gleichzeitig das dazugehörige Kussgeräusch machen.

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2. Verschwende keine Zeit mit Sehenswürdigkeiten

Ob es nun Sacré-Coeur, der Arc de Triomphe oder der Eiffelturm ist, der erfahrene Pariser bleibt dafür nicht stehen. In diesem Punkt unterscheiden sich Pariser grundlegend von Neuankömmlingen und Touristen! Wenn du besonders authentisch wirken willst, gib ein paar hörbare Seufzer von dir, während du dich durch die Horden von Touristen vor Notre Dame quälst und ihren Selfiesticks ausweichst.

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3. Werde Experte für Grande Écoles

Stell dir vor, auf einer Dinner Party in Paris erzählt dir dein Gesprächspartner, er habe die ESSEC besucht. Wieviel Bewunderung ist angemessen? Und wie ist es mit Science Po? Obwohl es viele Grande Écoles gibt, so sind sie doch sehr exklusiv und bieten nach wie vor ein Sprungbrett für hohe berufliche und vor allem politische Positionen in Frankreich.

Dementsprechend wird dein französischer Gesprächspartner in dieser Situation eine ehrfürchtige Reaktion von dir erwarten. Mit deinem Insiderwissen über die französischen Institute und deren Exklusivität kannst du dich hervorragend von anderen Neuankömmlingen abheben.

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4. Lass das Schulfranzösisch in der Schule

Sich in einer fremden Sprache richtig auszudrücken ist immer schwierig. Zum Glück gibt es in Paris keinen Grund, dein Schulfranzösisch wieder auszugraben und dich damit schneller als Expat zu outen, als du „mon dieu" oder „sacré bleu" sagen kannst. Diese Ausdrücke sind „très passé".

Stattdessen kannst du die ganze Bandbreite an Emotionen (Wut, Überraschung, Glück, Verzweiflung, was immer du willst) mit nur einem, allumfassenden Wort ausdrücken: putain. Achtung: obwohl die Pariser dieses Wort oft (eigentlich ständig) verwenden, ist es in einem formellen Umfeld ein absolutes No Go!

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5. Meistere die Metro Etikette

Während sich die U-Bahn durch den Untergrund schlängelt, steht man als Paris-Reisender am besten alleine, ganz ohne Halt zu suchen. Das Gute daran ist: Um die Hygiene brauchst du dir so keine Sorgen machen. Im Allgemeinen ist die Pariser Metro kein Ort für sozialen Austausch und Augenkontakt solltest du auf jeden Fall vermeiden.

Was das rechtzeitige Aufstehen von deinem Platz (solltest du einen ergattert haben) betrifft: Bleib solange sitzen bis der Zug zum Stehen gekommen ist und die sich Türen öffnen. Wenn du früher aufstehst und an der Tür wartest, zeigst du damit nur wie unerfahren und ängstlich du im Umgang mit der Pariser Metro bist.

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(Image credit: Photo 1 by Moyan Brenn/CC BY 2.0; Photo 2 by Simon Blackley/CC BY-ND 2.0; Photo 3 by Kosala Bandara/CC BY 2.0; Photo 4 by Moyan Brenn/CC BY 2.0; Photo 5 by Vincent Anderlucci/CC BY 2.0; Photo 6 by Pedro Ribeiro Simões/CC BY 2.0)

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