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11/12/2015 09:51 CET | Aktualisiert 11/12/2016 06:12 CET

Zu Recht erwarten die Bürger, dass die Politik die Probleme löst

ullstein bild via Getty Images

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Die Krise in der Ukraine, die Entwicklungen in Griechenland, der enorme Zustrom von Flüchtlingen, all das hat auch die Menschen in meinem Wahlkreis, der sich aus der Stadt Fürth sowie den beiden Landkreisen Fürth und Neustadt an der Aisch zusammensetzt, sehr bewegt.

Gerade der drastisch angestiegene Flüchtlingsstrom stellt die Gemeinden und Landkreise in meiner bayerischen Heimat vor große Herausforderungen. Umso mehr freue ich mich, dass die Bürgerinnen und Bürger mit großer Solidarität, Menschlichkeit und christlicher Humanität anpacken, um den Flüchtlingen zu helfen.

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Wir entlasten Länder und Gemeinden.

Zu Recht erwarten die Menschen aber auch, dass die Politik diese Probleme löst. Daran arbeiten wir mit Hochdruck. Wir entlasten Länder und Gemeinden. Sie erhalten dieses Jahr zusätzliche milliardenschwere Unterstützung. Ab 2016 übernimmt der Bund pro Flüchtling und Monat 670 Euro vom Tag der Registrierung bis zum Ende des Asylverfahrens.

Zusätzliche Mittel gibt es auch für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und den sozialen Wohnungsbau. Klar ist aber: Um den Zustrom einzudämmen, müssen wir vor allem die Fluchtursachen in den Herkunftsländern beseitigen. Die Menschen brauchen Sicherheit und eine Perspektive auf ein besseres Leben in ihrem Land.

Deshalb haben wir jetzt im Bundestag den Weg frei gemacht für den Einsatz der Bundeswehr zur Bekämpfung des sogenannten Islamischen Staates in Syrien. Deutschland leistet damit einen Beitrag in der internationalen Allianz gegen Terrorismus und Unterdrückung.

Ein anderes Thema, das uns in der Region sehr beschäftigt, ist der demographische Wandel. Gerade in den ländlichen Regionen stellt uns das Altern der Gesellschaft vor neue Aufgaben, auf die wir reagieren müssen. Wir müssen einerseits unsere Familien stärken und ihr Gelingen auch unter veränderten Bedingungen ermöglichen.

Das heißt, dass wir den Familien, den Eltern, die Möglichkeit geben müssen, beteiligt zu sein am gesellschaftlichen Leben. Das muss auch für diejenigen gelten, die einen Pflegefall in der Familie haben oder sich um Kinderbetreuung und -versorgung kümmern wollen. Wir haben hier schon vieles erreicht, wenn ich an Pflegeurlaub, das Elterngeld oder die Einführung des Betreuungsgeldes denke.

Viele sorgen sich beim Gedanken an das Alter auch vor Altersarmut und Diskriminierung.

Andererseits müssen wir den Fokus auch auf ältere Menschen richten. Wenn wir über das Altern in Deutschland diskutieren, dann reden wir häufig erst einmal über altersbedingte Krankheiten und Einschränkungen. Viele sorgen sich beim Gedanken an das Alter auch vor Altersarmut und Diskriminierung.

Worüber wir jedoch viel zu wenig nachdenken, sind die Chancen, die damit einhergehen, dass viele Seniorinnen und Senioren noch lange fit sind und etwas von ihrer Zeit, ihrem Wissen und den Fähigkeiten für die Gesellschaft - oft ehrenamtlich - abgeben oder spenden wollen.

Wenn es uns allen gelingt, eine neue Kultur gegenseitiger Hilfe zwischen den Generationen zu verfestigen, dann sind wir auf einem sehr guten Weg und werden die Herausforderungen des demographischen Wandels meistern.

Bis zum Ende im Doppelhaus: Hier kümmern sich Ärzte und Familie um Helmut Schmidt

Dieser Text ist Teil der Reihe "Wie geht es uns?" Ein Jahr lang hat die Politik in Berlin, die Krise in Syrien und der Konflikt mit Moskau die Schlagzeilen beherrscht. Wie aber geht es Ende dieses irren Jahres den Menschen in Deutschland? Wie blicken die Menschen in unserem Land in die Zukunft? Das will die Huffington Post herausfinden - und hat alle Redakteure als Reporter durch das Land geschickt. Sie führen Interviews, besuchen Menschen, denen sonst niemand zuhört - und berichten über Menschen, die dabei helfen, die größten Probleme zu lösen.

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