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23/10/2014 14:29 CEST | Aktualisiert 23/12/2014 06:12 CET

Devisenhandel lernen - Tipps für Einsteiger

Ob man einen Echtgeld-Einsatz riskieren möchte, will gut überlegt sein. Anleger mit schwachen Nerven können über ein Demokonto den Devisenhandel lernen. Die Auswahl eines günstigen und guten Brokers bildet das Fundament, um am globalen Devisenmarkt zu partizipieren.

thinkstock

Wohl jeder Aktionär hat in seinem Leben schon von dem einen großen Wurf geträumt. Und manchem Anleger gelang genau dies - in Zeiten der New Economy gab es einen enormen Boom, bei dem es zwangsläufig auch Gewinner geben musste. Zugleich aber natürlich gibt es immer Verlierer, wenn die Hochphase vorüber ist und der Zeitpunkt für den Ausstieg verpasst wurde.

Diese Aussagen können im gleichen Maße auf den Devisenmarkt angewandt werden. So mancher Anleger nahm früher den Gang zur Hausbank auf sich, um Deutsche Mark in den sicheren US-Dollar umzutauschen und durch einen Kursanstieg nach Abzug der Gebühren mit Devisen Rendite zu realisieren.

Wie am Aktienmarkt kam beim Devisen - oder Forex-Trading bzw. FX-Trading - etwa zur Jahrtausendwende zur endgültigen Öffnung des Marktes für Privatanleger. Der Grund ist einmal der Boom des Internets.

Digitaler Boom Schaffte neue Möglichkeiten für Händler

Plötzlich konnten Händler räumlich ungebunden Devisen traden, ohne sich auf die Leistung eines Beraters bei der Bank verlassen zu müssen. Zuvor mussten Händler noch den zeitintensiven und oftmals auch mühsamen Weg zur Hausbank auf sich nehmen, um dem dort zuständigen Mitarbeiter einen Kauf- oder Verkaufsauftrag zu übermitteln bzw. dort vorab erst einmal ein Beratungsgespräch zu neuen Emissionen (dem Start einer neuen Aktie auf dem Börsenparkett) durchlaufen, bevor man mit dem Devisenhandel starten konnte.

Doch genau diese Entwicklung war zwar zunächst einmal als Vorteil zu werten. Auf der anderen Seite jedoch macht dies aufgrund des raschen Anstiegs des Auswahl einen genauen Vergleich der FX-Broker erforderlich.

Einige wenige Devisen spielen die Hauptrolle am FX-Markt

Ohnehin sollten Anleger generell nicht auf den zufälligen Erfolg hoffen, sondern sich mit der Frage befassen: Wie gehe ich richtig vor, wenn ich den Devisenhandel von A bis Z lernen möchte? Zumindest die Basics kann sich eigentlich jeder aneignen, wenngleich es schon zeitlich bedingt vielleicht nicht bei jedem Aktionär gleich zum echten Profi mit Erfolgs-Abonnement reichen mag.

Wie wichtig die bewusste Broker-Auswahl nach einem ausführlichen Vergleich ist, darüber berichtet unter anderem der „5 Minuten-Kurs: Devisenhandel für Einsteiger", der eine sehr genaue Vorstellung davon vermittelt, welche Chancen und Risiken der Markt bietet.

Pro Tag werden an den internationalen Devisenmärkten Handelsvolumen von mehr als vier Billionen Dollar bewegt. Ein derart großes Volumen verbucht kein anderer Finanzmarkt. Schon dies zeigt, wie wichtig das richtige Vorgehen ist.

Grundsätzlich werden Devisen als Währungen definiert, die außerhalb des Anleger-Heimatlandes Verwendung finden. Das Paar aus US-Dollar (USD) und der europäischen Gemeinschaftswährung Euro (EUR) ist das weltweit wichtigste Währungspaar. Relevante Devisen sind weiterhin der Japanische Yen, der Schweizer Franken und das Britische Pfund. Auch nach Einführung des Euro kommt dem Dollar die Position der weltweiten Referenzwährung zu.

Gute Schulungsangebote der Broker als Orientierungshilfe

Wie sehr sich das Bild des Devisenhandels innerhalb weniger Jahre verändert hat, zeigen Artikel in großen Zeitungen wie der Zeit. Noch im Jahr 2012 warnte man dort vor den Gefahren die der Devisenmarkt nicht nur private Anleger birgt. Zugleich aber werden die Gewinnchancen nicht verschwiegen.

Die Auswahl eines günstigen und guten Brokers bildet das Fundament, um am globalen Devisenmarkt zu partizipieren. Dabei arbeiten viele Anbieter selbst mit Aus- und Weiterbildungs-Angeboten, in denen Trader (in spe) den Devisenhandel lernen können. Dazu gehören vielfach Video-Schulungen, e-Books mit Erklärungen zu den Instrumenten und Orderarten, die Händlern zum Erfolg führen können.

Der Aspekt „günstig" ist für Anleger ein elementarer. Denn von der realisierten Rendite sollte ein möglichst hoher Gewinn übrig bleiben. Gebühren wie Kommissionen, Provisionen oder Spreads sollten dementsprechend gering angesetzt werden. Als Spreads wird die Differenz zwischen dem jeweiligen Kauf- und dem Verkaufspreis eines Devisenpaars bezeichnet.

Regulierung als vertrauensbildende Maßnahme

Gerade an dieser Stelle realisieren die FX Broker in der Regel einen Großteil ihrer eigenen Gewinne. Von fairen Gebührenmodellen abgesehen, erweisen sich staatliche Regulierungen als Pluspunkt.

Gerade Anfänger machen sich vielfach Sorgen bezüglich mangelnder Seriosität potentieller Anbieter. Ein europäischer Firmensitz und eine Regulierung durch eine der strengen Aufsichtsbehörden wie der deutschen BaFin oder der britischen FCA sind Hinweise auf eine seriöse Arbeitsweise, so die Aussagen vieler Experten, die Interessenten beim Devisenhandel lernen behilflich sind.

Als ein Vorzug des Devisenhandels für Privatanleger ist zu werten, dass aufgrund geringer Sicherheitsleistungen („Margin") schon sehr geringe Einsätze den Einstieg in den FX-Handel ermöglichen. Auch die Mindesteinlagen für die Kontoeröffnung fallen in der Regel gering aus.

Banken und institutionelle Anleger am aktivsten

Viele Broker sprechen gezielt Kleinanleger an. Dennoch sind es nach wie vor Großbanken wie die Deutsche Bank, die den internationalen Devisenhandel dominieren, wie ein Bericht bei handelsblatt.de erklärt.

Die Gelegenheit, rund um die Uhr vom eigenen PC aus handeln zu können, ist ein wesentliches Element der Online-Broker. Längst können Trader auch bequem per Mobile App über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablet PCs Devisen kaufen oder verkaufen.

Die oft beachtlichen Rendite-Möglichkeiten dürfen Händler jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass der Devisenmarkt zum Beispiel nach wichtigen politischen Entscheidungen oder infolge von Zinsentscheidungen der Zentralbanken akuten Schwankungen (hohe Volatilität) unterliegen kann.

So besteht letztlich stets ein Verlustrisiko. Die richtige Strategie und kurzfristige Handlungsfähigkeit sind zwei Ansätze, um dieses Risiko als Trader mit dem nötigen Fachwissen in Grenzen zu halten.

Majors vs. Exotische Devisenwerte

Händler, die den Devisenhandel lernen und noch am Anfang stehen, sollten - so die Empfehlungen der meisten Experten - auf den Einsatz „exotischer Währungspaare" verzichten. Gemeint sind damit Devisenpaare, die seltener gehandelt und oft besonders schwankungsanfällig sind. Hier treten die Unwägbarkeiten des FX Marktes noch deutlicher als bei den Majors (den meist gehandelten Paaren) zu Tage.

Abschließend lautet ein wichtiger Tipp für Anfänger: Anleger mit schwachen Nerven, die sich selbst eher nicht als Stress-resistent bezeichnen würden, können zwar über ein Demokonto den Devisenhandel lernen.

Ob man einen Echtgeld-Einsatz riskieren möchte, will gut überlegt sein. Besagtes Demokonto erweist sich im Übrigen für ausnahmslos alle Anleger als idealer Einstieg, die den Forex-Markts mit allen Facetten, aber möglichst ohne hohes Risiko kennenlernen möchten.

Und noch eine Empfehlung sprechen Experten aus: Händler sollten stets wissbegierig bleiben, wichtige Marktnachrichten im Blick behalten und nie zu viel auf einmal wollen. Verluste gehören zum Anleger-Leben dazu. Sie sollten aber nie dazu führen, dass FX-Trader mit Scheuklappen durch den Handelsalltag gehen.