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18/12/2015 05:36 CET | Aktualisiert 18/12/2016 06:12 CET

Deutschland ist Spitzenreiter bei der Nutzung von Pornografischen Webseiten

lofilolo via Getty Images

Wie steht Deutschland zum Thema pornografische Webseiten und welche tatsächlichen Gefahren gehen von Pornoseiten hinsichtlich Datenschutz, hohen Kreditkartenabrechnungen und Ansehen in der Gesellschaft aus?

Süddeutschland liefert höchsten Religionsanteil & stärkste Erotiknachfrage in einem

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Zu den Hard-Facts: Von den 80,62 Millionen Deutschen (2013) sind ca. 24,2 Millionen katholisch und 23 Millionen Deutsche (2013) evangelisch. Kein Grund prüde zu sein, wie allein die Zugriffe auf pornografische Webseiten zeigen. Allein im Jahr 2013 wurden 12,5 Prozent der Webseitenzugriffe aus Deutschland auf Webseiten mit eindeutig pornografischem Inhalt zurückgeführt.

Damit steht Deutschland als Land mit der größten Nachfrage an Internet-Pornografie an erster Stelle, gefolgt von den USA und Brasilien. Kein Wunder, dass eine Vielzahl der Pornowebseiten Server in den USA nutzen. Allerdings liegt auch in diesem Bereich, wie so oft, der Teufel im Detail, denn was die Rechte um Datenschutz und in Deutschland strafrechtlich verfolgte Verbreitung pornografischer Inhalte angeht, legt die USA geringere Vorgaben fest.

Wer als Kunde aus Deutschland pornografische Inhalte im Internet, auf dem iPhone oder dem Smartphone ansehen möchte ist auf der sicheren Seite, wenn die pornografische Webseite zum Beispiel über eine Altersverifikation verfügt und in Deutschland gehostet wird. Vor der Registrierung sollten Inhalte der Webseite nur Inhalte mit FSK16 anzeigen. Inhalte mit FSK18 sind bei seriösen Anbietern mit einem Balken oder einem Unschärfe-Filter versehen. Was den Süden Deutschlands betrifft, werden hier die meisten Seitenaufrufe von pornografischen Webseiten ebenso verzeichnet, wie der Anteil an Katholiken und Evangelen.

Pornografische Medien teilen: Erlaubt oder strafbar?


Was deutsches Recht betrifft, ist allerdings Pornoseite nicht gleich Pornoseite. Als Faustregel gilt, dass Webseiten, die in Deutschland gehostet werden, den Stempel seriös eher tragen, als in den USA oder Südamerika gehostete Webseiten. Klarheit schafft letztlich nur ein genauer Blick auf das Angebot des Erotikanbieters und die Einhaltung der in Deutschland geltenden Richtlinien.

Zum Beispiel ist es gesetzlich untersagt, dass gesetzeswidrige Inhalte, wie Pädophilie, Inzest (gerade Linie, Halb- und Vollgeschwister), Zoophilie und Sodomie, weder praktiziert noch in Form von Medien verteilt werden dürfen. Auf erotischen Medien zu sehende Personen müssen das 18. Lebensjahr abgeschlossen haben.

Was das Urheberrecht betrifft, so sind Streams durch die temporäre Wiedergabe tendenziell eher als urheberrechtlich unbedenklich einzustufen als Medien, die auf dem PC, dem Laptop oder dem Smartphone gespeichert werden können.

Eine wachsende Einnahmequelle für immer mehr Amateure aus Deutschland

In Zeiten von Wer wird Millionär, Deutschland sucht den Superstar oder Die Geissens kann jeder mit allem innerhalb kürzester Zeit Berühmtheit erlangen. Eine Entwicklung, die dank des hohen Medieneinsatzes und der Medienpräsenz im Alltag maßgeblich zu neuen Einnahmemöglichkeiten führt.

Neben der Karriere als YouTuber oder Blogger bietet sich auch die Karriere als Amateursex-Star an. Dafür genügt lediglich die Eröffnung eines Accounts bei einem Amateursex Portal und das Posten von Erotikvideos oder Erotikbildern.

Quality sells


HD ist Trumpf und das nicht nur bei Video-Spielen. Die Klickraten belegen eindeutig, dass erotische Medien in HD Qualität eine deutlich höhere Zugriffsrate aufweisen. Mit dem Anspruch der Kunden steigen nach und nach die Leistungen bis hin zum deutlich verbesserten Design der Erotikportale.

Schlecht animierte Gif-Grafiken oder schlechte, vermeintlich anmachende Sounds im Hintergrund der Webseite sind vergessen. Wer jetzt auf verschiedene Erotikportale geht, kommt mit modernen Webseiten und in der Regel hochauflösenden Erotik Medien in Kontakt.

Seriöse Erotikportale finden


Die Leistungen von modernen Erotikportalen reichen von einer aktiven Community, in der über Sexualpraktiken gesprochen wird und verstärkt Partnervermittlungen für Sextreffen möglich sind, bis hin zu Streams und LiveCams. Dildo-Control ist dabei eines der Features, das zum Beispiel im Rahmen der LiveCams genutzt werden kann.

Hierbei kann der Zuschauer der LiveCam-Senderin mitteilen, was sie mit dem Dildo anstellen soll. Was die Kosten eines Erotikportals angeht, so bieten seriöse Erotikportale längst Zahlungen per Coins an. Abos müssen demnach nur noch selten abgeschlossen werden und wenn, dann wird genau beschrieben, wie lange ein Abo geht, welche Kosten auf den Kunden zukommen, welche Leistungen enthalten sind und wie die Kündigung problemlos erfolgt.

Wer dann ein seriöses Erotikportal gefunden hat, braucht sich also keine Gedanken über hohe Kreditkartenabrechnungen oder die Weitergabe der eigenen Daten zu machen, sondern kann sich voll und ganz auf die erotischen Leistungen und Möglichkeiten einlassen: Safety first.

Eine Frage der Seriosität: Wie verwerflich ist Erotik heute?


Unvergessen ist die Rote Liste des Unternehmens Orion, die vor mehr als einem Jahrzehnt in die Hände der Öffentlichkeit geriet und für Aufsehen sorgte, als Namen von Berühmtheiten und Personen von Nebenan auftauchten. Die Erotikindustrie hat daraus gelernt.

Sowohl Anbieter von Sextoys werben mit dem Versand in anonymer Verpackung, als auch Betreiber von Erotikportalen mit einem anonymen Abbuchungstext auf der Kreditkartenabrechnung. Die Möglichkeit der anonymen Zahlung, wie Paysafecard, rundet den mittlerweile zu 100 Prozent möglichen Anonymitätsgrad in seriösen Erotikportalen ab.

Und zu guter Letzt: Immer salonfähiger werden pornografische Inhalte, die sich nicht mit rechtswidrigen Inhalten auseinandersetzen und stattdessen, wie häufig im Amateursex-Bereich zu sehen ist, die pure Lust am Sex teilen.

Porno-Portal-Studie: Das verrät euer Smartphone über eure sexuellen Vorlieben

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