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08/12/2015 16:23 CET | Aktualisiert 08/12/2016 06:12 CET

Flüchtlingen eine Chance bieten

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Es ist ein brandaktuelles Problem, das schier aussichtslos erscheint. Tagtäglich hören wir in den Nachrichten von neuen Flüchtlingsströmen in ganz Europa. Eine einheitliche Lösung scheint niemand zu haben.

Doch anstatt nur über die Probleme zu sprechen, sollte man verschiedene Lösungsansätze in den Vordergrund rücken. Die »CUCULA - Refugees Company for Crafts and Design« wagte einen ersten Schritt und erarbeitete einen sehr kreativen Lösungsansatz.

Das Wort Cucula stammt aus Westafrika und bedeutet so viel wie „etwas gemeinsam machen". So wird nicht für Flüchtlinge, sondern gemeinsam mit Flüchtlingen ein Unternehmen gegründet.

Die Flüchtlinge erhalten einen klassischen Ausbildungsplatz in dem gegründeten Unternehmen und erstellen zusammen mit Designern Möbelstücke. In der Ausbildung erlernen sie handwerkliche Grundkenntnisse, etwa über Holzverarbeitung, Konstruktion oder Planung.

Die in der Werkstatt verwendeten Entwürfe stammen von dem bekannten italienischen Designer Enzo Mari, der CUCULA die Produktionsrechte an seinen Entwürfen überlassen hat. Aber auch die eigenen kreativen Ideen der Flüchtlinge sind gefragt, sodass sich die von CUCULA angebotenen Produkte stetig weiterentwickeln. So entstand beispielsweise der „Botschafterstuhl" der Relikte der Reise der Flüchtlinge über das Mittelmeer enthält.

Neben dem Ausbildungsplatz erhalten die Flüchtlinge jedoch auch in anderen Lebensgebieten praktische Hilfe. So bietet das CUCULA Education Projekt Sprachunterricht und Hilfe bei sonstigen bürokratischen sowie rechtlichen Themen, mit denen die Flüchtlinge tagtäglich konfrontiert werden.

Dieses Projekt wird von den Erlösen aus dem Verkauf der Möbelstücke finanziert. Der Verein CUCULA e.V. ist die Dachorganisation der Werkstatt und des Education Projektes und dient als Plattform für Interessierte und Experten.

So hilft CUCULA Flüchtlingen, sich ein eigenständiges Leben in Deutschland aufzubauen: Sie bietet den Flüchtlingen nicht nur einen Ausbildungsplatz, sondern auch Hilfestellung bei sonstigen relevanten Themen.

Teile des Artikels erschienen zuerst auf der Online Plattform social-startups.de - dem Portal für Social Entrepreneurship und Startups.

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