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12/10/2015 06:06 CEST | Aktualisiert 12/10/2016 07:12 CEST

Erstes mobiles Solarkraftwerk geht in Betrieb

Ende September wurde das weltweit erste mobile Solarkraftwerk in Betrieb genommen. Ein Meilenstein für die Bevölkerung in Westafrika.

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Am 23. September 2015 war es soweit: Nach einer achtwöchigen Produktionszeit und der anschließenden Reise nach Westafrika, ging das weltweit erste mobile Solarkraftwerk in Mourdiah (Mali) in Betrieb.

„Mit der Inbetriebnahme haben wir den Proof of Concept erbracht - nun gilt es das Konzept auf andere Standorte zu skalieren.", freut sich der Geschäftsführer der Mobile Solarkraftwerke, Charlie Njonmou.

„Damit kommen wir unserem Ziel einen großen Schritt näher: Nachhaltig und sauber erzeugter Strom sowie Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen für die ländliche Bevölkerung in Afrika", zeigt sich Torsten Schreiber, Gründer und CEO von Africa GreenTec, stolz.

Africa Greentec hat die „Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG" unterstützt, das Konzept des Solarcontainers zu entwickeln und agiert als lokaler Vertriebs- und Servicepartner in Afrika.

Schreiber, der ebenfalls die grüne Crowdfundingplattform bettervest mitgründete, bündelt seit 2014 bei Africa GreenTec Sozialunternehmer und Green-Tec Experten, um in Afrika die Energiewende voranzutreiben und zu verhindern, dass die stark wachsenden Volkswirtschaften Afrikas nun auf fossile Energieerzeugung setzen.

„Gerade im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingskrise zeigt dieses Projekt auch, wie Fluchtursachen aktiv und mit „Bürgerhand" bekämpft werden können." ergänzt Schreiber, "denn Fluchtursachen können durchaus auch im Kontext des Klimawandels gesehen werden".

Für die Menschen in Mourdiah und auch Westafrika ist dieser Container ein Meilenstein - offenbart er doch riesige Chancen für die Bevölkerung. Schon die Ankunft des ersten Containers wurde von mehreren Tausend Menschen erwartet. Mit dabei: viele Schulkinder.

Durch eine Kooperation mit der NGO Labdoo.org erhalten die Schulen, die zuvor aufgrund des fehlenden Stroms nicht mit Computern ausgestattet werden konnten, nun beides aus einer Hand.

Das Pilotprojekt beinhaltet eine Spende von 20 Computern, ausgerüstet mit Lernprogrammen in Landes- und Ethniensprache, für die Schule des 800 Jahre alten Dorfs in der Sub-Sahara. In gleicher Weise sollen zukünftig mit jedem weiteren Solarkraftwerk auch die Schulen mit Computern versorgt werden. Das zeigt das große Potential dieser Idee.

Damit die Bürger des Dorfes die neue, nachhaltige und erneuerbare Energie auch von Anfang an energieeffizient nutzen können, hat das Heidelberger LED-Unternehmen „Lumindo" ganze 1.000 LEDs mit Fassung gespendet. Dadurch werden von vorneherein 70% der Energie für Beleuchtung eingespart und das Solarkraftwerk kann mehr Menschen mit Licht versorgen.

Derzeit wird auf der Plattform Greenvesting bereits der zweite mobile Solarcontainer zu identischen Konditionen finanziert. Investoren bekommen eine jährliche Rendite von 9% über eine Laufzeit von 7 Jahren. Der so finanzierte Container soll ein weiteres Dorf in Mali mit grünem Strom versorgen und die Lebensqualität der Menschen dort steigern.

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