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02/03/2015 03:59 CET | Aktualisiert 02/05/2015 07:12 CEST

Prävention: Digital ganz einfach!

Thinkstock

Krebsprävention - Vor einigen Jahren habe ich mich gefragt: Warum zersplittern sich die digitalen Angebote zum Thema Gesundheit? Warum gibt es einen Impfkalender vom Anbieter X und einen Risiko-Test vom Anbieter Y? Warum gibt es ein Tool für Mütter aber keins für Kinder, die die Gesundheit ihrer Eltern im Blick haben wollen?

Warum gibt es nicht ein Tool für alles was gesund erhält?

Aus diesem Bedürfnis heraus entstand die kostenlose APPzumARZT.

Diese App managed alle empfohlenen Präventionsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen - für Männer und Frauen, für Kinder und Erwachsene, vom frischen Neugeborenen bis zum rüstigen Rentner.

Also ein Tool für alles, das sich beim Arzt kostenfrei in Anspruch nehmen lässt um gesund zu bleiben: Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen zu 13 Krankheiten von Herz-Kreislauf-Erkrankung bis Gebärmutterhalskrebs, 13 Impfungen - von Hepatitis bis FSME, sowie alle Zahnarztleistungen und U-Untersuchungen.

Sowas gab's doch schon, sagen Sie jetzt.

Leider nein.

Denn nicht nur das Portfolio an berücksichtigten Leistungen war einmalig. Die Funktionalität ist es immer noch.

Sie orientiert sich nämlich ausschließlich am Bedürfnis der User und diese wollen Einfachheit und Komfort.

Daher ist die APPzumARZT auch kein elektronischer Impfkalender, sondern vielmehr ein dezent im Hintergrund agierender „guter Geist" der sich um das Wohlergehen seines Herrn kümmert - ein Gesundheits-Butler eben.

Und dieser Butler braucht nicht mehr Angaben von ihnen als Geschlecht und Geburtsdatum, um seine langjährigen Dienste beginnen zu können.

Aufgrund dieser Angaben weiß er, was für sie in ihrem Alter schon relevant gewesen wäre und fragt sie nun wann sie beispielsweise das letzte Mal beim Zahnarzt oder Hautkrebs-Screening waren und welche Impfungen wann durchgeführt wurden.

Dann erst beginnt die eigentliche Arbeit des Butlers. Denn die Algorithmen der APPzumARZT wissen jetzt genau wann es Zeit für die nächste Untersuchung, die nächste Impfung oder den nächsten Check-up wäre. Der User wird rechtzeitig erinnert und hat so den Kopf frei für andere Dinge.

Wie eine Studie neulich gezeigt hat, fühlen sich 89% der befragten 30-60 jährigen für die Gesundheit ihrer Eltern verantwortlich.

Daher lassen sich in die APPzumARZT auch mehrere Familienmitglieder eintragen. So hat der Sohn die Check-Up's des Vaters ebenso im Blick, wie die Impfungen der Kinder.

Eigentlich ganz einfach. Aber eben „nur" für Smartphone-Besitzer von Apple- oder Android-Geräten.

Daher wollten wir das Prinzip „Ein Tool für alles" auch in die reale Welt übertragen. Denn hier gibt es eine große Diskrepanz zwischen der Nutzung des gelben Impfpasses und des Zahn-Bonus-Heftchens.

Während es auf der einen Seite heißt „Deutschland sucht den Impfpass" (so eine Kampagne der BZgA), ist das Zahn-Bonus-Heft dagegen meist dabei. Denn die lückenlose Führung dieses Stempelheftchens zahlt sich sogar monetär aus - durch weniger Zuzahlung beim Zahnersatz.

Wäre es da nicht schön, das Lohnende mit dem Nützlichen zu verbinden? Würde ein Zahnarzt-Impfpass nicht sogar der Impfmüdigkeit entgegenwirken, da man nun alles auf einen Blick hätte?

Und könnte man in dieses Stempelheft nicht auch noch weitere gesetzliche Präventionsleistungen, wie die Darmkrebsvorsorge integrieren?

Aber unsere Hoffnungen, den Impfpass mit dem Bonus-Heft zum Nachweis von Zahngesundheitsuntersuchungen zu kombinieren, mussten wir bereits nach wenigen Anrufen begraben. Die Begeisterung die uns entgegenschlug war mindestens ebenso groß wie die Hürden, die sich auftürmten.

Zu viele, für eine kleine Stiftung, die sich eigentlich ausschließlich der Prävention von Darmkrebs verschrieben hat.

Den wohl jahrelangen „Kampf" durch die Behörden und Institutionen um einen neuen Präventions-Pass" genehmigt zu kriegen, wird wohl ein anderer kämpfen müssen.


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Video: Heimtückische Krankheit: Das sind die größten Risikofaktoren von Darmkrebs

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