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12/12/2015 10:47 CET | Aktualisiert 12/12/2016 06:12 CET

Es sind Offenheit und Transparenz gefordert

JOHN MACDOUGALL via Getty Images

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Deutschland verändert sich, die Gesellschaft wandelt sich. Dies ist ein immer währender Prozess, der gut und wichtig ist für dieses Land. Veränderungen müssen aber auch bei den Menschen ankommen. Sie dürfen keine Ängste und Sorgen hervorrufen. Hier sind Offenheit und Transparenz gefordert. Das ist auch einer der Gründe, weswegen mir die Arbeit in meinem Wahlkreis so wichtig ist.

Der intensive und persönliche Kontakt mit den Wählerinnen und Wählern. Ein wichtiger Baustein meiner Arbeit vor Ort ist die Begegnung mit Schülerinnen und Schülern, um intensiv über Politik und die Bedeutung für ihr Leben zu diskutieren. Ich möchte den jungen Menschen zeigen, wie wichtig Engagement für unsere Gesellschaft ist.

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Die Anliegen dieser jungen Leute werden in ihrer Stadt wahr- und auch ernstgenommen.

In der größten Kommune in meinem Wahlkreis, in Paderborn, hat sich vor drei Jahren der Stadtjugendrat begründet. Ein Gremium, dessen Arbeit ich für sehr wichtig erachte. Die Anliegen dieser jungen Leute werden in ihrer Stadt wahr- und auch ernstgenommen. Diese Arbeit geschieht parteiübergreifend. Das empfinde ich als besonders wichtig, um junge Leute zu motivieren politisch zu arbeiten. Einer Politikverdrossenheit muss meiner Meinung nach durch intensive Arbeit vor Ort vorgebeugt werden.

Die Situation der Flüchtlinge, aber auch die Situation mit den Flüchtlingen ist zurzeit sicherlich das beherrschende Thema in Deutschland.

Die Flüchtlingssituation stellt auch für die Kommunen in meinem Wahlkreis eine enorme Herausforderung dar. Ich habe Flüchtlingsunterkünfte besucht, um mir vor Ort ein Bild von der Situation machen zu können, natürlich mit dem Wissen, dass die Situation sich von Tag zu Tag verändert.

Mein Respekt gehört den ehrenamtlich arbeitenden Menschen. Der persönliche Kontakt in diesem Bereich ist mir ganz wichtig. Zu sehen und erfahren, was diese Menschen für eine Willkommenskultur und ein gutes Miteinander in meinem Wahlkreis leisten.

Helferinnen und Helfer sind sehr belastet

Natürlich möchte in diesem Zusammenhang auch erfahren, wie belastet die Helferinnen und Helfer in ihrer Arbeit sind. Wo benötigen auch die Helferinnen und Helfer selbst Hilfe. Das Ehrenamt ist unerlässlich, muss aber auch begleitet werden. Antworten auf diese Fragen sind für meine Arbeit in Berlin unerlässlich.

Es gibt aber auch andere Fragen, die mich in meinem heimischen Umfeld beschäftigen. Vielen Unternehmen in meinem Wahlkreis geht es recht gut. Aber es gibt auch Firmen und somit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die um ihre Existenz bangen müssen.

Zuletzt erreichte uns die Hiobsbotschaft, das Fujitsu seine Niederlassung in Paderborn schließen wird. Davon betroffen sind circa 580 Arbeitsplätze. In der Konsequenz bedeutet das einen herben Schlag für qualifizierte und innovative Arbeitsplätze mit weitreichenden Konsequenzen für Paderborn und die Region.

In Folge zahlreicher Gespräche über alle Ebenen konnte nun kurzfristig ein Treffen mit dem für Wirtschaft im Fraktionsvorstand zuständigen Bundestagskollegen, Hubertus Heil, vereinbart werden. Ich habe dem Betriebsrat in Berlin Gehör verschafft. Alle Seiten werden auch in der kommenden Zeit weiter in Kontakt bleiben und versuchen, ein Umdenken beim Management zu erreichen

Als Abgeordneter beobachte ich die Vorgänge genau.

Aber auch andere Firmen stehen kurz vor der Übernahme durch teilweise ausländische Firmen. Hier wurde versprochen, die Mitarbeiter zu übernehmen. Als Abgeordneter beobachte ich die Vorgänge genau. Meine Nähe zu den Betriebsräten und ist enorm wichtig für mich, um mich zeitnah für die Belange der Beschäftigten in meinem Wahlkreis einsetzen zu können.

Darum ist für mich die Arbeit im Wahlkreis auch so wichtig. Ich nehme viele Termine wahr. Sei es in Betrieben, in Schulen, in Behinderteneinrichtungen oder bei Sportvereinen. So erlebe ich die Vielfalt in meinem Wahlkreis, die meine Arbeit in Berlin stark beeinflusst.

"Unser Land heißt alle Flüchtlinge herzlich willkommen": Kai Whittaker dankt den Menschen, die ehrenamtlich Flüchtlingen helfen

Dieser Text ist Teil der Reihe "Wie geht es uns?" Ein Jahr lang hat die Politik in Berlin, die Krise in Syrien und der Konflikt mit Moskau die Schlagzeilen beherrscht. Wie aber geht es Ende dieses irren Jahres den Menschen in Deutschland? Wie blicken die Menschen in unserem Land in die Zukunft? Das will die Huffington Post herausfinden - und hat alle Redakteure als Reporter durch das Land geschickt. Sie führen Interviews, besuchen Menschen, denen sonst niemand zuhört - und berichten über Menschen, die dabei helfen, die größten Probleme zu lösen.

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