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21/01/2016 10:21 CET | Aktualisiert 21/01/2017 06:12 CET

Der vernetzte Stoffkreislauf der Lebewesen

Das wichtigste Arbeitsmittel der Lebewesen ist ihr Blut. In ihm laufen Diffusion, Absorption und Lösung ab. Mit dem Blut wird der Stoffkreislauf organisiert. Das Blut besteht vorwiegend aus Wasser, das in geringen Mengen unter anderem Metallionen, Sauerstoff, Stickstoff, Kalzium, Phosphate und weitere Salze, Öle, Zucker sowie allerlei körperspezifische, hochkomplexe Proteine enthält.

Es versorgt die winzigkleinen Kraftwerke der Zellen mit Kraftstoff. Und sie leisten an den unterschiedlichsten stellen des Körpers Arbeit. Insbesondere sind es bei den Pflanzen: die Wurzeln und Blätter zur Nahrungsaufnahme, das Stützgewebe um das Licht optimal einzufangen, die Knospen um die Fortpflanzung zu sichern oder aber eine dünne Schicht unter der Borke um alles sinnvoll zu Lenken und zu Koordinieren.

Alle diese Organe werden von den winzig kleinen molekularen Kraftwerken am Leben gehalten. Die Größe und Effizienz dieser lebenden Kraftwerke ist genial. Es sind Wunderwerke der Natur. Geringe Verluste, dass bedeutet auch immer, weniger schädigender Einflüsse auf die Umgebung. Die anfallende Abwärme scheiden sie durch Verdunsten, Abstrahlen und Berühren an die kühlende Umgebung aus.

Die von Menschenhand gebauten Kraftmaschinen erscheinen dagegen äußerst primitiv. Man muss auch berücksichtigen, dass seit der Erfindung der Dampfmaschine und des Dynamos vergleichsweise auch nur sehr wenig Zeit vergangen ist. Es kann noch besser werden.

Jedenfalls haben wir durch die Beschäftigung mit unseren, doch so einfachen Maschinen, eine ganze Menge von der Natur verstanden. Unser gesamtes Wissen über die Natur endet immer wieder beim Kreis. Es sind die grundlegenden Zusammenhänge, die wir in dieser Weise begreifen. Um aber die Ordnung in der Natur zu erfassen, fehlt uns noch ein ganz wichtiges Feld. Es ist die vernetzte Steuerung und Regelung von geordneten Abläufen.

Das ist etwas sehr grundlegendes. Wir benötigen hierfür Computer. Diese haben wir gerade erst erfunden. Mit ihnen sind wir in der Lage, verschiedene miteinander in Wechselbeziehung stehende Vorgänge zu berechnen. Das gelingt uns mit einer Reihe von mathematischen Gleichungen. Daraus berechnen wir alle möglichen Schnittpunkte und führen sie einem Optimum zu. Ein weiterer Ansatz benötigt die Faltung.

Damit können wir im hohen Grade wahrscheinliche Ereignisse bestimmen und wir bekommen eine neue komplexe Ordnung. Bislang konnten wir ihre Zustände, für unsere einfachen Maschinen, in Diagrammen mehr oder weniger punktartig berechnen. Mit immer besseren Computern gelingt uns ein dynamisches Abbild. Die Rechenwege hierfür, verlaufen wiederum auf runden Bahnen über Datenschleifen. Wir sind erst am Anfang einer vernetzten Vorgehensweise angelangt. Und wir haben erste, wenn auch sehr einfache, intelligente Maschinen gebaut. Wir geben ihnen Denkmuster vor und sie handeln danach. Vielleicht entwickeln sie irgendeinmal auch eigene Muster.

Diese vernetze Vorgehensweise beherrschen mit allerhöchster Perfektion alle Lebewesen. Wir bezeichnen es als Intuition und meinen damit, eine innere Eingabe, die auf ererbte oder erlernte Erfahrung basiert. Und hier öffnet sich für uns eine neue Welt. Es sind die gespeicherten Informationen des Lebens. Es ist nicht nur eine Abfolge von Bildern, die wir meinen, es sind die komplexen Abläufe, die das Leben mit unvorstellbar großen Datenspeichern organisiert. Die einfachsten Einzeller sind uns in diesen Bereichen haushoch überlegen.

Sie verfügen über gigantische Netzwerke, von den wir nicht einmal träumen können. Es werden noch viele Jahrzehnte vergehen, bevor wir in der Lage sind, mit unseren modernsten Computern und Maschinen, ihr Niveau nur näherungsweise zu erreichen. Wir wissen zwar, dass diese Abläufe sehr komplex sind, das sagt uns das Bauchgefühl, begreifen können wir sie noch nicht.

Die Natur ist voller Rätsel, man muss sie sehen und auch lösen wollen. Und wir läuten eine neue Wissensrunde ein, es erwartet uns eine Enddeckungsreise in die unfassbar große Welt der lebenden Datenspeicher.

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