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21/12/2015 12:39 CET | Aktualisiert 22/03/2017 06:12 CET

26 Dinge, die jeder mindestens einmal im Jahr für sich selbst tun sollte

Kniel Synnatzschke via Getty Images

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1. Kauf dir ein gutes paar Schuhe. Ein wirklich gutes Paar Schuhe. Ein Paar Schuhe, mit dem du bequem acht Stunden lang durch die Stadt laufen kannst. Ein Paar Schuhe, das zu deiner kompletten Garderobe passt, aus Echtleder ist und für dessen Einkauf du richtig viel Zeit aufgewendet hasst, weil du alles anprobiert und den Stil, die Passform und die Qualität genau unter die Lupe genommen hast.

Im Endeffekt wirst du für dieses Paar viel weniger ausgeben als du dafür ausgibst, die billigen Paare zu ersetzen, die du sonst kaufst (außerdem sollten ein paar Scheine mehr drin sein, damit man sich jeden Tag wohlfühlt).

2. Erstelle dir eine Liste mit Dingen, von denen du dachtest, dass du sie niemals schaffen würdest und die du dann doch geschafft hast. Wir vergessen oft die Probleme, über die wir uns Wochen und Monate den Kopf zerbrochen haben und die unser ganzes Leben bestimmt haben - weil sie sich von allein lösen oder am Ende doch nur Probleme waren, die wir uns selbst kreiert haben.

Wenn du also das nächste Mal schlimmen Liebeskummer hast, denk einfach an die letzte Trennung, bei der du auch ganz sicher warst, dass du niemals darüber hinwegkommen würdest. (Du bist darüber hinweggekommen. Du wirst immer darüber hinwegkommen. Auch das geht vorbei.)

3. Mache eine Pilgerreise. Mache eine Reise, bei der die Fahrt genauso wichtig ist wie die Veranstaltung oder das Reiseziel selbst. Das kann eine lange Auto- oder Zugfahrt sein, ein Flug, ein Roadtrip quer durchs Land - ganz egal.

Mach dir auf der Reise eine schöne Zeit, mach die Reise zu etwas Unvergesslichem. Bring' in Reno einen Typen um, nur um ihn sterben zu sehen (das ist eine Anspielung auf Johnny Cash und keine ernst gemeinte Aufforderung, vernichte stattdessen lieber einen Cheeseburger in Reno).

4. Höre dir CDs an, die du ganz vergessen hattest. Lieder von 2007 oder von deinem Abschlussball in der Junior High School. Es gibt nur wenige Dinge, die so klein, günstig und unglaublich TOLL sind, wie seinen Lieblingshit aus den 90ern im Hintergrund laufen zu lassen, während man seine alltäglichen Pflichten erledigt.

Und nichts ist auf eine so eigenartige Weise unterhaltsam und gleichzeitig verblüffend, als sich Lieder anzuhören, die man in der High School oder sogar erst im letzten Jahr noch gerne hörte.

Dadurch entsteht diese eigenartige Nostalgie, die all die nervigen Dinge wie in einem Aquarell leicht ausblendet und dich an etwas erinnert, von dem du 30 Sekunden lang wirklich glaubst, dass du es vermisst.

5. Stelle deine Möbel um. Selbst wenn du nur den Fernseher verschiebst oder dein Bett umstellst, nimmst du den Raum, in dem du am meisten Zeit verbringst, anders wahr, wenn du die Möbel darin anders anordnest. In Räumen stecken viele Energien und es hängt viel davon ab, was darin wo und für welchen Zweck steht.

6. Denke über die Dinge nach, von denen du immer schon mehr bekommen wolltest - Romantik, Anerkennung - egal was. Überlege dir, wie du in Zukunft genau diese Dinge bewusst anderen schenken kannst und du wirst doppelt so viel davon zurückbekommen.

Wenn man das Gefühl hat, von bestimmten Dingen zu wenig von anderen zu erhalten, spiegelt das meist wieder, dass man auch selbst anderen nicht genug davon gibt.

7. Bestelle dir ein Abo, das dir entweder das Leben erleichtert oder dir Freude macht. Amazon Prime, falls du dauernd viel Geld für den Standardversand ausgibst (der Versand ist kostenlos und dauert maximal 2 Tage). Eine BirchBox oder eine NatureBox oder vielleicht sogar deine Lieblingszeitschrift.

Es gibt unzählige Alternativen, die dein Leben besser strukturieren und erleichtern und es gibt so viele kleine, relativ günstige Möglichkeiten, damit du nach Hause kommen und etwas Neues zu Lesen oder zu Naschen vorfinden kannst. Es wäre wirklich schade, wenn du nicht wenigstens in eine davon investierst.

8. Miste aus. Deinen Kleiderschrank, deinen Schreibtisch, die Kontaktliste in deinem Telefon: Entsorge alles, was du nicht brauchen kannst, alles oder jeden, das oder der im vergangenen Jahr etwas Schlechtes oder irgendetwas Überflüssiges in dein Leben gebracht hat.

Bringe die Kleidung, die du nicht anziehst/nicht mehr anziehen willst einer Organisation, die du gut findest (sei allgemein aber vorsichtig, wohin du spendest). Wenn du dir ein neues Handy kaufst, übertrage wenn möglich nur die Kontakte, mit denen du täglich sprechen musst und willst.

(Profi-Tipp: Machen einen „Vielleicht-Stapel" mit Dingen, bei denen du dir nicht sicher bist. Schlafe darüber und wenn dir der Gegenstand dann immer noch im Kopf herumspukt, überlege, warum du ihn noch brauchst. Möglicherweise findest du dabei etwas Überraschendes über dich selbst heraus und über das, was du wirklich willst.)

9. Räume deinen Posteingang auf. Melde dich von Newslettern und Websites ab, die dir zu oft Werbung und Promoaktionen zuschicken. Lege für die Nachrichten, die du behalten willst oder musst, Ordner an. Lösche Nachrichten von Leuten, mit denen du überhaupt nichts mehr zu tun hast, komplett. Du wirst dich gleich danach erleichtert fühlen. Ein tolles Gefühl. Probiere es aus.

10. Erstelle eine Liste mit Dingen, die dir am Herzen liegen und dann schreibst du daneben eine Liste, wie du diesen Dingen in Zukunft mehr Bedeutung zukommen lassen könntest.

Wenn dir die Gefühle deines besten Freundes wichtiger sind als deine vorübergehende, unbedeutende Verärgerung, dann gib ihnen den Vorrang. Wenn es dir wichtiger ist, friedlich mit deinem Mitbewohner zusammenzuleben als sich wieder einmal über schmutziges Geschirr zu streiten, dann gib dem Priorität.

Überlege dir, was dir wichtiger ist und wie du deine Probleme lösen kannst, ohne diese Dinge zu beeinträchtigen. Man wird mit wirklich allem am besten fertig, indem man sich mehr um etwas anderes kümmert.

11. Gehe alleine essen. Alleine zu essen, kann tatsächlich oft sehr beruhigend sein (wenn du die Wertvorstellung, dass man immer in Gesellschaft essen sollte, einmal außer Acht lassen kannst und ich möchte damit nicht sagen, dass du das nicht tun solltest!)

Aber iss wenigstens einmal allein in einem Restaurant zu Abend. Dann wirst du verstehen, was ich meine.

12. Besuche eine neue Stadt. Selbst wenn es nur eine kleine Stadt ist, die nur 30 Minuten entfernt ist, tu, was für dich dort möglich ist. Entdecke wenig bekannte Bars, Kleinstadtrestaurants und skurille kleine Cafés an Orten, an denen du niemals danach gesucht hättest.

13. Besuche deine Heimatstadt. Selbst wenn du nur für einen Tag deinen besten Freund aus Kindertagen besuchst oder bei dem Haus vorbeifährst, in dem du geboren wurdest oder einen Feiertag bei entfernten Verwandten verbringst. Bleibe so lange, wie du Lust hast und mach dir bewusst, wie weit du es gebracht hast.

14. Führe jemanden aus. Ein richtiges Date. Ein Date im Sinne von: Ich habe einen Tisch reserviert, das ist der Dresscode, ich hole dich um sieben ab, alles Weitere ist eine Überraschung.

Ein Date, das du zwei Wochen vorher planst, für das du dir die Haare schneiden lässt und bei dem du Blumen und Wein mitbringst. Jeder hat so ein Date verdient und jeder sollte wissen, wie viel Zeit, Mühe und Sorgfalt für ein solches Date nötig sind. (Du wirst es noch viel mehr zu schätzen wissen, wenn andere das Gleiche für dich tun.)

15. Lies die Bücher fertig, die du gekauft und vergessen hast. Wenn du so gelangweilt oder desinteressiert bist, überlege dir wenigstens den Grund dafür und dann gibst du diese Bücher weg.

Ich weiß, es ist verlockend, sich eine kleine Bibliothek zu Hause aufzubauen. Aber der Gedanke daran, dass man das Buch an jemanden weitergeben könnte, der eine wichtige Erkenntnis daraus gewinnt, ist noch viel schöner, als das Buch egoistischerweiser weitere fünf Jahre lang ungelesen in seinem Regal herumstehen zu lassen.

16. Erstelle eine Liste mit Dingen, auf die du stolz bist. Dinge, auf die du ehrlich und aufrichtig stolz bist. Dinge, von denen du dachtest, dass du sie niemals schaffen würdest und die du doch geschafft hast.

Die Dankbarkeit, die man verspürt, wenn man das zu schätzen weiß, was man für sich selbst getan hat, ist ein einzigartiges Gefühl. Überrasche dich immer wieder selbst. Zähle die Gründe auf, weshalb du Vertrauen in dich selbst haben solltest - und höre gut zu. Und mache weiter so.

17. Suche nach einer Möglichkeit, wie du dein Alltagsleben besser organisieren kannst und investiere darin oder bemühe dich bewusst darum, diesen Punkt zu verbessern. Ich habe mich kürzlich dafür entschieden, Geschirr immer sofort nach der Verwendung abzuwaschen.

18. Probiere ein neues Rezept aus und dann kochst du dieses Gericht für jemand anderen. (Sobald du dir nicht mehr unsicher darüber bist, ob das neue Gericht nun essbar ist oder nicht.)

19. Hinterfrage deine allgemeine Denkweise. Ich habe einmal gelesen, dass wir den Großteil der Gedanken, die wir heute haben, gestern auch schon hatten und wenn wir keinen Anlass finden, um sie zu verändern, haben wir dieselben Gedanken auch morgen wieder.

Das bedeutet, dass wir eigentlich immer wieder über den gleichen Mist nachdenken. Finde heraus, über welchen Mist du nachdenkst und was davon du verändern möchtest, bevor etwas noch viel Unangenehmeres dich dazu zwingt.

20. Tu etwas Überraschendes und unglaublich Freundliches für jemanden, der nicht damit rechnet (schicke einem deiner Freunde Blumen, überweise jemandem 100 $ per PayPal für eine Massage, lade einen geliebten Menschen zu einem richtig schönen, besonderen Essen ein).

Etwas, das so großzügig ist, dass du es dir nicht ständig leisten könntest, doch was das Jahr eines anderen Menschen perfekt macht, weil er weiß, dass er jemandem so wichtig ist, dass derjenige so etwas Besonderes für ihn tut.

21. Schaue dir deine Belege durch, hole dir einen Jahreskontoauszug, registriere dich für einen Kontoservice, bei dem deine Ausgaben in Prozentsätzen unterteilt dargestellt werden und finde heraus, wofür du am meisten unnötiges Geld ausgeben hast - und warum.

Du kannst dir zwar vornehmen, weniger Geld für Kleidung auszugeben, doch du wirst es nicht wirklich umsetzen, wenn der eigentlich Grund für die Käufe Unsicherheit wegen deines Aussehens oder der ständige Wunsch nach Veränderung sind.

22. Wenn du das nächste Mal einkaufen gehst, kaufe ein Geschenk für jemanden, der es wirklich verdient hat, auch wenn du eigentlich etwas für dich selbst kaufen wolltest. Etwas, das genau für die beschenkte Person geschaffen ist, damit demjenigen die Tränen kommen, weil ihm bewusst wird, wie gut jemand anderes ihn kennt.

23. Schreibe jemandem eine lange Email oder Postkarte oder rufe jemanden an, zu dem du ohne es zu wollen den Kontakt verloren hast. Sage der Person, dass du den Kontakt verloren hast, ohne es eigentlich zu wollen. Frage die Person, wie es ihr geht, erzähle ihr alles, was sie verpasst hat, überlegt gemeinsam, wie ihr in Zukunft mehr Zeit füreinander finden könnt.

24. Kaufe dir ein neues Set deiner Alltagsgegenstände: Make-up, weiße T-Shirts mit V-Kragen, einen Kaffeebereiter, eine bequemere und praktischere Tasche für den Alltag. Du wirst dir selbst dafür danken.

25. Erstelle eine Liste mit Dingen, über die du dir im vergangenen Jahr unnötigerweise Sorgen gemacht hast. Es wird dir peinlich und unangenehm sein und genau darum geht es. Mache dir klar, wie oft sich diese Sorgen von selbst gelöst haben. Viel wichtiger ist noch, dass du die Ursachen für diese Ängste zu verstehen versuchst. (Sie haben für gewöhnlich ziemlich wenig mit der Realität zu tun.)

26. Nimm vielleicht deinen Geburtstag zum Anlass, um dein Jahr Revue passieren zu lassen. Nimm dir die Zeit und denk über alles nach, was passiert ist - Tagebücher, Fotos, Videos, Posts in sozialen Netzwerken - alles, was dazu beiträgt, dir deutlich zu machen, wie weit du gekommen bist.

Feiere deine Fortschritte und mache dir klar, woran du noch arbeiten musst. Es ist wunderbar, wenn man so selbstbewusst ist, dass man auch seine eigene Vergangenheit und Gegenwart betrachtet, wenn man über seine Zukunft nachdenkt.

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Dieser Blog ist ursprünglich bei Thought Catalog erschienen und wurde von Susanne Raupach aus dem Englischen übersetzt.

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