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19/11/2016 08:03 CET | Aktualisiert 20/11/2017 06:12 CET

Satirischer Rückblick: Trump, Obama, Steinmeier

Die abgelaufene Woche war die Woche der Regierungschefs.

Von Angela Merkel heißt es, sie halte den Zeitpunkt für gekommen, ihre nächste Amtszeit zu erklären. Etwas anderes als ihre Kanzlerschaft kann man sich auch gar nicht vorstellen, die spannende Frage wird nur sein: Mit wem? Ob Martin Schulz als Vizekanzler zur Verfügung steht, hängt davon ab, ob er dann weiterhin jeden Tag pauschales Sitzungsgeld bekommt wie jetzt als EU-Parlamentspräsident.

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Die AKP will Vergewaltigungen von Kindern straffrei machen, wenn der Täte das Opfer heiratet. Uns kommt das gewöhnungsbedürftig vor, aber nur für eine Übergangszeit noch, bis Heiko Maas an der Anerkennung dieser Ehen gearbeitet hat und niemand mehr etwas dagegen haben kann. Überhaupt muss sich bei uns niemand über eine vermeintliche kulturelle Degenerierung aufregen; andere Formen des Heiratsantrags bleiben selbstverständlich auch noch möglich.

Ein besonders großer und heller Vollmond war zu bestaunen. Vom Mond aus wäre eine besonders große und helle Erde zu bewundern, aber da ist gerade niemand.

Obama war zum Abschiedsbesuch da. Er hat nicht wirklich was gemacht, aber sah gut aus und verbreitete gute Stimmung. Das ist, was uns fehlen wird.

Überraschenderweise war er nicht zur Bambi-Verleihung anwesend, man hätte ihm sofort ein Bambi für das beste Lebenswerk aufgenötigt.

Innenminister de Maiziére hat den Salafistenverein „Die wahre Religion" verboten. Nur den Verein, natürlich nicht die wahre Religion, wie die Integrationsministerin die Sache aufgefasst hatte.

Viele Autos verbrauchen mehr Kraftstoff als von den Herstellern angegeben. Die Hersteller weisen jede Schuld von sich und sagen: „Wieso, wir wissen doch gar nicht, wieviel die Leute fahren."

Donald Trump ist immer noch zum US-Präsidenten gewählt, obwohl Hillary Clinton Präsidentin werden sollte, und das bedeutet, das Kontinuum ist zerrissen und wir leben in einer parallelen Welt, die jederzeit mit der echten zuammenprallen kann. Regeln der Logik sind außer Kraft gesetzt; wenn man unmögliche Dinge ausschließt, ist das, was übrigbleibt, nicht mehr notwendig die Wahrheit.

Bundespräsident wird nun, wie sich die Koalitionsspitzen geeinigt haben, Frank-Walter Steinmeier. Die ersten Reaktionen waren: Hat Margot Käßmann wirklich abgesagt?"

Sigmar Gabriele hat sehr geschickt verhandelt. Er hat klargemacht, dass er Steinmeier will, bis die Kanzlerin sich nicht mehr anders zu helfen wusste, als den Vorschlag auch gut zu finden.

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