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20/02/2016 06:13 CET | Aktualisiert 20/02/2017 06:12 CET

Satirischer Rückblick: Krisen, Chancen, Oettinger

In der abgelaufenen Woche gab es Neues von journalistischer Relevanz.

Der EU-Gipfel zeigt, wir haben mit Angela Merkel die beste Kanzlerin, die wir je verdient haben. Dass die von anderen Ländern so alleingelassen wird, muss wohl an der Presse bei denen liegen. Wenn die anderen Länder in der Flüchtlingsfrage nichts machen wollen, ist das allerdings auch eine europäische Lösung.

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In den Medien sorgte ein Gerichtsurteil kurzzeitig für Aufregung. Eine Richterin hatte einen Mann wegen Notwehr verknackt, der einem anderen vermutlich das Leben rettete, indem er ihn gegen fünf Angreifer verteidigte und dabei einen verletzte. Sogar die Staatsanwaltschaft hatte Freispruch beantragt. An die Richterin denkt wieder niemand; fünf Leute mindestens wissen, wo ihr Auto wohnt, da wäre es ihr nicht zuzumuten, ein Urteil zu fällen, das sie in Gefahr bringt.

Ein dänischer Imam möchte seine Leitkultur bewahren und fordert die Legalisierung der Kinderehe, auch zum Schutz der Mädchen vor Übergriffen. Verwunderlich ist, dass die Grünen noch nicht empört reagiert haben, hier muss man doch multibunt die Kinderehe für alle fordern.

Die Zeitung DIE WeLT hat einen Redakteur gefeuert, der sich bei der AfD verdingen wollte, um gefällige Artikel zu schreiben. Die Entlassung ist übertrieben, denn er hat es ja nicht gemacht. Nachdem die AfD abgelehnt hat hätte er doch mit aller gebotenen Distanz und Ablehnung über die AfD berichtet.

Papst Johannes Paul II. soll eine Damenbekanntschaft gepflegt haben. Das erklärt, warum er im Alter so schlecht ausgesehen hat. Die Beziehung war aber nicht sexuell, sondern experimentell theologisch; man wollte die unbefleckte Empfängnis nachstellen.

FDP-Chef Lindner fordert, die Kanzlerin solle die Vertrauensfrage stellen. Das würde nichts bringen; die Opposition steht geschlossen hinter Merkel.

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Ein Leipziger Professor hat sich islamkritisch geäußert, nun wundern sich alle, wie so was möglich ist - hat die Uni keine Studenten? Das Problem sind die Professuren auf Lebenszeit; als der verbeamtet wurde, war das noch erlaubt.

Digitalkommissar Oettinger hat bekanntgegeben, unter welchen Umständen er sich erschießen würde. Das müsste ein Anlass sein, über schärfere Waffengesetze nachzudenken. Es hat auch niemand Mitleid mit Oettinger geäußert, wie es angebracht wäre angesichts dieses Hilfeschreis, denn wer sich erschießen würde, wenn er mit Frauke Petry verheiratet wäre, dessen leben hat schon jetzt keinen Sinn mehr.

Ex-Beatle Paul McCartney wurde von einem Türsteher eines Clubs abgewiesen. Der Türsteher kann nichts dafür, Paul McCartney war fünfzig Jahre zu spät.

EU-Kommissionspräsident Juncker hat prophezeit, die Geschichte werde Merkel rechtgeben. Jetzt ist es natürlich schade, dass niemand davon erfahren wird, denn Geschichtsunterricht ist vielerorts abgeschafft.

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