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03/10/2015 06:48 CEST | Aktualisiert 03/10/2016 07:12 CEST

Satirischer Rückblick: Klöckner bis Kachelmann

Die abgelaufene Woche war nachrichtenmäßig spannungsgeladen.

Seit der Wiedervereinigung sind fünfundzwanzig Jahre vergangen. Besonders frustriert sind viele der Ewiggestrigen, die sich Deutschland in den Grenzen von 1989 wünschen.

Allerdings hätte man in der DDR gar keine Plüschtiere gehabt, um die Flüchtlinge zu begrüßen.

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Bundespräsident Gauck sieht die Belastungsgrenze für Deutschland erreicht, Sigmar Gabriel demnächst auch bald. Das wäre immerhin eine tragfähige Lösung; wir würden gerne und müssen, aber können nicht.

Charlotte Roche hat ein neues Buch geschrieben, es wird im Magazin Der Spiegel promotet. Manche sagen, Charlotte Roche ist beim Spiegel angekommen, andere sagen, Der Spiegel ist bei Charlotte Roche angekommen.

Das Oktoberfest verzeichnete einen geringeren Besucheransturm als erwartet. Es ist sehr betrüblich, dass niemand daran gedacht hat, die freien Plätze mit Flüchtlingen aufzufüllen.

Das Bier ist schon wieder teurer geworden, aber immerhin wurde bei den Schadstoffwerten nicht manipuliert.

Ministerin von der Leyen muss um ihren Doktortitel bangen, weil Passagen ihrer Doktorarbeit schon in anderen Texten vorkommen. Das ist ja gerade der wissenschaftliche Wert; man muss nicht erst all die anderen Texte lesen, um diese Passagen zusammenzusammeln.

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CDU-Vorstandsfrau Julia Klöckner beklagt das Verhalten einiger weniger muslimischer Männer gegenüber deutschen Frauen. Das zeigt wieder die Intoleranz und das Unverständnis deutscher Frauen, wenn sie sich nicht darüber informiert haben, welcher Status ihnen zukommt.

Die Kulturen sind gar nicht gegeneinander auszuspielen; dass die Frauen unrein sind, deckt sich ja mit dem, was Charlotte Roche schreibt.

Der Autokonzern Volkswagen ist dicht davor, das Autobauen einzustellen. Der Betrieb muss deshalb nicht aufgegeben werden, er wird einfach zu Landwirtschaft umdeklariert und bekommt Subventionen dafür, was nicht gemacht wird.

In Flüchtlingsunterkünften kommt es zu provozierten und unterkunftsbedingen Gewaltvorfällen. Der enge Raum verschärft zum Beispiel den Konflikt zwischen Pakistan und Kosovo. Manche fordern die getrennte Unterbringung, andere meinen, damit sollte man noch warten, bis Angela Merkel den Friedensnobelpreis bekommen hat.

Jörg Kachelmann hat den Prozess gegen Springer größtenteils verloren. Er hatte auf 2,5 Millionen Euro geklagt und nur 600.000 zugesprochen gekriegt. Das Gericht ging davon aus, dass Sachen, die in der Zeitung stehen, gar nicht mehr als Tatsachenbehauptung aufgefasst werden.

Angela Merkel verliert an Beliebtheit. Ihr macht das nichts aus, sie beschafft sich neue Volksmassen, die sie lieben.

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