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28/11/2015 08:23 CET | Aktualisiert 28/11/2016 06:12 CET

Satirischer Rückblick: Haushalt, Waffen, Badewannen

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Die abgelaufene Woche hatte Spannendes zu bieten.

Im Bundestag wurde die Haushaltsdebatte zelebriert. Traditionell zerpflückt die Opposition den Kanzleretat, aber das geht nicht, weil die Kanzlerin Angela Merkel ist, da kann man das nicht bringen.

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Der schwedische König will Badewannen verbieten. Hat der König dazu überhaupt die legislative Kompetenz? Für so was ist doch die EU zuständig.

Der NDR entsendet nun doch nicht Xavier Naidoo zum Eurovision Song Contest. Stattdessen schickt er ein breites Bündnis gegen Rassismus, Homophobie und Ausgrenzung.

Es gibt immer mehr krude Thesen in Verbindung mit Terror und Willkommenskultur. Stefan Aust sagte so was bei Günther Jauch, Ungarns Premier Orban sagte, Flüchtlinge würden die Terrorwahrscheinlichkeit erhöhen, und der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland schürt Angst vor angeblichem Hass und Intoleranz durch Flüchtlinge.

Man fragt sich wirklich, ob denn diese Leute keine Zeitung lesen.


Allerdings hat auch die britische Zeitung The Sun eine undurchdachte Statistik veröffentlicht, jeder fünfte Muslim würde mit den Dschihadisten sympathisieren. Dabei haben die gar nicht jeden fünften gefragt. Und wer würde sich selbst als einen fünften betrachten? Niemand. Überhaupt, Sympathie bedeutet Mitleid, und wenn man in Europa nicht einmal Mitleid haben darf, dann ist das nicht Merkels Kontinent.

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Immer mehr Deutsche besorgen sich eine Waffe. Man weiß nicht warum, es muss sich wohl um Angst vor Polizeigewalt handeln.

Unionspolitiker haben in einer sogenanten Berliner Erklärung eine neue Flüchtlingspolitik gefordert und erklären die Multikulti-Utopie für gescheitert. Da sieht man, wie rückständig die sind; von Multikulti ist schon längst nicht mehr die Rede. Leitkultur, an die wir uns anpassen müssen, darum geht es mittlerweile.

Man erkennt die geschwächte Position der Kanzlerin weniger daran, dass diese Politiker noch im Amt sind, als daran, dass darüber berichtet wird.

Schäuble ist für einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren bei der Terrorbekämpfung. Die Bundeswehr soll in Deutschland dasselbe leisten, was sie schon in Afghanistan geschafft hat.

Prominente befürworten eine Bewerbung Hamburgs um die Austragung der Olympischen Spiele 2024. Die müssen ja auch nicht antreten. Die Olympischen Spiele hatten früher den Geist verbreitet, dass die Jugend aller Länder sich in einer Stadt trifft. Dazu muss man heute keine Sportveranstaltung mehr ausrichten.

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Pegida-Chef monatelang auf Satiriker reingefallen

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