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07/11/2015 04:53 CET | Aktualisiert 07/11/2016 06:12 CET

Satirischer Wochenrückblick: Von Erdogan bis Fahimi

Die abgelaufene Woche war informationsgeladen.

In der Türkei hat Erdogan die Wahlen gewonnen. Die Wähler hatten darüber abzustimmen, ob Erdogan, den sie zum Präsidenten gewählt hatten, jetzt auch Kompetenzen bekommt, für die er damals nicht gewählt worden war, und sagten ja. Die Türken hatten auch das Gefühl, er erwarte das von ihnen. Damit gilt das letzte Wahlergebnis als verziehen.

Die EU hofft, dass Erdogan weiter den Dialog führen wird, obwohl er auf europäischer Seite überhaupt niemanden hat, der ihm entspräche.

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Die SPD-Generalsekretärin Fahimi legt diesen Posten nieder und wechselt zum Saat ins Ministerium von Andrea Nahles. Es ist wirklich betrüblich, dass niemand der Kommentatoren die Meinung vertrat, die Kompetenzen von Nahles und Fahimi würden sich ergänzen.

Die neue SPD-Generalsekretärin soll Sigmar Gabriel besser aussehen lassen, wobei Fahimi genau das ja ganz gut gelungen ist; man kann nicht bestreiten, dass sie sogar Sigmar Gabriel gut aussehen ließ.

Ein Antidemonstrant hat sich unter Demonstranten gemischt und ein Schild hochgehalten, auf dem „Nazis" stand mit Pfeilen, die auf alle rundherum zeigten, so dass er sie als Nazis entlarvte. Zufällig war ein Fotograf dabei und hat die zivilcouragierte Aktion dokumentiert. Beide hofften natürlich, dass die Leute nicht wirklich Nazis wären, das hätte dumm ausgehen können.

Der Pegida-Chef Bachmann hat Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas unbilligerweise mit Propagandaminister Goebbels verglichen. So was machen Politiker eigentlich nur untereinander, von Außenstehenden darf man sich so was nicht sagen lassen. Man kann dann ja nicht einmal den Rücktritt des Pegida-Chefs fordern.

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Die Skandale um VW-Abgastests und Schmiergelder beim Fußball weiten sich aus. Man weiß nicht einmal, wie hoch die Abgase bei den Autos wirklich sind und wo die Fußball-WM 2006 eigentlich hätte stattfinden müssen. Sicher ist nur: Beckenbauer hat nichts von Manipulationen bei der Sorftware für die Abgasmessung gewusst.

Laut n-tv steht eine neue Flüchtlingswelle aus Syrien bevor. Die Koalition hat sich darauf geeinigt, dass es sich dabei nicht um familienangehörige der bereits Angekommenen handeln darf.

Der sachsen-anhaltinische Lehrerverband hetzt junge Schülerinnen dagegen auf, mit muslimischen Flüchtlingen Sex zu haben. So kann es natürlich nicht zur gewünschten genetischen Auffrischung der Einheimischen kommen. Sind zu Recht entsetzt, denn das widerspricht dem multikulturellen begegnen auf Augenhöhe; den muslimischen Mädchen wird schließlich auch nicht verboten, Sex mit deutschen Jungen zu haben.

Thomas de Maizière ist für eine Absenkung der Bildungsstandards, damit Flüchtlingskinder eine gleiche Chance haben. Eigentlich müssten jetzt die Grünen und die angeschlossenen Parteien entsetzt und empört wegen der ressentimentgeladenen Klischees reagieren, aber die hätten selbst gern auch schon abgesenkte Bildungsstandards gehabt.

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