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13/03/2016 07:38 CET | Aktualisiert 14/03/2017 06:12 CET

Satirischer Rückblick: Burka, Harem, AfD

Die abgelaufene Woche war journalistisch spannend.

Der Wahlkampf in drei Bundesländern tobte. Es wird erwartet, dass die Parteien ein Wahlergebnis erzielen, mit dem sich die Wähler deutlich von der AfD abgrenzen. Julia Klöckner hat noch einmal betont, dass die Kanzlerin sie als Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz wünscht. Das bringt ihr viele Punkte bei der SPD. Alle sind aufgerufen, wählen zu gehen, auch, wer gar nicht in den Ländern wahlberechtigt ist.

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Die Krankenkassen haben eine Milliarde Euro Verlust im letzten Jahr zu verzeichnen. Schuld ist das kapitalistische System; da wird einfach weitergemacht. In gerecht gestalteten Gesellschaften wäre einfach das Material alle.

Die Kanzlerin hat klargestellt, dass es nicht sein kann, dass irgendwas geschlossen wird. Damit ist sie endgültig aufgestiegen in die Reihe der ganz großen Politiker mit ihren Sätzen von „Mehr Demokratie wagen", „Yes, we can" bis zu „Es kann nicht sein, dass irgendwas geschlossen wird."

Eine Burkaträgerin hat in München einen Gerichtsprozess verloren, weil sie ihren Gesichtsschleier nicht ablegen wollte. In der Berufungsverhandlung wird sie ihr Gesicht nun doch zeigen, sie muss nur noch eine finden, die das für sie tut.

Im Volksmusikgeschäft soll es für Sängerinnen üblich sein, mit Komponisten und Produzenten sexuell zu verkehren, um an gute Songs zu kommen. Wenn es darum geht, können wir stolz sein, dass sich so viele Sängerinnen darauf nicht einlassen.

In der Talksendung mit Anne Will bekam Heiko Maas Applaus aus dem Publikum von seinem eigenen Sprecher. Der Sprecher begründete dies so: Erstens, weil es ihm wirklich gefallen hat, was Heiko Maas sagte, zweitens, weil sonst niemand applaudierte, und drittens, um nicht von Facebook gesperrt zu werden.

Frau Erdogan hat die osmanischen Harems als Bildungseinrichtungen gewürdigt. Herr Erdogan versteht die Aufregung darüber nicht, er sagt: „Was kümmert es die Leute, was eine Frau so daherredet?"

Schauspielerin Natalia Wörner erhielt das Bundesverdienstkreuz.

Verteidigungsministerin von der Leyen kann ihren Doktortitel behalten. Sie behält ihn natürlich nicht für sich, sondern spendet ihn den Flüchtlingen.

Die Matrix-Filmproduzenten Wachowski sind nicht mehr Brüder, sondern Schwestern. Matrix war ja sowieso schon ein Frauenfilm, er spielt in einer erfundenen Realität, weil die wirkliche Welt zu grauenvoll ist.

NRW-Innenminister Jäger warnt vor osteuropäischen Einbrechern. Er warnt natürlich ganz allgemein vor Einbrechern, man soll nur wissen, dass es Osteuropäer sind und nicht andere, die man vielleicht sonst verdächtigen würde.

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