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09/04/2016 07:52 CEST | Aktualisiert 10/04/2017 07:12 CEST

Satirischer Rückblick: Briefkästen, Holland, Böhmermann

In der abgelaufenen Woche war eine Menge los.

In der aktuellen Wahlumfrage erzielt die SPD den zweiten Platz, die CDU kommt unangefochten auf Platz 1. Es läuft also bestens für die Groko-Volksparteien, die sich auf eine Wiederwahl freuen können, Merkal hatte also Recht. Die Zahlen werden bei der nächsten Bundestagswahl sogar noch besser, wenn die neuen Wahlberechtigten einbezogen sind.

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Der Stuhl, auf dem J.K. Rowling beim Schreiben von Harry Potter saß, ist versteigert worden. Was nicht bekannt ist: Das ist auch der Stuhl, auf dem sie saß, als sie die Absagen von den Verlagen gelesen hat.

Den Freiern von Zwangsprostituierten drohen Strafen. Jedenfalls, wenn vor Gericht der Gutachter nicht nachweist, dass es sich um Zwangsfreier handelt.

In Panama sind Briefkastenfirmen aufgeflogen, Reiche Leute und Firmen haben ihr Geld vor Steuer und Verwandtschaft in Sicherheit gebracht. So reich können sie aber auch wider nicht sein, wenn das Geld in einen Briefkasten passt.

Die größte Gefahr ist nicht die Enthüllung, sondern die Klimaerwärmung, dann könnten die Briefkästen im Kanal versinken.

Der Musikpreis Echo wurde verliehen. Der Festakt wurde im Fernsehen übertragen, und das ist gut, da kann man in ein paar Stunden sehen, woraus die Musik in Deutschland derzeit besteht, und muss sich nicht mühselig durch die Produktionen hören.

Erdogan hat Jan Böhmermann wegen eines satireübertretenden Schmähgedichts angezeigt. Merkel ist um Glättung der Wogen bemüht, sie liefert Böhmermann an die Türkei aus und nimmt dafür einen legalen Syrer auf.

Wieder einmal wurden die Obergrenzen der Meinungsfreiheit deutlich; in der darauffolgenden Sendung hat Böhmermann Erdogan komplett ignoriert, was noch herabwürdigender ist, aber unter dem Deckmäntelchen der Satire völlig unangreifbar.

In Holland ging eine Volksbefragung anders als gewünscht aus. Man kann dem Volk keinen Vorwurf machen, die Politiker haben nicht hinlänglich aufgeklärt. Man hätte klarmachen müssen, dass eine Assoziierung der Ukraine bedeutet hätte, dass die Ukraine syrische Flüchtlinge aus Deutschland solidarisch aufnehmen müsste.

Zum glück spielt Holland für die EU eine sehr untergeordnete Rolle, mit solchen Zwergstrukturen kann man sich in Brüssel gar nicht abgeben.

Grünen-Spitzenfrau Katrin Göring-Eckardt möchte den Islam einbürgern. Und zwar in Deutschland. Man weiß jetzt nicht, wie vorurteilsbelastet sie ist, um zu glauben, das wäre er noch nicht.

Es heißt dann nicht mehr: „Das hat nichts mit Islam zu tun", sondern: „Das hat sich so eingebürgert."

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