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01/08/2015 13:58 CEST | Aktualisiert 01/08/2016 07:12 CEST

Satirischer Rückblick: Blatter, Varoufakis, Erdogan

Die abgelaufene Woche war journalistisch anspruchsvoll.

Die SPD distanziert sich von ihrem Vorsitzenden Sigmar Gabriel, den sie nicht als Kanzlerkandidat in den Wahlkampf schicken will. Nur 35 Prozent der Mitglieder wollen das, und die auch nur, um ihn dadurch loszuwerden. Noch ist nicht sicher, ob die SPD überhaupt zur Bundestagswahl antritt, weil das als Wahlkampfhilfe für Angela Merkel ausgelegt werden könnte.

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Wladimir Putin sagte, Joseph Blatter hätte den Nobelpreis verdient. Er würde natürlich gut zu den Preisträgern Obama und EU passen.

Vermutlich meinte Putin den Literaturnobelpreis, für Blatters Rücktrittsrede.

Die Demonstration mit Merkel und anderen politischen Kräften in Berlin für Charlie Hebdo soll ein reines Bühnenprogramm ohne Beteiligung normaler Leute gewesen sein, melden Medien. Es gibt auch immer was zu nörgeln; da verläuft mal eine Demo friedlich, und dann ist es ein paar Journalisten wieder nicht recht.

Die Bahn kämpft mit Einbußen beim Gewinn. Das ist ein guter Werbetrick; man vermittelt: wir sind viel zu billig!

Die Bahn muss so viel sparen, „DB mobil" gibt es bald nur noch als eBook.

Varoufakis fühlte sich von deutschen Medien von Anfang an diskreditiert, sagte er im Interview mit einem deutschen Medium. Dann beruhte das auf einem Missverständnis -- man hätte nicht gedacht, dass er auch von deutschen Medien Kredite wollte.

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Der Inhaber des repräsentativen Amtes des türkischen Präsidenten, Erdogan, führt Krieg gegen die Kurden. Er hat allen Grund dazu, sie haben ihn um den Wahlsieg gebracht.

Grünenpolitiker Özdemir meinte, Erdogan wolle ein Mini-Pakistan. Das reicht ihm natürlich nicht. Man hatte erwartet, dass er die Verfassung ändert, um das Präsidentenamt mit Macht auszustatten, jetzt ändert er eben die Reihenfolge.

Der Fernsehsender RTL hatte Quoten im 25-Jahre-Tief zu verzeichnen. Dabei soll es aber nicht bleiben. Die Konkurrenz ist aber auch hart; warum soll man sich mit RTL beanspruchen, wenn man RTL2 haben kann.

Ein Minister nennt die vor zehn Jahren eingeführte Rechtschreibreform einen Fehler. Die Rechtschreibreform ist der Euro des Schreibens.

Orthographie- und Zeichensetzungsregeln wurden liberalisiert, viele Journalisten verdanken dem ihren Job.

Disneyland Paris zockt Deutsche ab, wurde gemeldet. Manche nennen Disneyland Paris schon Disneyland Athen.

Legasthenie darf ins Zeugnis, urteilte das Bundesverwaltungsgericht. Allerdings darf aus Daten- und Persönlichkeitsschutzrechten nicht erklärt werden, was das bedeutet.

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