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05/03/2016 07:33 CET | Aktualisiert 06/03/2017 06:12 CET

Satirischer Rückblick: Beck, Kretschmann, Trump

Die abgelaufene Woche war von Nachrichten geprägt.

Innenminister de Maizière hat sich außenpolitisch betätigt und in Maghreb-Staaten für die Rücknahme deren Bürger geworben. Bisher gab es da noch Vorbehalte. Bevorzugt zurückgenommen werden die, die ein Selfie mit der Kanzlerin vorweisen können.

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Winfried Kretschmann hat sich für einen verfassungsintegrierten gewaltlosen Volksislam ausgesprochen. Da Pech ist jetzt nur: die Maoisten hätten das durchsetzen können.

Er-Minister und Ex-Doktor zu Guttenberg will nicht in die Politik zurück. Da ist ihm zu viel Täuschung und Blendwerk. In die Wissenschaft will er aber auch nicht zurück, für die heutige akademische Arbeit ist er inzwischen überqualifiziert.

Grünen-Politiker Beck wurde mit Drogen geschnappt und trat zurück. Viele hatten gewartet, dass er mal erwischt wird, aber nicht damit gerechnet, dass es wegen Drogen wäre. Er wurde vor der Tür eines szenebekannten Dealers aufgegriffen, man weiß nicht, ob er was gekauft oder was geliefert hat. Von den Ämtern trat er zurück, damit es nicht heißt, seine politische Betätigung wäre Beschaffungskriminalität.

Für seine Arbeit brauchte er offenbar Drogen; er verschickte jeden Tag mehrere Pressemitteilungen, das schafft man nicht ohne aufputschende Substanzen.

Die NPD hat im Verbotsverfahren Befangenheitsanträge gegen Verfassungsrichter gestellt. Die Verfassungsrichter sind logischerweise befangen, wenn es um die Bedrohung der Verfassung geht.

Einige Richter halten die NPD nicht für real staatsgefährdend, das ist für die Partei erst recht peinlich.

Ein österreichischer Politiker äußerte den Verdacht, Merkel wolle ihre Kinderlosigkeit mit den Flüchtlingen kompensieren. Das ist natürlich Unsinn, so kinderlos kann man gar nicht sein. Denkbar ist, dass sie aufgrund ihrer Kinderlosigkeit so glücklich ist, dass sie sich nicht für Wahlergebnisse interessiert.

Bei den Vorwahlen in den USA liegen Trump und Clinton vorn. An Trump ist besonders schlimm, dass er einfach nur kandidiert, um die deutschen Kommentatoren zu ärgern.

Wir sind misstrauisch, weil er Milliardär ist; wir bevorzugen Politiker, die mit Politik reich geworden sind.

Die Sexlust-Pille für Frauen ist kein Erfolg, sie macht häufig nur müde. Wenigstens fragt die Pille nicht: Na, war ich gut?

Eine Befragung der Studenten an der Universität Köln durch den Asta brachte zutage, dass viele Studenten Vorurteile teilen und aus einzelnen Erfahrungen längst überwunden geglaubte Verallgemeinerungen ziehen. Sie gehen also bei ihrer Meinungsbildung gar nicht wissenschaftlich vor. Die Details kann man gar nicht näher benennen, sonst wird man bei Facebook gesperrt.

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