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16/08/2014 05:23 CEST | Aktualisiert 16/10/2014 07:12 CEST

Satirischer Rückblick: Woche mit Krankenhauskeim-Bruttoinlandspazifismus

Die abgelaufene Woche brachte viele neue News. 2014-08-15-Bruttoinlandsprodukt.jpg

Die abgelaufene Woche brachte viele neue News.

Der Erscheinungstermin des Buchs über Sigmar Gabriel ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Offensichtlich handelt es sich bei dem Buch um ein Großprojekt, bei dem kurz vor der geplanten Fertigstellung noch erhebliche Sicherheitsmängel bemerkt wurden. Der Verfasser soll so was zwar schon mal gemacht haben, aber bei den sonstigen Mitarbeitern handelt es sich angeblich teilweise um Ungelernte. Nun soll eine Expertenkommission eingesetzt werden, die das Projekt Hartmut Mehdorn überstellt, der eine Teilveröffentlichung ermöglichen will.

Die bekannte Theologiewissenschaftlerin Margot Käßmann hat in ihrer Kolumne in Bild am Sonntag eine französische Multikulti-Komödie gelobt als Beispiel und Beweis, wie Multikulti funktionieren und gelebt werden kann. Das bestätigt die Studie, der zufolge religiös erzogene Kinder Fiktion für die Wirklichkeit nehmen. Ihre Forderung nach Abschaffung der Bundeswehr war eine logische Schlussfolgerung aus dem Kinobesuch im „Planet der Affen", und wir sind schon gespannt, welche Lehren sie aus „Lucy" zieht.

Die bekannte Wochenzeitung Die Zeit brachte was über Deutschland und darüber, dass es den USA den Rang als beliebtestes Einwanderungsland abläuft, und fragte: Was macht unser Land so hip und attraktiv?

Es ist für den Gerd zu spät, aber da sieht er, so hätte er seine Agenda verkaufen müssen, dann wäre er immer noch dran.

Das Bruttoinlandsprodukt wird auf eine neue Berechnungsgrundlage gestellt, auch Schattenwirtschaft und Kriminalität zählen nun dazu. Dadurch kann sich Italien nicht mehr arm rechnen.

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Im Grillfleisch wurden Krankenhauskeime gefunden. Das Beunruhigende ist nicht so sehr, dass diese Keime antibiotikaresistent sind, als vielmehr, dass das Fleisch von ach das will man lieber nicht wissen.

Gregor Gysi wurde missverstanden. Er hatte im Deutschlandfunk gesagt, Waffenlieferungen an Kurden seien notwendig. Das wurde so aufgefasst, als befürworte er solche. Das musste er korrigieren, er hat nur die Bundesregierung kritisieren wollen dafür, dass sie zum Beispiel an Saudi-Arabien Waffen liefert, an Kurden nicht. So ist das, wenn Kritik subtil formuliert werden muss. Wir hoffen, dass diese Äußerung nicht wieder so missinterpretiert wird, Saudi-Arabien wäre dank deutscher Waffen vor IS sicher.

Die UNO hat aus dem Jugoslawienkonflikt gelernt und richtet keine Schutzzonen ein, weil das die Vernichtung der Geschützen bedeuten würde.

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Eine Sprachforscherin, die dafür wirbt, Rudimentärdeutsch den Dialekten rechtlich gleichzustellen, hat erforscht, dass auch Lehrer diesen Sprech benutzen und sagen: „Ich habe Schere in Schublade gelegt." Die Lehrer wollen natürlich sichergehen, dass die Schüler verstehen, dass sich die Lehrer eine Waffe zur Verteidigung bereitgelegt haben.

Bei der Fachzeitschrift Stern feiert man einen Neubeginn mit einem neuen Chefredakteur. Der alte war angetreten, um Print und Online stärker zu verzahnen, und das hat er nach 15 Monaten geschafft. Wenn man den Stern liest, denkt man immer: oh, wie verzahnt.

Die Bezirksbürgermeisterin von Kreuzberg fordert Benimmregeln für Touristen, weil die Müll und lärm verursachen. Man sieht, warum Berlin so dringend auf Touristen angewiesen ist, man braucht jemanden, den man wegen des Mülls und Lärms beschuldigen kann.

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