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19/09/2015 08:06 CEST | Aktualisiert 19/09/2016 07:12 CEST

Satirischer Rückblick: Femenprotest bis Facebookkontrolle

Die abgelaufene Woche verlief überwiegend friedlich.

Der Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ist zurückgetreten. Das ist journalistisch irrelevant, denn er hatte persönliche Gründe, es hatte nichts mit den Flüchtlingsströmen zu tun.

Es gibt auch keine personelle Lücke; zum Glück haben wir viele Experten, Beauftragte und Fachkräfte für Migration, die sich nur darum reißen, die Stelle zu besetzen. In Personalunion wird das Amt künftig vom Chef der Bundesagentur für Arbeit geleitet, das bedeutet aber nicht, dass allen Arbeitslosen der Flüchtlingsstatus zu erkannt wird.

In Deutschland sind mittlerweile so viele Ausländer, sogar die Grünen sympathisieren mit Deutschland.

Die Flüchtlinge kommen zum überwiegenden Teil aus islamischen Ländern. Das wird für sie eine große Überraschung darstellen, von den Deutschen den richtig verstandenen Islam kennenzulernen.

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In der Sendung Frauentausch flog ein mutmaßlicher Wohngeldbetrug auf. Eigentlich zeigt es aber nur die prekäre Lage, wenn man trotz Wohngeldes so verzweifelt ist, sich bei Frauentausch anzumelden. Das ist wie die Subvention de Landwirtschaft, die die Landwirte in Bauer sucht Frau treibt.

Femen-Aktivistinnen stürmten mit entblößten Brüsten eine Veranstaltung von Islamisten, um auf die vermeintliche Ungleichbehandlung von Frauen aufmerksam zu machen. Hier stellt sich die Frage, wie tolerant wir sein können; streng genommen ist das eine rassistische Aktion, aber weil sie als feministisch firmiert, gibt es keinen Aufschrei.

In Thüringen erging eine Dienstanweisung an Bürgermeister und Landräte, sich nicht politisch zu äußern, wenn es nicht der Linie der Landesregierung entspricht. Auslöser war eine geäußerte Auffassung, derzufolge ein grüner Minister in Ramelows Kabinett nicht zugänglich sei für Berichte aus der Realität.

Dabei sind ja die untergeordneten Organe dafür zuständig, die Realität so zu gestalten, dass sie für den Minister zugänglich wird.

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Justizminister Heiko Maas hat beim Facebook-Gipfel mit Facebook die Kontrolle über politische Hasskommentare vereinbart. Das ist natürlich jetzt ganz hilfreich, aber wenn es mal wieder andersherum kommt, wird dann die Kontrolle aus der anderen politischen Richtung vorgenommen, und das wäre Zensur.

Nach den Wulffs sind auch die Schröders wieder zusammen. Man würde sich das auch von aktiven Politikern wünschen, dass sie es einsehen, wenn sie ihren Marktwert überschätzt haben.

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