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29/08/2015 10:47 CEST | Aktualisiert 29/08/2016 07:12 CEST

Satirischer Rückblick: Beitrittsjubiläum bis Schulbefreiung

Die abgelaufene Woche war nachrichtenreich.

Zu feiern gab es das 25-jährige Jubiläum des Volkskammerbeschlusses zum Beitritt der DDR zur Bundesrepublik. Da die DDR zuvor nicht dazugehörte, mussten Bundestag und Bundesrat nicht zustimmen, deshalb ging das so schnell.

Viele Westdeutsche fühlen sich deshalb übergangen. Sie haben in der DDR das bessere Deutschland verwirklicht gesehen und wollten nicht damit vereinigt werden, weil sie dann nicht mehr zu hören kriegen: „Geh doch nach drüben!"

Es gab auch Befürchtungen, dass die Deutschen wieder in den Krieg ziehen -- das hat sich bewahrheitet, auch wenn der Krieg in Syrien stattfindet.

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Der Thalys-Attentäter hat über seine Anwältin bekanntgegeben, er habe gar keinen Terrorakt vorgehabt, sondern wollte nur auf die Fenster schießen und mit Beute fliehen. Etwa anderes kann man ihm kaum nachweisen. Er wollte auch die Auslegeware vom Fußboden stehlen für Zuhause, dafür hatte er das Teppichmesser dabei.

Ein Terrorakt wie bei Charlie Hebdo scheidet auch deshalb aus, weil der Thalys-Zug gar nichts gegen den Islam gemacht hat. Und zum Weltkulturerbe gehört der Zug jedenfalls noch nicht.

Die staatlichen Kassen verzeichnen insgesamt einen Überschuss von 21 Milliarden Euro. Das war früher mal viel Geld. Der Gewinn kommt hauptsächlich durch die Ersparnis von der Wärmedämmung in den Amtsgebäuden.

Thüringens SPD-Chef Bausewein fordert eine Aussetzung der Schulpflicht für Asylbewerber. Er denkt praktisch und fragt, warum sollen die noch in die Schule, die sind ja schon Ärzte und Ingenieure.

Er bewirkte damit keine Zustimmung, sondern noch mehr Ablehnung, weil viele Schüler sagen: Ja, die Asylanten kriegen alles, jetzt brauchen sie nicht einmal mehr in die Schule!

Justizminister Heiko Maas hat einen Brief an Facebook geschrieben und fordert, dass rechtsextreme Inhalte gelöscht werden. Wenn das nicht geht, sollen sie jeweils mit zwei linksextremen Inhalten verlinkt werden.

Facebook beruft sich üblicherweise auf die Meinungsfreiheit, die in den USA weiter gefasst ist, aber das ist vorgeschoben, man möchte die Nutzer einfach nicht darauf trainieren, mit ihren Daten vorsichtig umzugehen.

Der Islamunterricht soll einzelnen Experten zufolge zu islamistisch sein in einzelnen Fällen. Das ist allerdings eine Folge davon, dass es bislang keine Islamlehrerausbildung gab, da konnten sich Missverständnisse einschleichen. Es ist auch nicht sicher, ob Inklusion und Islamunterricht vereinbar sind, da kann es bei den Schülern leichter zum falschen Verständnis des Islam kommen als bei lauter Hochbegabten.

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Wetterfee Claudia Kleinert wurde von ihrem Exfreund mit drei Frauen gleichzeitig betrogen. So einen wünschen sich viele Frauen, allerdings nicht so sehr in der Rolle der Betrogenen, sondern der, die ihn ändert.

Kanzlerin Merkel besuchte Marxloh, um mit ausgewählten Bürgern über gutes Leben zu reden, was diese auch als sehr wohltuend empfunden haben.

Der Bürgermeister nannte Marxloh einen bunten pulsierenden Stadtteil. So hätte Buschkowsky mal über sein Neukölln reden sollen, das ist die richtige Einstellung.

Experten befürworten einen späteren Schulbeginn, etwa gegen 9 Uhr. Also dann, wenn die Schüler allmählich wirklich eintreffen. Nicht alle schwänzen einfach so, viele brauchen so lange, um sich morgens anzuziehen.

Die Schule würde dann am Nachmittag länger dauern, wenn die Lehrer müde werden.

Geringqualifizierte verdienen mehr als früher, aber immer noch weniger als sechzig Prozent des mittleren Einkommens. Wir brauchen deshalb eine Einkommensbremse für mittlere Einkommen, um das Armutsrisiko zu minimieren.

Besserverdiener haben mehr Sex als Arme. Das war auch mal umgekehrt, als die Armen noch anders als mit Hartz 4 aufstocken mussten.

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