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09/01/2016 07:18 CET | Aktualisiert 09/01/2017 06:12 CET

Satirischer Rückblick: Männer, Wasserstoffbombe, Dänen

Die abgelaufene Woche war debattenreich.

Die Gewalt von ausgegrenzten Männern auf der Suche nach sexueller Teilhabe beschäftigt andere Männer sowie die Gesellschaft. Es ist leider festzustellen, dass aus der Aufschrei-Aktion von vor drei Jahren nichts gelernt wurde.

Dankenswerterweise läuft nun ein Projekt an, worin Frauen sagen, dass es so nicht geht. Die Debatte wird nun heftig darum geführt, ob arabische Untertitel zulässig wären.

Kritisiert wird die Polizei für ihre Informationspolitik, die sie sich selbst gegeben hat. Da berichtet sie mal so, wie es von ihr gefordert wird, und es ist wieder nicht recht.

Auch die Presse kann nichts dafür, denn wenn nichts gemeldet wird, kann man nichts abschreiben. Es ist nun einmal so, dass Verbrecher üblicherweise keine Pressemitteilungen herausgeben, zu denen andere Kollegen aus Medien und Politik Stellung beziehen können.

Claudia Roth bemerkte zutreffend, dass es Männer waren. Das ist mal kein pauschaler Generalverdacht.

Kölns Oberbürgermeisterin Reker forderte Frauen auf, zu Fremden eine Armlänge Abstand zu halten. Das ist nicht so fremdenfeindlich, wie es sich zunächst anhört, das wäre es, wenn sie den Abstand von den Fremden gefordert hätte.

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Til Schweiger hat sich mit Tatort-Kritikern angelegt. Seltsam ist, dass die Kritiker sich überhaupt getraut haben, was zu sagen, demnach hat sie Til Schweiger nicht als richtig harter Typ überzeugt.

EU-Kommissar Oettinger will Polen unter Aufsicht stellen. Wir sind stolz, dass kein Humorist auf die Idee kam zu sagen: Er fängt mit dem Sender Gleiwitz an.

In Polen bildet sich ein neuer Schurkenstaat heraus, wenn nicht eingegriffen wird. Bals wäre Polen so antidemokratisch und antieuropäisch wie in Europa sonst nur die EU.

Dänemark hat wieder Passkontrollen eingeführt, oder wie es Journalisten ausdrücken: die Grenzen dichtgemacht. Damit hat Dänemark die gesamte demokratische deutsche Presse gegen sich, denn als abgeschottet gilt alles, wo man nicht mit dem Presseausweis hineinkommt.

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Ein US-Gericht hat Affen das Copyright an ihren Selfies abgesprochen. Das verkompliziert die Rechtslage; jetzt hat jeder, der ein Selfie schießt, die Beweislast zu tragen, dass das auf dem Foto kein Affe ist.

Winfried Kretschmann hat gesagt: „Wie soll uns eine Minderheit islamisieren?"

Nordkorea hat eine Wasserstoffbombe gezündet. Man weiß nicht, ob es ein Waffentest war oder ob Kim einen Abtrünnigen hingerichtet hat.

Aus Weil wird eine Gruppenvergewaltigung gemeldet, und man muss gemäß den Richtlinien fragen: Ist es wirklich nötig zu berichten, dass es eine Gruppe war? So wird nur den Individualisten in die Hände gespielt, die alle Gruppen hassen. Die meisten Gruppen sind friedlich.

In Düsseldorf hat sich eine Bürgerwehr gebildet. Die Polizei ist nicht begeistert über die Konkurrenz, aber sie hat nicht genügend Personal, dagegen vorzugehen.

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