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28/07/2016 09:17 CEST | Aktualisiert 29/07/2017 07:12 CEST

Ist es nicht Zeit mit dem Hoffen aufzuhören und zu handeln zu beginnen?

Arman Zhenikeyev - professional photographer from Kazakhstan via Getty Images

Immer öfter stoße ich auf Beiträge über uns berufstätige Frauen und die Fragestellung:

Warum ist der Anteil von Frauen in den Chefetagen immer noch so gering?

Es herrscht doch Geleichberechtigung!

Wir Frauen sind unabhängig - im Prinzip.

- Warum nur begeben wir uns dann, sobald Nachwuchs sich ankündigt, in die

Abhängigkeit?

- Wir nehmen einen Teilzeitjob an, meistens zudem schlecht bezahlt, um Zeit für

unsere Familie zu haben und berücksichtigen dabei nicht, im Alter in die Altersarmut

zu gelangen.

- Wir versäumen oder können es uns einfach nicht leisten eine entsprechende

finanzielle Vorsorge zu treffen.

- Warum fühlen wir uns allein für den Haushalt und die Kindererziehung nach wie vor

verantwortlich?

- Wir entscheiden uns gemeinsam für Kinder. Warum bewältigen wir in Deutschland

auch nicht gemeinsam mit dem Partner den Alltag?

Wir haben eine gute schulische und berufliche Ausbildung und verfügen aufgrund unserer

Ausbildung ein gutes Knowhow.

- Warum ist unser Anteil in den Chefetagen so gering?

- Warum trauen Frauen sich Führungspositionen nicht zu?

- Warum verdienen wir, trotz der gleichen Position, unterschiedlich viel?

- Warum bedeuten Kinder für eine Frau immer noch den Karriereknick?

- Warum werden berufstätige Frauen als Rabenmütter bezeichnet und Männer nicht

als „Rabenväter"? Für Kinder sind beide Elternteile wichtig.

- Warum setzen wir Frauen uns selbst und gegenseitig unter Druck, haben das Gefühl

wir müssen in allen Bereichen perfekt sein?

- Wir entscheiden uns gemeinsam für Kinder. Warum liegt es dann an uns Frauen

Familie und Beruf in Einklang zu bringen und bei den Männern geht der berufliche

Alltag weiter?

- Warum werden Frauen mit der Frage konfrontiert: „Was machen Sie, wenn Ihre

Kinder krank werden?" Sieht sich ein Mann seitens seiner Vorgesetzten mit dieser

Frage konfrontiert?

- Warum fand bisher keine wirkliche Veränderung für uns Frauen statt?

Meine klare Antwort: Weil wir es zulassen!!

Wir dürfen nicht hoffen, dass Gesetze etwas an unserer Situation ändern.

Es wird kaum eine Veränderung stattfinden, wenn wir nicht beginnen stärker aktiv zu

werden, und diese Aktivität beginnt bereits in unseren eigenen vier Wänden.

Ich vertrete die Meinung, dass Partner, Kinder, Karriere, Erfolg unabhängig vom Geschlecht

und ohne schlechtes Gewissen möglich sein sollten!

Um dies zu erreichen, müssen wir uns von alten Mustern verabschieden und einen

gemeinsamen Weg einschlagen, für ein erfolgreiches, glückliches Leben für beide

Geschlechter.

Wir haben uns gemeinsam für die Gründung einer Familie entschieden. Sollten wir dann

nicht gemeinsam für unsere Familie da sein und den Alltag zusammen bewältigen?

„Seinen Sie mutig Ihre Träume zu verwirklichen, auch wenn der Verstand sagt, es sei

unmöglich." Beate Buck

Träumen wir nicht länger von der Gleichberechtigung, leben wir sie!

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

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