Dr. Ali Fathollah-Nejad

Politologe | Brookings Doha Center & Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) & Harvard Kennedy School Belfer Center | Fachgebiete: Iran, Naher/Mittlerer Osten, Weltordnung im 21. Jahrhundert

Dr. Ali Fathollah-Nejad ist ein in Doha und Berlin ansässiger deutsch-iranischer Politologe. Er ist gegenwärtig Visiting Fellow beim Brookings Doha Center in Katar, dem Nahost-Zentrum des weltweit führenden außenpolitischen Think-Tanks, der Brookings Institution in Washington. Er ist weiterhin Associate Fellow im Programm Naher Osten und Nordafrika und damit Iran-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) sowie Associate des Iran-Projekts am Belfer Center der Harvard Kennedy School, dem weltweit führenden universitären Think-Tank. Zudem ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre of International Cooperation and Development Research (CECID) der Université libre de Bruxelles (ULB).
Nach einem multilingualen und pluridisziplinären Studium in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden, promovierte er in Internationalen Beziehungen an der School of Oriental and African Studies (SOAS, University of London). Als Experte im Forschungsprogramm Kultur und Außenpolitik des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) verfasste er die Hauptstudie zu den deutsch-iranischen Kultur- und Wissenschaftsbeziehungen nach dem Atomdeal.
Fathollah-Nejad unterrichtete Kurse zu Globalisierung und Entwicklung im Nahen/Mittleren Osten, dem „Arabischen Frühling“ und dem gegenwärtigen Iran an Universitäten in London (SOAS, Westminter), Berlin (FU) und im Ruhrgebiet (Universität Duisburg–Essen).
In den 2000er Jahren war er u.a. als Kulturjournalist tätig. Dabei führte er Gespräche mit führenden deutschen Intellektuellen wie Navid Kermani und Feridun Zaimoğlu und berichtete von Festivals wie dem Morgenland-Festival Osnabrück.
Er ist ein regelmäßiger Redner auf politischen Foren (darunter die Europäischen, Britischen und Französischen Parlamente, die Londoner University of Law und die Diplomatische Akademie Wien) und wissenschaftlichen Tagungen sowie Kommentator für internationale Medien. Neben zweier Monographien zum US-Iran-Konflikt, hat er ca. 100 Beiträge auf Englisch, Deutsch und Französisch verfasst – die in ein Dutzend Sprachen übersetzt wurden. Diese erschienen u.a. in The Guardian, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Deutschlandradio Kultur, openDemocracy, World Policy Journal, Huffington Post, Géostratégiques, Insight Turkey, Iranian Diplomacy und Palestine–Israel Journal of Politics, Economics and Culture.
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