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13/08/2015 14:35 CEST | Aktualisiert 13/08/2016 07:12 CEST

Die drei schlimmsten Fehler im Flüchtlingsdrama!

Joel Carillet via Getty Images

Die Bilder des Flüchtlingsdramas, das Europa ergriffen hat, sie sind herzzerreißend. Was sich etwa am Eurotunnel oder auch auf der griechischen Insel Kos abspielt, ist jenseits alles Menschlichen. Dennoch sollten wir alle uns nicht von Gefühlen leiten lassen, die durch selektive Bildausschnitte provoziert werden. Wenn man das Problem wirklich lösen und den Flüchtenden wahrhaft helfen will, muss man sich dem Thema sachgerecht nähern und sich wenigstens einmal folgende Fragen stellen:

Das Kos Paradoxon

Warum dieses Chaos auf der giechischen Insel Kos? Die Flüchtlinge "flüchten" nach Kos von einer der schönsten, sichersten und wohlhabendstens Regionen der Turkei aus, in der jedes Jahr Hunderttausende von Europäern Luxusurlaub machen. Gegenüber der Insel Kos liegt kein Kriegsgebiet, sondern ein Paradies. Warum wird den Menschen nicht dort geholfen? Wo sind die türkischen Sicherheits- und Hilfskräfte, die vor Ort helfen? Fakt ist: Eine "Flucht" nach Kos ist ebenso unnötig wie unverständlich. Den Menschen wäre geholfen, wenn man sie in die Türkei zurückschickt und ihnen dort hilft. Was spricht dagegen?

Das Golfstaaten Paradoxon

Weshalb werden die reichen Golfstaaten, die in ihren Ölmilliarden ersaufen und endlos Platz sowie Bedarf an Arbeitskräften haben nicht stärker herangezogen? Immerhin sind die Fliehenden merheitlich Araber und damit besteht auch eine gewisse moralische Verpflichtung der Golfstaaten. Statt die Menschen in Europa in ärmliche Aufnahmelager zu stecken, könnte man sie per Kreuzfahrtschiff nach Dubai, Abu Dhabi, Doha oder Kuwait City fahren. Das ist nicht zynisch, sondern sicher, human und mit der besten Perspektive, da es dort weder Sprach- noch Kulturunterschiede gibt. Zudem sind die Öl-Scheichtümer steinreich.

Das Tunesien Paradoxon

Auf dem direkten Weg von Westafrika zum Mittelmeer liegt Tunesien. Ein Land dessen komplette Tourismusindustrie derzeit brachliegt. Was spricht dagegen, westafrikanische Flüchtlinge auf EU-Kosten in den leer stehenden tunesischen Urlaubsressorts unterzubringen? Der tunesischen Wirtschaft wäre geholfen und niemand müsste im Meer ertrinken. Asylanträge könnten über die EU-Botschaften im sicheren Tunesien bearbeitet und entschieden werden.

Es ist Krieg!

Wir Europäer müssen auf das Äußerste aufpassen: unser Kontinent ist wirtschaftlich schwer angeschlagen, demographisch auf der Kippe und in der Illusion gefangen, wir seien in irgendeiner Bringschuld. Dem ist nicht so. Das Flüchtlingsdrama ist eine Katastrophe internationalen Ausmaßes und kann nur international bewältigt werden. Die UNO sollte dabei eine Rolle spielen und die arabischen Staaten sowie die Türkei müssen mit Entschiedenheit dazu gezwungen werden, Teil der Lösung zu werden.

Eine sozialpädagogische Weltsicht ist unser Untergang!

Europa wird an der Flüchtlingswelle andernfalls zerbrechen. Das sage nicht ich voraus, sondern das haben vor wenigen Monaten jene Terroristen in Videobotschaften in Richtung Europa posaunt, die auch den aktuellen Flüchtlingsstrom "prophezeit", andere sagen "angedroht", haben. Es ist Krieg, ganz real. Vor unserer Haustüre. Daher muss Schluss sein mit Naivität und sozialpädagogischer Weltbetrachtung. Es ist die Stunde der Sicherheitsfachleute und alle anderen sollten einen Schritt zurücktreten und einfach mal den Mund halten.

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