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22/02/2016 05:07 CET | Aktualisiert 22/02/2017 06:12 CET

Warum ich Las Vegas liebe

photoBeard via Getty Images

Vorweg: Ich bin weder das typische „Partygirl", noch liebe ich Glücksspiele, und heiße Temperaturen wirken auch eher abschreckend auf mich. Zudem schwebte mir auch keine spontane Hochzeit im Kopf herum. Dennoch beschloss ich, meinen USA-Trip mit einem Zweitagestrip nach Las Vegas abzuschließen.

Obwohl ich nicht der „typische" Vegas-Tourist bin, hat mich die Stadt in ihren Bann gezogen. Der Trip zählt zu meinen Highlights der US-Reise.

Las Vegas hat viel mehr zu bieten als manch einer vermuten mag. Ich bevorzuge bei Großstädten prinzipiell immer Städte, in denen man vieles zu Fuß entdecken kann (wie Paris oder London) oder der öffentliche Personennahverkehr gut ausgebaut ist.

Dies trifft glücklicherweise auch auf Vegas zu. Zugegebenermaßen ist es jedoch verlockend, bei den meist heißen Temperaturen (immerhin befindet sich Vegas mitten in der Wüste Arizonas) in einen der klimatisierten Busse zu steigen, die regelmäßig und pünktlich fahren.

Als leidenschaftliche Esserin zog es mich natürlich immer zu den tollen Buffets. Egal ob im Hotel oder in Restaurants, fast überall bekommt man für einen ziemlich guten Preis (etwa 20 Dollar) eine riesige Auswahl an tollen Speisen, einschließlich vieler vegetarischer Gerichte.

vegas

Die Hotels dort haben mit denen in anderen Orten eigentlich wenig gemeinsam. Klar, man kann dort übernachten. Aber auch ansonsten sind die Hotels ein Erlebnis für sich. Die meisten Hotels haben sich einem Thema verschrieben und sind dementsprechend aufgebaut und eine Sehenswürdigkeit für sich.

Wenn man etwas länger in Vegas bleibt, kann man gut und gerne mehrere Tage mit dem Hotelsightseeing verbringen. Wer wollte schon immer mal gerne nach Venedig? Nutzt die Chance und besucht beispielsweise das Venetian Hotel Vegas, welches Venedig nachgebaut ist und sogar Gondelfahrten anbietet.

Im Bellagio Hotel, unter anderem Drehort für „Ocean´s Eleven", lässt sich der botanische Garten bestaunen.

Auch wenn ich kein Fan von Glücksspielen bin, kann man Las Vegas nicht verlassen haben ohne die Casinos zu testen. Und ich muss gestehen, dass es wahnsinnig Spaß machen kann. Da ich selbst im berühmten MGM Grand Hotel übernachtete, habe ich meine Zeit hauptsächlich dort verbracht.

Dieses wirklich riesige Hotel bietet auch eines der größten Casinos der Stadt. Neben all den typischen Roulette-Spielen und Poker, gibt es zudem eine Menge Spielmaschinen. Nach einigem Ausprobieren bin ich an der Michael-Jackson-Spielmaschine hängen geblieben.

Müsste ich es in einem Satz zusammenfassen, würde ich nur schreiben: Vegas rockt!

Allein die Tatsache, dass nach jedem Gewinn eines seiner Lieder aus den Boxen in voller Lautstärke dröhnt und es ein Konzertfeeling vermittelt, hat dieses Erlebnis einmalig gemacht. Na ja, der Gewinn von etwa 55 Dollar war natürlich auch schön - „Beginner´s luck" gibt es tatsächlich.

Im Vergleich zu vielen anderen US-Städten sind Übernachtungen in den Hotels in Vegas zudem auch erschwinglich. Das 5-Sterne-MGM-Grand gibt es bei rechtzeitiger Buchung durch Vergleichsportale schon ab etwa 60 Euro. Für den Preis bekommt man in New York City nur ein sehr einfach ausgestattetes Zimmer in einer schlechten Lage.

Weder an gutem Essen, Mode oder an Glücksspielen interessiert? Und eine schnelle, spontane Hochzeit steht auch nicht an? Dann bietet sich von Vegas aus natürlich die Fahrt in den Grand Canyon Nationalpark an, welcher zwar etwa vierhundert Kilometer entfernt ist, aber eine absolut atemberaubende Landschaft bietet. Einen Besuch dieses Nationalparks kann ich nur wärmstens empfehlen während eines Urlaubs in der Region.

Ein kleiner Tipp noch zum Schluss: Natürlich kann man auch mit dem Flieger nach Las Vegas reisen. Wenn man sein Geld aber lieber in Vegas selbst ausgeben möchte, statt für die Hin- und Rückfahrt, empfehle ich Busfahrten. Für die etwa 400 Kilometer lange Fahrt zahlt man bei rechtzeitiger Buchung etwa zehn Dollar.

Auch wenn es nicht die interessanteste Strecke sein mag, lernt man so doch das Land besser kennen als wenn man nur fliegt. Und Dank des kostenlosen WiFi in den Bussen muss man sich auch nicht vor eventueller Langeweile fürchten.

Soviel zu meinen Eindrücken, und ansonsten gilt auch für mich „What happened in Vegas, stays in Vegas."

Mehr über mich findet ihr auf www.arzotravels.com

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