BLOG
09/04/2016 13:01 CEST | Aktualisiert 10/04/2017 07:12 CEST

Wir machen uns die Wunder selbst!

Jupiterimages via Getty Images

Ich kann es verstehen, wenn jemand sagt, "bleib mir mit diesem Religionszeug vom Hals". Denn Kirche ist meistens so langweilig, dass man dabei einschläft oder so fernab der Lebenswelt eines Durchschnittsmenschen, dass man schon zum Schluss kommen kann, "was soll ich da eigentlich"? Das Interessante ist nur, dass die meisten der Sichabwendenden gar keine Atheisten werden. Gott sei Dank, sage ich da als Geistlicher.

Geglaubt wird viel, auch von kirchenfernen Menschen. Es gibt diesen Spruch, der besagt, man müsse zwangsläufig Atheist werden, wenn man sich die Tagesschau ansieht. Aber sobald man seinen Blick in die Unendlichkeit des Alls richtet, die perfekte Präzision in der Natur, dem fällt es schwer an Zufälle zu glauben. Da drängt sich der Gedanke dann doch auf, dass da "etwas" ist, das über unseren Verstand und das, was die Wissenschaft heute weiß, weit hinaus geht.

Fragen sie mal einen Künstler. Er wird ihnen sicher berichten können von diesen Momenten, in denen "es" einem zufliegt. Oder erinnern Sie sich daran, wie plötzlich Wege sich öffneten, wo vorher eine gedankliche Wand zu sein schien. Wir alle kennen das, es ist Teil des Lebens, so normal, dass wir dieses bemerkenswert Wunderbare oft, viel zu oft übersehen.

Unsere mentale Kraft ist eine schöpferische Kraft, sie gibt uns die Möglichkeit, selbst etwas zu erschaffen. Das bedeutet nicht, jemandem etwas wegzunehmen. Die Natur regelt Dinge niemals auf diesem Wege. Sie lässt zwei Grashalme dort wachsen, wo vorher einer gewachsen ist. Kreative Kraft ermöglicht den Menschen genau dasselbe. Das Gute ist unendlich, man muss sich "nur" konsequent dafür entscheiden.

Versuchen es einmal. Wechseln Sie bewusst mit Ihrem Fokus zu Gedanken über Mut, Kraft, Inspiration und Harmonie. Reden Sie sich Schlechtes nicht schön, aber verharren Sie nicht darin. Wenden Sie Ihre Gedanken immer und immer wieder aufs Neue den Lösungen, dem Schönen und Guten zu.

Sie sehen das Leben dann in einem anderen Licht. Alte Dinge gehen dahin, alle Dinge sind neu geworden, sie sind gleichsam spirituell neu geboren. Diese guten Gedanken strahlen aus. Sie ziehen neue und erfolgreiche Begleiter an, und das wiederum verändert ihr Umfeld, so dass sich ihre Welt und Ihr Leben, ihre Umgebung, ihre Umstände und Gegebenheiten verwandeln.

Jesus sagte es in einem Gleichnis (Matthäus 21:21): "Ich versichere euch: Wenn ihr Vertrauen zu Gott habt und nicht zweifelt, könnt ihr (...) sogar zu diesem Berg sagen: 'Auf, stürze dich ins Meer' und es wird geschehen." Dabei sei es wichtig keinen Zweifel zu haben, keine Ambivalenz und vor allem keine Angst. Die Intention soll rein und klar sein. Dann kann Raum für "Wunder" entstehen. Versuchen Sie es doch einfach mal. Es kostet nichts und tut nicht weh.

Der Autor ist der theologische Leiter der libertären Christian Universal Life Church.

Webseite der Weltkirche

Webseite auf Deutsch

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.

Auch auf HuffPost:

Video: Studie zeigt Religionsverschiebung: Forscher sicher: Bis 2070 mehr Muslime als Christen

Lesenswert: