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16/12/2015 11:56 CET | Aktualisiert 16/12/2016 06:12 CET

Was ist echtes Glück?

Es gibt eine Wahrheit, die ebenso wo wahr wie unbekannt ist - und dadurch Quelle vieler seelischer Bekümmernissen:

Realität ist das, was wir fühlen

Natürlich gibt es eine objektiv messbare Ebene der Realität, nennen wir es die äußere Realität oder Ebene der äußeren Manifestationen. Für gewöhnlich halten wir diese äußere Realität für den eigentlichen Ort der Existenz dessen, was wirklich ist. Unserer Gefühlswelt, der inneren Wahrheit unserer Seele weisen wir dabei nur eine untergeordnete Rolle zu.

Dabei ist es tatsächlich genau umgekehrt. Unser klassisches Weltbild gleicht dem Schwanz, der mit dem Hund wedelt. Denn in Wahrheit folgt nicht unsere innere Wahrheit der äußeren, sondern die äußere Realität ist eine Folge unserer inneren Realität. Das klingt esoterischer als es ist, wie wir gleich sehen werden.

Beispiele aus dem Leben?

Ein simples Beispiel: Eins und eins mögen immer zwei ergeben. Keine Frage. Alle bereits nervös zuckenden Naturwissenschaftler dürfen beruhigt sein. Aber: was ist zwei? Viel oder wenig? Angenehm oder unangenehm? Gut oder schlecht? Zwei hat für uns keinerlei Relevanz, solange bis wir daraus in uns etwas machen, der Zahl eine Bedeutung, eine subjektive Realität verleihen. Frau Müller hat möglicherweise 100.000,- Euro auf ihrem Sparkonto.

Aber was sind 100.000,- Euro? Viel Geld oder ein Almosen? Ein finanzielles Ruhekissen oder die letzte Biegung vor dem Abgrund? Realität ist das, was wir fühlen, unabhängig von der objektiv messbaren äußeren Realität. Wenn wir verstehen wollen, was ein Mensch wirklich will, dann führt kein Weg daran vorbei, uns auf seine ganz eigene Realität einzulassen, ohne Vorbehalte und ohne diese von Vorhinein in Frage zu stellen, womöglich sogar in Bezugnahme auf „objektive" Fakten.

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Ein Beitrag der ULC Kirche Deutschland

Zur Beruhigung des einen oder anderen vielleicht an dieser Stelle unruhig gewordenen Psychiaters sei betont: wir gehen bei diesem Konzept immer vom regelrechten Erleben psychisch gesunder Menschen aus, nicht von wahnhaft gestörten Patienten. Ein Merkmal genau dieser bemitleidenswerten Menschen ist ja genau der Verlust einer gesunden Wechselwirkung von innerer und äußerer Realität.

Es gibt nur zwei Gefühle!

Im Grunde existieren, um es etwas zu vereinfachen, nur zwei Fundamentalgefühle: sich gut fühlen und sich schlecht fühlen. Zu den ersteren, den angenehmen Gefühlen gehören die Basisgefühle Liebe, Freude, Erleichterung, Lust, etc. Zur zweiten Kategorie, den unangenehmen Gefühlen gehören Angst, Hass, Trauer, Neid, Ekel, etc. Alles, was Sie erleben, wirklich alles, geht auf diese sehr grundlegenden Gefühle zurück, die nichts weniger als die Kristallisationspunkte unserer Realität sind.

Und als ob das noch nicht genug wäre, kann man beobachten, dass diese Gefühle innerhalb ihrer Fundamentalgruppen untereinander die Form wechseln können. Das bedeutet, Angst kann sich als Wut darstellen, Trauer als Hass, Neid als Angst, Ekel als Wut und so weiter. Auch die Bildung komplexerer Strukturen lassen sich beobachten.

Selbst, wenn wir mit etwas Mühe an unsere Basisgefühle gelangen, können wir also leider noch nicht sicher sein, dass der Hass, den wir dort antreffen wirklich schon das eigentliche Gefühl ist! Und da wird es kompliziert, aber man findet sich neu zurecht, hat man es erst einmal durchschaut. Dann lacht einem ein neuer Morgen frisch entgegen und die Welt sieht gleich ganz anders aus.

Hier geht es zur Seite der Universal Life Church.

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