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24/11/2015 06:42 CET | Aktualisiert 24/11/2016 06:12 CET

¡Hola! aus Madrid: Die Huffington Post hat Großes vor - 2016 und darüber hinaus

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¡Hola!

Ich schreibe aus Madrid, wo wir gerade mitten in unserem internationalen HuffPost-Treffen sind. Es waren produktive und inspirierende Tage. Chefredakteure und Geschäftsführer aus der ganzen Welt sind zusammengekommen, um über den spannenden Weg zu sprechen, der vor uns liegt und den nächsten Schritt unserer internationalen Expansion zu diskutieren.

Es wäre unmöglich, alles, was wir international erreicht haben, hier zusammenzufassen, aber ich wollte uns alle zusammenbringen - wenn schon nicht in der selben Stadt, dann zumindest hier in diesem Text -, um einige Highlights zu teilen und einen Blick nach vorne zu werfen.

Einige von uns sind Samstagnacht in Spanien angekommen, pünktlich für das El Clasico Real Madrid Fußballspiel (sorry, fútbol) gegen Barcelona. Am Montagmorgen kamen dann alle anderen. Gastgeber waren Juan Luis Cerebrián und José Luis Saint, die Chefs von Prisa, dem spanischen Medienunternehmen, dem "El País" gehört und das Partner unserer spanischen El Huffington Post ist.

Und heute Abend werden wir zusammenkommen für einen Empfang in der schönen Residenz des US-Botschafters in Spanien, James Costos, gefolgt von einem Dinner - welches ganz nach spanischer Tradition nicht vor 21.30 Uhr beginnen wird - und einer Cello-Vorführung der Marseillaise. Das Zusammentreffen ist noch nicht zu Ende, aber etwas Großartiges haben wir bereits erreicht - gefeiert, wo wir heute sind und geplant, wo wir 2016 und darüber hinaus hin wollen.

In zehn Jahren hat die HuffPost einen unglaublichen Weg zurückgelegt- von der einsprachigen Ausgabe hin zu Veröffentlichungen in zehn Sprachen, von einer auf die USA fokussierten Seite hin zu einem global agierenden Medienunternehmen auf 15 Märkten. Unser internationales Publikum ist inzwischen größer als unser US-Publikum - 52 Prozent des Traffics kommt von außerhalb der USA. Noch 2011 hätte das niemand für möglich gehalten als wir mit der HuffPost Kanada die erste internationale Ausgabe starteten.

Wir haben dieses globale Wachstum dadurch erreicht, dass wir das Beste der Huffpost auf jeden neuen Markt bringen, während wir bei unserer Kern-DNA bleiben, die darin liegt, unsere Leser zu informieren, zu inspirieren, zu unterhalten und zu empowern. Unsere internationale Reichweite eröffnet uns die einzigartige Möglichkeit, Geschichten in der ganzen Welt zu verbreiten - unser Interview mit Präsident Barack Obama, das außergewöhnliche „Highline"-Stück über die Mütter des IS und unsere Berichterstattung über die Weltmeisterschaft und die griechischen Wahlen sind nur ein paar Beispiele unseres weltweiten agierenden Newsroom.

Die aktuellen Ereignisse in Paris haben erneut bewiesen, wie gut all unsere Redaktionen in Echtzeit zusammenarbeiten und welche enormen Vorteile das hat. Mehr als 150 Texte wurden übersetzt oder übernommen. Unsere Redakteure auf der ganzen Welt habendutzende Videos produziert. Wir hatten exklusive Stimmen aus Paris auf allen HuffPost-Ausgaben der Welt. Blog-Posts von Anne Sinclair, der Herausgeberin der HuffPost Frankreich, wurden in alle Sprachen übersetzt, dasselbe gilt für Augenzeugenberichte und Schilderungen von Parisern, wie sie mit den Attentaten klarkommen.

Menschen weltweit kamen bei uns zu Wort und haben ihre Sicht auf diese schrecklichen Ereignisse geschildert. Auch die Texte von Lucia Annunziata, der Herausgeberin der HuffPost Italien und die ausführlichen Analysen von Howard Fineman, dem internationalen Chefkorrespondenten der HuffPost, sind in vielen Redaktionen übersetzt worden.

Im Rahmen unserer globalen "What's Working"-Initiative, haben wir auch einen Fokus auf Geschichten gelegt, die unsere Reaktion auf den Terror und das Mitgefühl in Folge des unvorstellbaren Unglücks beleuchteten - so haben wir beispielsweise von den Parisern berichtet, die ihre Türen öffneten, um Menschen während der Terrorattacken Schutz zu bieten (#PorteOuverte) und über Eltern, die ihren Kindern dabei halfen, ihre "Emotionen zu malen".

Jede Redaktion auf der Welt hat „What's Working" bisher auf ihre eigene Art und Weise umgesetzt. Von HuffPost Indien mit ihren Mut machenden Geschichten über starke Frauen und den Ausbau beruflicher Ausbildung, bis hin zu HuffPost Griechenland mit ihren Texten über Mitgefühl und Güte in Zeiten von Sparpolitik und politischer Ungewissheit (HuffPost Griechenland feierte erst vor kurzem seinen ersten Geburtstag und hat bereits über zwei Wahlen und ein Referendum berichtet!).

Unsere deutsche Redaktion ist ganz vorne mit dabei, wenn es um das freundliche Willkommenheißen syrischer Flüchtlinge ging. Einer unserer deutschen Redakteure begleitete eine Gruppe Flüchtlinge über die serbische Grenze und erzählte ihre Geschichten hautnah mittels Text und Video.

Die HuffPost UK ist mit ihren Serien zu den Themen „mentale Gesundheit", „Auszeit von Technologie" und seit neuestem zu "Erschaffung des modernen Mannes" international führend im Bereich Lifestyle und Wohlbefinden geworden. Das haben sie vor allem dadurch erreicht, dass sie Diskussionen zu diesen Themen auf ihrer Plattform gestartet haben. Mit ihren drei „Beyond"- Serien haben die britischen Kollegen eine originelle Art entwickelt, über große Ereignisse zu berichten.

Dazu gehörten "Beyond Belief" ("Hintergründe des Glaubens"), "Beyond the Ballot" („Hintergründe der Wahlen") und "Beyond the Bombings" („Hintergründe der Anschläge"), bei denen durch multimediale Elemente und Infografiken über tiefergehende Zusammenhänge berichtet wurde.

Natürlich ist es auch Teil unserer HuffPost-DNA, dass wir uns selbst nicht zu ernst nehmen: Unser meistgesehenes Video dieses Jahr war mit mehr als 105 Millionen Views auf der Facebook-Seite von HuffPost UK "Katzen, die ihre menschlichen Diener trainieren".

HuffPost Canada, inzwischen die erfolgreichste Nachrichtenseite in ihrem Land, hat mit einer kreativen, neuen Art der Wahlberichterstattung experimentiert: Zur selben Zeit lief einen Livestream des Wahlabends auf der Startseite und auf Facebook.

Unser Team in Toronto trieb unsere internationale Berichterstattung der kanadischen Wahlen mit einmaligen Geschichten voran wie dem Bericht des Politikredakteurs Ryan Maloney über die Konsequenzen von Trudeaus Sieg für die ganze Welt. Vergangene Woche belegte die HuffPost Canada den ersten Platz bei den Canadian Online Publishing Awards von 2015 für Arti Partels Reportage zu mentaler Gesundheit.

HuffPost Spain ist, neben der Berichterstattung aus Spanien selbst, mit dem Hashtag #Mieuropa zur zentralen Informationsplattform für alle Themen aus Europa geworden. Ein wichtiger Teil dieser Berichterstattung war das exklusive Interview von Herausgeberin Montserrat Domínguez mit dem Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz.

Eines meiner liebsten Beispiele, in denen wir Machthaber zur Rechenschaft gezogen haben, kommt von HuffPost Italien, wo wir während der Frühlingswahlen die Namen aller Politiker veröffentlichten, von denen vermutet wurde, dass sie Kontakte zur Maffia haben. So konnten die Wähler innerhalb der „sauberen Liste" der Kandidaten wählen. Und im vergangenen Jahr hat die HuffPost Italien ein Netzwerk von Partnerschaften mit Organisationen erstellt, die an sozialen Aspekten arbeiten, zuhause und unterwegs.

Dieses Jahr hat HuffPost Maghreb eine wundervolle Serie gestartet, die das Leben der Frauen in ländlichen Gegenden der Region beleuchtet. Und HuffPost Arabi hat besonders Geschichten herausgestellt, die wir nur selten in der Berichterstattung der arabischen Welt hören.

Von der Geschichte eines irakischen Cellisten, der inmitten der Ruinen eines Terroristen-Anschlags auftritt, bis zu einem Stück über einen Künstler, der inspirierende Gemälde an den Wänden der syrischen Flüchtlingslager erschafft.

Bei unserem internationalen Treffen in Madrid war es wundervoll zu sehen, wie viel all unsere Ausgaben rund um unsere inhaltlichen Initiativen geschaffen haben. Unter der Leitung unserer neuen leitenden Redakteurin Liz Heron, die sich gerade hier in Madrid befindet, um von unseren internationalen Teams zu lernen, werden sich diese Initiativen nun noch beschleunigen.

Die HuffPost in Brasilien ist bereits seit langem Vorreiter in Sachen Videoproduktion speziell für Facebook und treibt Themen wie Frauen- und Menschenrecht extrem voran (Außerdem hat sich ihre Leserschaft in den letzten drei Monaten verdoppelt.)

HuffPost Australien (das Baby der internationalen HuffPost-Familie) ist im vergangenen August mit einer Video-First-Philosophie an den Start gegangen und mit 40 Millionen Video-Views bereits jetzt zum Marktführer geworden (Ihre Videos anzugucken lohnt sich. Die Bandbreite reicht von „Wenn Kanye West Präsident wäre" über „Triff eine Generation, die ohne Amokläufe großgeworden ist" bis hin zu "Coffee Art".)

HuffPost Rise, unsere eigene Guten-Morgen-Playlist, die wir letzte Woche in den USA gestartet haben, wird begleitet von Videos all unserer internationalen Ausgaben. Ein Herzstück unserer Mission.

Unser kontinuierliches Wachstum bedeutet auch, dass wir stetig neue Leser auf neuen Plattformen erreichen müssen. Auch an Orten, wo wir bislang noch keine internationale Ausgabe haben. Ein Beispiel dafür ist WeChat in China.

In einem wunderbaren Austausch lassen wir unsere internationalen Ausgaben an den Erkenntnissen, die wir in den USA gesammelt haben, teilhaben. Gleichzeitig bringen wir die besten Praktiken von jeder unserer Ausgaben in unsere Schaltzentrale in den USA ein. Unser globales Netzwerk gibt uns die einmalige Gelegenheit, neue Wege zu entdecken, wie wir noch mehr Menschen erreichen und unser Geschäft ausbauen können.

Japan und Korea sind die absoluten Vorreiter, was mobile angeht. In Korea kommen 90 Prozent des Traffics über mobile Endgeräte. Die HuffPost Korea hat damit die größte Leserschaft außerhalb der USA aufgebaut.

Das nächste Schritt unserer internationalen Expansion ist Huffpost Global Ventures, eine Möglichkeit, uns global zu verbreiten und über den bisherigen Ansatz hinauszukommen, Ausgaben in einzelnen Ländern zu starten. In Partnerschaft mit führenden Medien wird Global Ventures Kernelemente der HuffPost bündeln und sie in leichtere Modelle zusammenfassen. Das erlaubt es uns, noch viel schneller zu expandieren und mehr Menschen auf authentische Weise zu erreichen.

Sam Napolitano, der unser Entwickler-Team in den USA leitet, sprach bei dem Treffen davon, unsere technische Infrastruktur im kommenden Jahr im Hinblick auf eine Global-First-Denke anzupassen. Das Content Management System (CMS), die Analyse-Tools und Apps werden für alle zugänglich, damit Inhalte noch leichter und schneller unter den Ausgaben weitergegeben werden können.

Auf der geschäftlichen Seite war es schön zu sehen, wie geschickt und anspruchsvoll unsere weltweite Werbestruktur geworden ist. Wir haben durch das HuffPost Partner Studio in jedem Markt Native Advertising aufgebaut. Dadurch können die Werbepartner ein Publikum auf der ganzen Welt erreichen. Und Agora, unser internationaler Marktplatz, ermöglicht es Firmen, ein weltweites Publikum über digitale Anzeigen anzusprechen.

Weder dieses rasche Wachstum noch die Innovation wäre ohne eine starke Führung möglich gewesen. Unser leitender Geschäftsführer Koda Wang war maßgeblich daran beteiligt, ein globales Geschäftsmodell aufzubauen und unser internationaler Chefredakteur Nicholas Sabloff hat ausgezeichnete Arbeit darin geleistet, unsere Redaktionsteams auf der ganzen Welt zu leiten.

All unsere Redaktions- und Geschäftsleiter hier bei dem Treffen haben sich sehe gefreut, unseren neuen CEO Jared Grusd kennenzulernen, dessen Ehrgeiz unseren weltweiten Fußabdruck zu vergrößern so enorm ist, dass er seine zweite Woche als CEO bereits beim Launch der HuffPost Australien verbrachte.

Bis zum Ende dieses Jahrzehnts wollen wir in 50 Ländern erscheinen und viele Millionen mehr Menschen erreichen als heute. Und ich habe keinerlei Zweifel, dass wir genau das richtige Team haben, um dieses Ziel zu verwirklichen.

Beim Treffen in Madrid haben wir darüber gewitzelt, dass wir auf dem Weg zur globalen Herrschaft in Sachen Nachrichten sind. Nicht die düstere, Bond-Bösewicht-artige Art von Herrschaft. Eher die positive, gute Art von Weltherrschaft, ähnlich wie die von Taylor Swift oder griechischem Joghurt.

Und zum Schluss, da wir uns dem Ende dieser epischen griechischen Ausführungen nähern, möchte ich jedem einzelnen von euch dafür danken, was ihr getan habt und noch immer tut, um die Huffpost zu dem zu machen, was sie heute ist. Mit jedem rund um die Welt möchte ich die Freude teilen, die wir hier in Madrid fühlen.

¡Viva HuffPost!

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