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05/04/2016 12:04 CEST | Aktualisiert 06/04/2017 07:12 CEST

Ein Weckruf: Lass das Auto stehen, wenn du müde bist

Gettystock

Wir alle wissen, dass es gefährlich ist zu fahren, wenn man etwas getrunken hat. Aber wie verhält es sich, wenn man müde ist? Über 60 Prozent der Amerikaner geben zu, dass sie sich mindestens einmal im vergangenen Jahr hinter das Steuer gesetzt haben, obwohl sie müde waren. Dabei beeinträchtigt Schlafentzug unser Urteilsvermögen in dem gleichen Maße, wie es der Alkohol tut. Und die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verhalten in einem tödlichen Unfall endet, ist genauso hoch.

Es ist kein Zufall, dass die Todesfälle durch Trunkenheit am Steuer zwischen 1982 und 2014 um die Hälfte zurückgingen. Zurückzuführen ist es auf die gemeinsamen Bemühungen der Regierung, Non-Profit Organisationen und Sicherheitsexperten, die Einstellung zu Fahren unter Alkoholeinfluss zu ändern. Die Kampagne führte dazu, dass das Problem sehr viel ernster genommen wurde.

Fahren bei Müdigkeit ist eine nicht erkannte Seuche

Aber während die Gefahren der Trunkenheit am Steuer jedem bekannt sind, ist das Fahren bei Müdigkeit immer noch eine nicht erkannte Seuche. Studien haben ergeben, dass übermüdete Fahrer für 1,2 Millionen Unfälle pro Jahr mit 8000 Toten verantwortlich sind. Diese Zahlen sind ernüchternd, aber kaum überraschend.

Erst kürzlich belegte eine Studie, dass es zu kognitiven Beeinträchtigungen führen kann, die einem Blutalkoholspiegel von 0,5 Promille gleich kommen, wenn man 17 bis 19 Stunden auf den Beinen ist - das ist immerhin ein normaler Tag für viele von uns! Nur wenige Stunden mehr und es ist vergleichbar mit einem Blutalkoholspiegel von 1,0 Promille.

Aber es muss nicht soweit kommen. Wir dürfen nur nicht länger die Augen verschließen und müssen erkennen, dass Fahren bei Müdigkeit gefährlich ist. Deshalb hat sich die Huffington Post mit Uber und Toyota zusammengetan, um diesem Problem zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen und Leben zu retten. Wir wissen, dass wir Erfolg haben können, weil wir gesehen haben, was Mitfahrgelegenheiten gegen das Fahren unter Alkoholeinfluss bewirken können.

Als Uber in Seattle startete, fielen die Festnahmen wegen Trunkenheit am Steuer um zehn Prozent. In Kalifornien ging die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss bei Fahrern unter 30 Jahren um 60 pro Monat zurück.

Wenn Sie ein Arbeitgeber sind, dann nehmen Sie sich ein Beispiel an Firmen, die Uber geschäftlich nutzen und ihre Angestellten nach Überstunden auf diese Weise sicher vom Büro nach Hause bringen lassen. Und ihr anderen - lasst die Menschen, die euch am Herzen liegen, nicht selber fahren, wenn sie müde sind. Nehmt das Handy und ruft ein Taxi oder organisiert eine Mitfahrgelegenheit.

Schlaf macht einen essenziellen Teil der Gesundheit, des Glücks und des Erfolgs aus

Ob euch schon einmal beim Fahren die Augen zugefallen sind oder nicht, fast jeder hat irgendwann schon Erfahrung mit Erschöpfung gemacht. Wir beide haben als CEOs schon die eine oder andere schlaflose Nacht gehabt - oder auch Wochen oder Monate. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Aber wie viele Ärzte, Psychologen und Unternehmer haben auch wir verstanden, dass Schlaf einen essenziellen Teil der Gesundheit, des Glücks und des Erfolgs ausmacht. Und was das Fahren betrifft: auch der Sicherheit.

Den nächsten Monat lang wird Arianna diese Botschaft auf den Universitätsgeländen in Denver, Las Vegas, Nashville, Chicago, der Bay Area und im ganzen Land verbreiten. Sind Sie an einem Schlaf-Seminar interessiert, buchen Sie eine Fahrt mit Uber und Sie könnten die Gelegenheit haben, von Arianna begleitet zu werden.

Toyota verpflichtet sich dazu, jedem dabei zu helfen, hinter dem Steuer sicher zu sein und wird tausende kostenlose Nachtfahrten für Studenten anbieten, als Teil dieser Anti-Müdigkeits-Kampagne. Außerdem entwicklen wir bei Uber Technologie, die GPS und Daten des Beschleunigungsmessers vom Handy nutzt, um dabei zu helfen, gefährliches Fahrverhalten aufzudecken - und diese Fahrer von der Straße zu holen.

Hilf mit, dass Fahren bei Müdigkeit bald der Vergangenheit angehört. Das letzte Wort gehört Dr. Mark Rosekind, Administrator der National Highway Traffic Safety Administration: „Nicht jeder setzt sich angetrunken hinter das Steuer oder schreibt währenddessen Textnachrichten. Aber jeder wird irgendwann müde und viel zu oft noch bringen Fahrer sich und andere in Gefahr, indem sie sich ohne den nötigen Schlaf hinter das Steuer setzen."

Dieser Artikel erschien zuerst in der Huffington Post USA und wurde von Cornelia Lüttmann aus dem Englischen übersetzt.