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20/04/2016 11:49 CEST | Aktualisiert 21/04/2017 07:12 CEST

HuffPost RYOT: Lights, Camera, Impact

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Arianna

Vom ersten Tag an hat sich die Huffington Post aller zur Verfügung stehenden Mittel bedient, um die wichtigsten und unterhaltsamsten Geschichten unserer Zeit zu erzählen. Über die Jahre haben wir mit den neusten Technologien und Plattformen, die uns zugänglich waren, experimentiert und diese mit Begeisterung angenommen. Stets haben wir nach neuen Wegen gesucht, um unser immer wachsendes Publikum in aller Welt miteinzubinden und - was genauso wichtig ist - uns ein neues Publikum zu erschließen.

Heute darf ich also voller Begeisterung verkünden, dass die Huffington Post das Virtual Reality- und Informations-Unternehmen RYOT als Partner gewinnen konnte, um HuffPost RYOT zu erschaffen. Zusammen werden wir für unser globales Publikum das Video-Angebot der HuffPost um eine riesige Bandbreite an Video-Erfahrungen erweitern, von Virtual Reality über Filme in kompletter Länge bis hin zu 360°-Videos.

Wie jeder, der schon einmal über ein Headset VR erlebt oder sich 360°-Videos auf dem Handy angesehen hat, weiß, dass die Möglichkeiten unglaublich sind. Und RYOT bietet das technische Knowhow, das es braucht, um diese Erlebnisse möglich zu machen. RYOTs globale Vision wird angeführt von CEO und Mitbegründer Bryn Mooser, sein unglaublich kreatives Team hat diese Vision in die Tat umgesetzt und so das Publikum in Haitis größten Slum, zu einem Schutzprojekt für Elefanten nach Kenia und zu einer Inuit Heavy Metal-Band nach Baffin Island mitgenommen. Außerdem wurde ein Mann begleitet, der mit seinem Fahrrad auf Weltreise ist. Wir freuen uns, dass wir diese Inhalte dank unserer 15 internationalen Ausgaben unseren Usern in aller Welt zur Verfügung stellen können.

"Wir erzählen Geschichten voller Stärke"

Der wahre Grund aber, weshalb wir uns mit RYOT zusammen tun, ist der, dass RYOT nicht nur für die neusten, coolsten, glitzernden Technik-Spielzeuge steht. RYOT setzt die Spitzentechnologie für ein größeres Ziel ein: „Wir erzählen Geschichten voller Stärke, die die Menschen dazu motivieren, selbst aktiv zu werden" so beschreibt es RYOT selbst. Vielleicht ist es das Karma der Medien, aber RYOTs Mission ist es zu „informieren, zu unterhalten und durch eine neue Generation des Geschichten-Erzählens Wandel herbeizuführen." Das überschneidet sich auch mit der Mission der HuffPost: informieren, inspirieren, unterhalten und stärken.

Diese Mission wird in allem, was RYOT produziert, lebendig. Worte werden diesen Ergebnissen kaum gerecht. Einige Beispiele will ich hier aber doch nennen. RYOTs Kurzdokumentation Body Team 12 zum Beispiel. Die Dokumentation befasst sich mit den Helfern, die während der Ebola-Epidemie die grausige Aufgabe hatten, Leichen einzusammeln. HBO hat die Dokumentation gekauft, sie wurde für einen Oscar nominiert und gewann auf dem Tribeca Film Festival den Preis für die beste Kurzdokumentation. Filme, die von RYOT produziert wurden, wurden auf 40 internationalen Filmfesten gezeigt und haben insgesamt 11 Preise gewonnen.

Wir haben Technologie mit der Kunst des Geschichten-Erzählens verschmolzen

Natürlich kann man die wirkliche Bedeutung nicht in Preisen und Auszeichnungen messen. Es ist das Verschmelzen von Technologie und einem Ziel, das Virtual Reality wirklich transformativ macht. Es gibt kein besseres Medium, um Empathie zu wecken. Und die Empathie ist es, die wir brauchen, wenn wir uns der mannigfaltigen Krisen, denen wir uns gegenübergestellt sehen, wirklich annehmen wollen.

Das jedenfalls war unsere Erfahrung bei der Huffington Post während unserer Zusammenarbeit mit RYOT im letzten Jahr, als wir gemeinsam an The Crossing gearbeitet haben, einer Reportage über die Flüchtlingskrise in Griechenland. Wir haben Technologie mit der Kunst des Geschichten-Erzählens verschmolzen und konnten die Krise so zu etwas Greifbarem aus Fleisch und Blut machen, denn schon längst war die Flüchtlingskrise für viele Menschen zu etwas Abstraktem geworden. Und das ist erst der Anfang.

Jetzt, da ich RYOT in der HuffPost-Familie begrüßen darf, könnte ich gar nicht glücklicher sein. Ich freue mich darauf und bin gespannt, was die Zukunft für uns bereithält. Aktuelle Nachrichten, wichtige kulturelle Fragen im globalen Rahmen und Grenzen überschreiten, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass man etwas bewirken kann.

Klickt hier, um das Video auf dem Smartphone sehen zu können

Bryn:

David Drang und ich haben zusammen in Entwicklungsländern gelebt und gearbeitet. Anfang der 2000er Jahre waren wir zusammen in Westafrika. David arbeite an einem Trinkwasser-Projekt im Senegal und ich war ein Freiwilliger im Friedenscorps in einem kleinen Ort in Gambia. Ich half bei Wiederaufforstungsarbeiten der Gemeinde und bei dem Bau von Büchereien für die kleinen Schulen in der Region.

Dort wurde ich Zeuge davon, wie Technologie die Welt verändern kann. Dörfer, die nie eine Telefonleitung gekannt hatten, waren plötzlich durch Mobiltelefone miteinander verbunden und hatten eine Stimme in der globalen Kommunikation. Es war klar, dass Technik alles verändern würde.

In dem vom Erdbeben verwüsteten Haiti erlebte ich es erneut. David und ich wurden Zeuge davon, wie die sozialen Medien die Menschen auf eine nie zuvor dagewesene Weise zusammen brachten. Zellnetzwerke verbanden die Menschen und ermöglichten es, dass sie über geographische, kulturelle und soziale Grenzen hinweg miteinander sprechen konnten. Ich fand es interessant zu beobachten, wie die Menschen nicht nur vom Internet profitierten, sondern viel mehr wie auch das Internet einen Gewinn aus all den neuen Stimmen, Menschen und Ideen zog. Trotz der Möglichkeit direkt miteinander zu kommunizieren, so flossen die Nachrichten jedoch immer noch nur in eine Richtung.

Im Jahr 2012 haben wir RYOT ins Leben gerufen um das zu ändern. Anfangs hatte RYOT nur die einfache Mission, jede Nachricht mit Taten zu verbinden. Wir wollten erreichen, dass die Nachrichten den Menschen Motivation und Kraft gaben, statt sie zu deprimieren. Es sollte sie anspornen, statt sie zu entmutigen. RYOTs Weg war geprägt von unserer Suche nach neuen Technologien, die uns direkt in eine Geschichte hineinkatapultieren konnten.

Was wir fanden war Virtual Reality. Wir kauften ein paar GoPro-Kameras und begannen, überall auf der Welt zu filmen. Zum ersten Mal konnte man das Ausmaß und den Umfang der Nachrichten, die die Welt am meisten bewegten, wirklich erleben. Von dem Erdbeben in Nepal über die Straßen von Aleppo und die Strände von Lesbos bis hin zu den chaotischen politischen Geschehnissen in Amerika.

Wir werden Bürger, Journalisten und Aktivisten mit iPhones und GoPros ausstatten

Wir treten jetzt einen weiteren Abschnitt der Reise an und tun uns mit der Huffington Post zusammen. Durch unsere Adern fließt dasselbe Blut. Die Huffington Post wurde auch auf den Prinzipien erbaut, dass die Menschen dazu ermutigt und in der Lage sein sollten, ihre Geschichte mit ihrer eigenen Stimme zu erzählen. Gemeinsam statten wir die News Desks überall in der Welt mit Virtueller Realität aus und schaffen dadurch das weltweit größte 360°- und VR-Nachrichten-Netzwerk. Wir werden auch weiterhin preisgekrönte Dokumentationen produzieren und die Grenzen der Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality weiter verschieben um sie in den Dienst des Nachrichten- und Videojournalismus' zu stellen.

Wir werden Bürger, Journalisten und Aktivisten mit iPhones und GoPros ausstatten, um eine neue Riege von Geschichtenerzählern aufzubauen, deren Stimmen wir Gehör verschaffen wollen. Wir sind gespannt und lasse uns von dieser neuen Partnerschaft inspirieren. Wir sind bereit. Kommt mit, seid die Geschichte....

Dieser Blogpost erschien zuerst in der Huffington Post USA und wurde von Cornelia Lüttmann aus dem Englischen übersetzt.

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