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06/04/2016 06:09 CEST | Aktualisiert 07/04/2017 07:12 CEST

Was bleibt?

Hannibal Hanschke / Reuters

Diese Frage beschäftigt nicht nur die engsten Angehörigen, sondern immer auch einen erweiterten Bekanntenkreis. Ist die bewusste Person „öffentlich" - das erkennt man leicht angesichts der auf hunderten Meter durchgetretenen Billigflorware des roten Teppichs, - geht es denn um monetären oder spirituellen Nachlass? Die Klatschpresse ist in einem solchen Fall überengagiert. Man nehme sich, was man kann, was man kriegt. Natürlich war Herr Westerwelle ein Unikum und damit „fette Beute".

Jahrelang ein nicht gern gesehener Gast in schwulen Kreisen, hat sich Guido Westerwelle zuletzt krankheitsbedingt zurückgehalten und auf einmal wieder eine euphemistische Seite an sich entdeckt. Doch seine Krankheit war vorher schon offenkundig. Wenn es einem selbst schlecht geht, erkannt man vielleicht die Ungeheuerlichkeit seines Satzes von der spätrömischen Dekadenz.

Und es ging ihm zuletzt schlecht, sicher, doch einfache Leute mit Hartz4 müssen damit aus- und zurechtkommen. Ich kenne genug Leute, die Jahrzehnte schwer gearbeitet haben und dann arbeitsunfähig wurden. Denen ist Herrn Westerwelle's herabwürdigender Spruch gegenwärtig und sie kommen sich mega brüskiert vor.

Danke, Westerwelle, danke einmal mehr.

Dann folgt noch die Frage, ob sein - immerhin weitreichender - Einfluss auch nur einmal zugunsten der Schwulen in puncto Einführung der Schwulenehe herangezogen wurde. Nein, der aktuelle Stand ist, dass die viele Jahre mit einem Schwulen als Außenminister ihr nicht ein Minimum entgegnet wurde. Sie fühlt sich bei dem Thema „unwohl"! Wer wenn nicht der Vizekanzler hätte Merkel bewegen können, ihr „nein" zur Homo-Ehe zu revidierten, wenn schon Obama das weiße Haus in Regenbogenfarben ausleuchtet. Fakt ist, Westerwelle hatte sich sehr spät geoutet - alle wusstens's ja bereits. Er hat nicht einmal ein Minimum darauf gedrängt, dass schwule Paare auch Ehepaare sein können.

Erst als es ihm schlecht geht, entdeckt Merkel offenbar den „Menschen hinter dem Politiker. Ich kann in diesen Kanon nicht einstimmen, muss immer an die Menschen denken, die sich nur das allernötigste kaufen können, während eine wie frisch gestärkt daherkommende Oberschicht solche Bedenken sie längst mit Füßen tritt.

Diese Frage beschäftigt nicht nur die engsten Angehörigen, sondern immer auch einen erweiterten Bekanntenkreis. Ist die bewusste Person „öffentlich" - das erkennt man leicht angesichts der auf hunderten Meter durchgetretenen Billigflorware des roten Teppichs, - geht es denn um monetären oder spirituellen Nachlass? Die Klatschpresse ist in einem solchen Fall überengagiert. Man nehme sich, was man kann, was man kriegt. Natürlich war Herr Westerwelle ein Unikum und damit „fette Beute".

Jahrelang ein nicht gern gesehener Gast.in schwulen Kreisen, hat sich Guido Westerwelle zuletzt krankheitsbedingt zurückgehalten und auf einmal wieder eine euphemistische Seite an sich entdeckt. Doch seine Krankheit war vorher schon offenkundig. Wenn es einem selbst schlecht geht, erkannt man vielleicht die Ungeheuerlichkeit seines Satzes von der spätrömischen Dekadenz.

Und es ging ihm zuletzt schlecht, sicher, doch einfache Leute mit Hartz4 müssen damit aus-. und zurechtkommen. Ich kenne genug Leute, die Jahrzehnte schwer gearbeitet haben und dann arbeitsunfähig wurden. Denen ist Herrn Westerwelle's herabwürdigender Spruch gegenwärtig und sie kommen sich mega brüskiert vor. Danke Westerwelle, danke einmal mehr.

Dann folgt noch die Frage, ob sein - immerhin weitreichender - Einfluss auch nur einmal zugunsten der Schwulen in puncto Einführung der Schwulenehe herangezogen wurde. Nein, der aktuelle Stand ist, dass die viele Jahre mit einem Schwulen als Außenminister ihr nicht ein Minimum entgegnet wurde. Sie fühlt sich bei dem Thema „unwohl"! Wer wenn nicht der Vizekanzler hätte Merkel bewegen können, ihr „nein" zur Homo-Ehe zu revidierten, wenn schon Obama das weiße Haus in Regenbogenfarben ausleuchtet, Fakt ist, Westerwelle hatte sich sehr spät geoutet - alle wusstens's ja bereits. Er hat nicht einmal ein Minimum darauf gedrängt, dass schwule Paare auch Ehepaare sein können.

Erst als es ihm schlecht geht, entdeckt Merkel offenbar den „Menschen hinter dem Politiker". Ich kann in diesen Kanon nicht einstimmen, muss immer an die Menschen denken, die sich nur das allernötigste kaufen können, während eine wie frisch gestärkt daherkommende Oberschicht solche Bedenken sie längst mit Füßen tritt. Passenderweise ist eine Frau Veronica Ferres, Gast; in diesen Emporkömmling-angepassten Umfeld . Und Vicky Leandros darf natürlich nicht fehlen. Sie edelt jede Veranstaltung, bei der sie auftritt, mit ihrer Weltstar-Pose - das muss man auch mal fertigbringen, Weltstar nur in einem Land, nämlich Deutschland zu sein.

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