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05/12/2015 05:13 CET | Aktualisiert 05/12/2016 06:12 CET

Erbhomophobie - der verlust der abendländischen Werte droht

Es beginnt: Die Homophobie in Flüchtlingsunterkünften zeigt Auswirkungen. Erste Übergriffe auf homosexuelle Paare treten auf.

Homosexuelle Flüchtlinge stehen in der Hierarchie der Asylantenheime auf der untersten Stufe, werden oft aufs übelste von Mithäftlingen körperlich und psychisch malträtiert.

Von den Geflüchteten sollte eigentlich primär Dankbarkeit für die Aufnahme - wenn auch nur die Erstaufnahme kommen, doch ein respektvoller Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren ist Illusion. Was haben wir da erst zu erwarten, wenn Flüchtlinge auf Einheimische treffen?

In den Ursprungsländern - übrigens nicht nur muslimischen, sondern auch christlichen Ländern in Afrika - herrscht mit Bezug auf Scharia oder Bibelstellen eine "Erbhomophobie". Mit der Muttermilch und von Kindesbeinen an werden antischwule Dogmen eingehämmert.

Heranwachsenden wird erzählt, Homosexuelle äßen sich gegenseitig den Kot aus dem Darm und würden alle mit AIDS verseuchen. Die Strafen für Schwule in diesen Herkunftsländern sind meist drakonisch bis zur Todesstrafe.

Doch vor gerichtlicher Verfolgung finden oft schon lynchjustizartige Progrome statt. Diese Menschen werden nun hier mit schwulen oder lesbischen Pärchen konfrontiert, die Hand in Hand öffentlich Liebkosungen austauschen. Das kann zur Katastrophe führen.

Jedoch sind die Belange der Homosexuellen wie immer nachrangig. Wer fordert, Flüchtlinge sollten per Flugblatt oder in Landessprache beziehungsweise englisch gehaltenen Vorträgen darüber informiert werden, dass sie hier zu Lande die Werte einer aufgeklärten westlichen Gesellschaft, in der Homosexualität in allen Schattierungen erlaubt ist, zu achten haben, wird bestenfalls auf Unverständnis stoßen.

Es darf nicht sein, dass wir die in mühsamer Kleinarbeit für uns ausgehandelten und eingeforderten Rechte nun wieder gegen zugewanderte Fanatiker zu verteidigen haben. Wichtig wäre deshalb, dass sich eine Homo-Lobby zusammenfindet und sich bei den zuständigen Organen Deutschlands und der EU Gehör verschafft. Die Aussichten darauf dürften jedoch gering sein.

„Deine Zukunft wird fantastisch sein!" Hillary Clinton macht homosexuellem Jungen auf Facebook Mut

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