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24/11/2015 04:36 CET | Aktualisiert 24/11/2016 06:12 CET

Rezension "So, wie die Hoffnung lebt" von Susanna Ernst

Avosb via Getty Images

Die kleine Katie musste miterleben, wie ihr Vater die Mutter und Geschwister erschoss. Nach diesem traumatischen Erlebnis verstummt sie, kann mit niemandem sprechen. Sie kommt in ein Kinderheim, wo Betreuer und Gleichaltrige sich liebevoll um das Mädchen kümmern, sie jedoch nicht zum Reden bewegen können.

Der 2 Jahre ältere Jonah hat seine Familie bei einem Feuer verloren, das er selbst schwer verletzt überlebte. Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt wird er im gleichen Heim wie Katie untergebracht.

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Beide malen gerne und knüpfen dabei vorsichtig Kontakt. Mit viel Einfühlungsvermögen gelingt es dem Jungen nach und nach, an Katie heranzukommen und ihr Schweigen zu durchbrechen.

Vorsichtig und scheu nimmt das Mädchen schließlich Kontakt zu seinen Mitbewohnern auf - Jonah und auch sein Zimmergenosse und Freund Milow bleiben immer an Katies Seite und beschützen sie.

Zu Jugendlichen herangewachsen, verlieben sich Jonah und Katie ineinander, werden jedoch schon bald auseinandergerissen und verlieren schließlich durch eine Verkettung unglücklicher Ereignisse ganz den Kontakt zueinander.

Doch beide können einander nicht vergessen, wollen nicht ohne den anderen leben, suchen nacheinander und geben 17 Jahre lang nicht die Hoffnung auf, sich wiederzufinden.

Resümee:

Mit sehr viel Gefühl und Einfühlungsvermögen hat Susanna Ernst einen fesselnden Roman geschrieben - gleichermaßen voller Emotionen und Spannung. Dabei wird die Handlung bei aller Dramatik stets auch von viel Hoffnung und Zuversicht getragen, dass Jonah und Katie sich finden und miteinander glücklich werden können.

Viele überraschende Wendungen tragen immer wieder zum Erhalt der Spannung bei:

Mal wendet sich das Blatt in die dramatisch-tragische Richtung, dann wieder in die optimistisch-erwartungsvolle.

Alle Personen - egal welchen Charakters - werden vor dem inneren Auge lebendig, sodass der Leser mit ihnen leidet, fiebert, sich freut. Sogar mit dem manisch-depressiven Mason konnte ich mitfühlen, ihn verstehen.

Zur Authentizität trägt entscheidend bei, dass die einzelnen Kapitel in der Ich-Form aus Katies, vor allem aber Jonahs Sicht erzählt werden.

Gegliedert ist das Buch in 2 Teile - der erste spielt in der Kindheit Katies und Jonahs, vor allem im Kinderheim, der 2. erzählt ihr Leben als Erwachsene. Emotional und spannend sind beide gleichermaßen.

Fazit:

Ein toller Roman mit viel Gefühl und Spannung.

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