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12/08/2015 13:21 CEST | Aktualisiert 12/08/2016 07:12 CEST

Rezension "Schockschwerenot" von Ella Danz

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Die Rehaklinik in Dünenhöhe bei Heiligenhafen kennt der Lübecker Kriminalhauptkommissar Georg Angermüller bereits von privaten Besuchen: Seine Frau Astrid war nach ihrem Fahrradunfall dort Patientin. Nun jedoch wird er dienstlich dorthin gerufen, denn die Verwaltungschefin Maren Seemann ist während des Frühstücks in ihrem Büro gestorben.

Als Todesursache stellt man einen anaphylaktischen Schock fest, ausgelöst durch eine allgemein bekannte Kiwi-Allergie. Da das Notfall-Set ganz offensichtlich aus ihrer Handtasche entwendet wurde und auch sonst einiges verdächtig erscheint, geht man von Mord aus - zu Recht, wie sich bald zeigt.

Einen Tag später liegt auch Maren Seemanns Geliebter, Chefarzt Dr. Paulsen, tot in seinem Büro der Klinik - auch er wurde umgebracht.

Auffällig ist, dass neben beiden Leichen ein Stein mit dem Symbol eines Engelflügels gefunden wird.

Georg Angermüller und seine Kollegen begeben sich auf Tätersuche im privaten und beruflichen Umfeld der Verstorbenen. Diese gestaltet sich jedoch schwierig, da weder die Kollegen noch Dr. Paulsens Ehefrau sonderlich betrübt über das Ableben der beiden sind.

Ein zweiter Haupthandlungsstrang dreht sich um Karolin Berner, die neue, sehr sympathische Betreiberin der Klink-Cafeteria. Nachdem ihr Lebensgefährte ihr Konto leergeräumt hat, hat sie sich von ihm getrennt. Er jedoch sucht weiterhin heimlich den Kontakt zu Karos 11-jähriger Tochter und schreckt nicht davor zurück, die Räumlichkeiten zu verwüsten, in denen seine Ex-Freundin ein Bistro eröffnen wollte.

Karo ist es schließlich, die mit ihrer scharfen Kombinationsgabe zur Klärung der Mordfälle beiträgt.

Resümee:

Auch dieser Fall des "Feinschmeckerkommissars" Angermüller ist wieder sehr spannend. Es gibt einige Tatverdächtige und dem Leser bleibt viel Raum zum Mitkombinieren. Dabei sorgen ein kontinuierlich aufrecht gehaltener Spannungsbogen,neue Informationen und Wendungen sowie Cliffhanger dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.

Versteckte Hinweise auf den Täter werden gelegentlich unauffällig eingestreut, die Lösung des Falles bahnt sich aber erst gegen Schluss an und lässt den Leser schließlich betroffen zurück.

Dabei laufen die Ermittlungen in gewohnter Manier ruhig ab, ohne atemberaubende Verfolgungsjagden und blutrünstige Szenen.

Die Charaktere sind klar umrissen herausgearbeitet und werden in Aussehen und Wesen vor dem geistigen Auge des Lesers lebendig. Hierzu passt es gut, dass das Privatleben von Georg Angermüller und Karolin Berner nicht ausgespart, sondern moderat in die Handlung eingeflochten

ist.

Und last but not least befinden sich im Anhang die im Buch erwähnten Rezepte.

Fazit: Auch der 9. Fall Angermüllers ist wieder sehr spannend und problemlos ohne Kenntnis seiner Vorgänger zu lesen.

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