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22/08/2015 15:38 CEST | Aktualisiert 22/08/2016 07:12 CEST

Rezension "Dreikampf" von Sabine Fink

Die Erlanger Kriminalhauptkommissarin Maria Ammon will als Ersatz für einen erkrankten Kollegen am Triathlon teilnehmen, der jedes Jahr am zweiten Juli-Wochenende im mittelfränkischen Roth stattfindet. Am Vorabend des Großereignisses findet sie auf dem Wettkampfgelände in einer Kabine der Herrentoilette einen Toten. Dem Anschein nach wurde ihm eine auto-erotische Praxis zum Verhängnis.

Doch sowohl Maria als auch die Familie und der Lebensgefährte des Toten glauben nicht an einen Unglücksfall, sie gehen vielmehr von Mord aus. Diese These bekommt dadurch Nahrung, dass es im Verlauf der Challenge zu mehreren mysteriösen Vorfällen kommt: Ein Radfahrer stürzt schwer und fällt ins Koma, ein anderer Teilnehmer erliegt vergiftetem Essen und ein Schwimmer stirbt ebenfalls.

Das können keine Zufälle sein!

Als auch jemand in Maria Ammons direktem Umfeld ums Leben kommt - scheinbar ebenfalls durch eine missglückte auto-erotische Stimulation - ruht sie nicht, bis die Fälle aufgeklärt sind.

Die private Situation der Kommissarin nimmt einen breiten Raum ein:

Von ihrem Mann Andreas getrennt, lebt sie mit ihrer 13-jährigen Tochter bei ihren Eltern. Doch es gibt immer wieder Reibereien mit Andreas, weil er Zusagen nicht einhält.

Und die Beziehungen sowohl zu Olaf als auch zu Perez scheinen nicht eindeutig geklärt zu sein.

Aber Praktikantin Michelle ist eine gute Freundin geworden und hat nicht nur beruflich, sondern auch privat so manchen guten Tipp parat.

Resümee:

Der Krimi ist temporeich und sehr spannend. Im Verlauf der Handlung werden immer wieder vielversprechende Lösungsansätze angeboten, die der Leser zusammen mit Maria Ammon und ihren Kollegen verfolgen kann. Neue Ereignisse und Informationen sorgen dabei stets für überraschende Wendungen. Auch ich ließ mich so manches Mal auf eine geschickt ausgelegte Fährte locken, die dann in die Irre führte.

Die Lösung des Falles / der Fälle war dann sehr überraschend - obwohl schon im Verlauf der Handlung angelegt und durchaus logisch.

Zwei Kritikpunkte:

• Die Vielzahl der Namen und deren Zuordnung zu den entsprechenden Personen und deren unterschiedlichen Rollen war für mich am Anfang sehr verwirrend und erschwerte den Einstieg ins Geschehen.

• Maria Ammons Privatleben spielt für die Story zwar eine gewisse Rolle, steht mir aber viel zu stark im Mittelpunkt.

Dass ich mit den Personen und der Handlung nicht so richtig warm geworden bin, kann ich nicht der Autorin anlasten, sondern das lag wohl eher an der regionalen Einbettung und dem thematischen Umfeld.

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