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14/04/2014 12:02 CEST | Aktualisiert 14/06/2014 07:12 CEST

Nachhaltiger Lebensstil im Trend

Grün oder „öko" hat heutzutage nur noch wenig mit den alten Klischees von Sack- und Asche-Look und Grünkernbratlingen zu tun. Ganz im Gegenteil: Es wird immer mehr zum Trend, sich um grüne Themen Gedanken zu machen. Und das in allen Lebensbereichen. Klassischer Einstieg ist eine gesunde Ernährungsweise - Bio-Lebensmittel sind heutzutage leicht zugänglich und reichhaltig vorhanden. Nachhaltig leben kann man aber auch darüber hinaus. Der gesamte private Konsum lässt sich grün gestalten. Und das hat positive Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Von Naturkosmetik, Eco Fashion, nachhaltig designten Accessoires und Möbeln, umweltfreundlichen Alternativen für Büro, Haushalt und Garten, energiesparenden Technologien und Mobilität bis hin zum Ökotourismus und zu ethischen Finanzprodukten - das Angebot wächst.

Lebensqualität statt Verzicht

Bei einem grünen Lebensstil geht es nicht um Verzicht und erhobenen Zeigefinger, sondern darum sich bewusst zu machen, wie man sein Leben gestalten möchte. Indem man für sich selbst und sein eigenes Handeln Verantwortung übernimmt, bewusst und strategisch konsumiert, steigt gleichzeitig die Lebensqualität. Schon mit den ersten Schritten hin zum Green Lifestyle fühlt man sich besser und gesünder (LOHAS = Lifestyle of Health and Sustainability). Zugleich leistet man einen Beitrag für Umwelt und Natur sowie einen sozialen und fairen Umgang miteinander. Positiver Nebeneffekt ist ein gutes Gewissen.

Wer einmal damit begonnen hat, über sein Konsumverhalten nachzudenken, der möchte mehr wissen über die Hintergründe. Wie wird ein Produkt hergestellt? Welche Materialien und Wertstoffe werden dafür verwendet? Woher kommen diese Stoffe? Wie werden die Menschen behandelt, die an der Rohstoffgewinnung und Herstellung beteiligt sind? Wie sind die Transportwege? Was passiert mit ausgedienten Waren? Gibt es Möglichkeiten des Recyclings? All diese Aspekte sind in nachhaltigen Konsumgütern deutlich transparenter als bei konventionell erzeugten Artikeln. Ethik, Moral und Wahrhaftigkeit sind wichtige Faktoren für die Hersteller grüner Produkte und untermauern ihre Glaubwürdigkeit.

Upcycling als eine Spielart der Nachhaltigkeit

Immer größere Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit nachhaltiger Herstellung erfährt das Upcycling. In Zeiten der Ressourcenknappheit greifen kreative Köpfe die Idee aus Großmutters Zeiten auf, ausgediente Gegenstände in eine neue Form zu bringen und so dem Ausgangsmaterial ein zweites Leben einzuhauchen. So werden Produktionsreste oder Materialien, die eigentlich entsorgt würden, im Lebenszyklus gehalten und zu einem neuen Produkt aufgewertet. Anders als in der Nachkriegszeit oder wie z.B. in Afrika in Zeiten von Not und Armut stehen beim heutigen Upcycling Design und Individualität im Vordergrund. Das Wiederverwenden scheinbar nutzloser Materialien oder Produktionsreste kombiniert mit Ideen, Kreativität und handwerklichem und/oder künstlerischem Geschick führt zur Aufwertung. Ergebnis sind stylische Objekte unterschiedlichster Art. Es entstehen individuelle Produkte, die sich aufgrund ihrer Einzigartigkeit komplett vom Mainstream abheben.

Gut gekleidet mit Upcycling-Fashion; designte Upcycling-Möbel für Bad, Küche, Kinderzimmer und Wohnzimmer und auch für Terrasse und Balkon; praktische und schicke Taschen und Rucksäcke, Portemonnaies, Handy- und iPad-Hüllen sind Beispiele für geglückte Upcycling-Produkte.

Ausgangsmaterial sind zum Beispiel alte Paletten, Flaschen, Metalltonnen, Tee- und Kaffeesäcke, Sitzgurte, Feuerwehr- und Fahrradschläuche - selbst Bonbonpapier wird verwertet. Aus recycelter Pappe oder recyceltem Kunststoff und alten Stoffen werden Kinderspielzeuge und Stofftiere. Etablierte Labels wie Feuerwear, ragbag, SAG + SAL, reditum, Bag to Life, Illustris+, Marron Rouge oder andercover machen viel Freude mit ihren ausgereiften Produktideen.

Weiteres Wachstum erwartet

Die unterschiedlichen Ausprägungen eines nachhaltigen Lebensstils und die Auswahl nachhaltiger Produkte werden sicherlich noch weiter zunehmen, denn auch wenn es sich für jeden einzelnen manchmal nur wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein anfühlen mag, so wächst doch die Zahl derjenigen, die umdenken und zu einer Verbesserung der Lebensumstände für sich selbst und für unseren Planeten beitragen wollen.

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