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25/12/2016 06:38 CET | Aktualisiert 26/12/2017 06:12 CET

Nicht schon wieder - unerfüllter Kinderwunsch

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Nicht nur das Warten und Hoffen zerrt an den Nerven. Nein. Die Freundinnen, Nachbarinnen, Kolleginnen bekommen ein Kind nach dem anderen. Und es sind nicht nur die 9 Monate, während der Bauch wächst. Wenn das Baby da ist, geht es weiter.

Beide leiden. Beide schweigen.

Sie fühlen sich schlecht, werden neidisch, fühlen sich noch mieser - deswegen. Die schwangere Freundin fühlt sich schlecht, weil es bei ihr geklappt hat und weiß, dass Sie doch schon so lange warten. Ein schier unüberwindbares Tal breitet sich aus. - Wie es auch mit Fremden entstehen kann, wenn gefrag wird „haben Sie Kinder?" Darüber habe ich im „Small-Talk Killer" geschrieben.

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Warum ist es so schwer durch dieses Tal hindurch zu gehen? Es ist so schwer, weil es in die Tiefe geht. Weil plötzlich die Wege auseinander führen. Angst kommt auf. Hält unsere Freundschaft stand, wenn die Gemeinsamkeiten verloren gehen. Kann ich der Freundin meine Gefühle zuMUTen?

Fehlen die Worte, um auszusprechen, wie Sie sich fühlen, dann nehmen Sie sich die Zeit und schreiben Sie einen Brief. Sie brauchten Ihren Schmerz nur einmal zu formulieren. Mit diesem Brief erreichen Sie alle gleichzeitig. Und Sie können sich Zeit lassen, die „richtigen" Worte zu finden. Und die anderen können in Ruhe lesen ohne sofort reagieren zu müssen. Sagen Sie auch gleich dazu, was Sie brauchen - und was Sie nicht wollen.

Mit-teilen

Nicht allein bleiben mit seinem Gefühl. Aussprechen, was weh tut. Herausfinden, was hilfreich sein kann. Und machen Sie sich bewusst, was gar nicht geht. Ja, das ist nicht leicht, aber langfristig besser, als einen Schmerz mit sich herum zu schleppen oder Traurigkeit zu verbergen. Sie sind wichtig und die Gefühle gehören zu Ihnen. Also sind auch sie wichtig!

Lieber ein Wort zu viel, als eins zu wenig.

Damit habe ich persönlich gute Erfahrungen gemacht und in meiner Arbeit als Coach erlebe ich es auch immer wieder bei anderen, dass das Leben leichter wird, wenn sie sich mitteilen. Meistens fehlt es nicht an Worten, sondern am Mut, etwas anzusprechen und auszusprechen.

Wenn Sie unsicher sind, wegen der Reaktionen und was Sie dann sagen sollen, bereiten Sie sich vor! Ich helfe Ihnen gern dabei. Mir liegt es sehr am Herzen, Menschen zu unterstützen, sich selbst mutig zu vertreten. Bei mir brauchen Sie keine Angst zu haben, etwas „falsches" zu sagen! Denn ich weiß als MakellosKinderlos-Coach, wovon Sie reden.

Denken Sie daran: Kinderlosigkeit ist kein Makel!

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