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22/08/2015 15:28 CEST | Aktualisiert 22/08/2016 07:12 CEST

Intensive Bemühungen um nachhaltigen Frieden in Kolumbien

Der anhaltende Friedensprozess mit der FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens), der im Juni durch die Intervention von Friedensbotschafter Sri Sri Ravi Shankar eine entscheidende Wende erfahren hat, verzeichnete diese Woche einen weiteren wichtigen Meilenstein in Richtung Stabilität und Gewaltlosigkeit.

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Foto: Großer Schritt vorwärts im kolumbianischen Friedensprozess - die FARC arbeitet mit Nachdruck an dem Ende Juni vereinbarten Friedensprozess

Nach den vielversprechenden Friedensgesprächen zwischen der FARC Führung und Sri Sri Ravi Shankar Ende Juni diesen Jahres in Havanna, Kuba, bei denen die FARC in einer gemeinsamen Pressekonferenz einen einseitigen Waffenstillstand erklärte, unterstützt der Gründer von Art of Living weiterhin die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden in Kolumbien.

Auf Initiative Sri Sri Ravi Shankars trafen sich der erste Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Dr. Luis Moreno Ocampo und eine Friedensdelegation der FARC, angeführt von Iván Márquez, Anfang dieser Woche in Havanna.

Ziel des Treffens mit Ocampo war es, die Rechtslage im Kontext einer Friedensvereinbarung zu analysieren. Der ehemalige Chefankläger des internationalen Strafgerichtshof Den Haags, Luis Moreno Ocampo, war von der internationalen, bei den Vereinten Nationen akkreditierten NGO Art of Living eingeladen worden, die Führungsmitglieder der FARC im Rahmen seiner Möglichkeiten und vor dem Hintergrund seiner Erfahrung auf dem Gebiet internationalen Rechts zu beraten.

Im Zuge der Gespräche wies Ocampo darauf hin, dass seine Nachfolgerin beim Internationalen Strafgerichtshofs, Chefanklägerin Fatou Bensouda, dem Prozess keine Steine in den Weg legen würde. Im Gegenteil, sie könnte den Friedensprozess mit vorantreiben, indem sie ihnen einen klaren Fahrplan für das weitere Voranschreiten geben könnte.

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Rückblick: Ende Juni 2015 traf Friedensbotschafter Sri Sri Ravi Shankar (Mitte) FARC Anführer Iván Márquez (links) in Havanna

Ocampo erklärte außerdem, dass der Internationale Strafgerichtshof keine neuen Untersuchungen einleiten müsste, da das kolumbianische Rechtssystem in dem Konflikt bereits tätig geworden war. Er sprach auch von der Möglichkeit einer „rechtlichen Übergangsphase" in Form „alternativer Sanktionen", wie es bei bewaffneten Konflikten erlaubt sei.

Seinerseits sagte FARC Anführer Iván Márquez, dass die FARC den bewaffneten Konflikt beenden wolle. Sie habe vor, als politische Partei aktiv zu sein, um den Armen und Unterprivilegierten in Kolumbien zu dienen.

Márquez gestand ein, dass das Militär in Kolumbien sich weiterentwickelt hätte, bestand aber darauf, dass diese die Wahrheit über exzessive Anwendung von Gewalt während des Guerillakrieges sagen müssten.

Im Vorfeld des Treffens mit Ocampo hatte Sri Sri Ravi Shankar im Juni diesen Jahres Kuba besucht und dort mehrere Gespräche mit führenden Mitgliedern der FARC geleitet.

Im Zuge dieser Gespräche hatte der Friedensbotschafter und spirituelle Lehrer die Guerilla Bewegung überzeugt, sich dem gandhischen Prinzip der Gewaltlosigkeit zu verschreiben. Vor diesem Hintergrund hatte die FARC sich einverstanden erklärt, den Friedensprozess voranzutreiben.

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