BLOG
11/12/2016 07:11 CET | Aktualisiert 12/12/2017 06:12 CET

Eine gerechte Sozialpolitik muss alle Menschen mitnehmen

iStock

Die SPD ist eine Volkspartei und legt ihren politischen Schwerpunkt auf das Thema der sozialen Gerechtigkeit. Und diese ist für alle Menschen in unserem Land gleich wichtig. Wer nur Politik für oder gegen eine bestimmte Gruppe in unserem Land macht, der spaltet unsere Gesellschaft.

Sicher ist der demografische Wandel überall spürbar, was bedeutet, dass sich die Politik auf dessen Herausforderungen einstellen muss. Wir müssen uns um die Menschen kümmern, die aufgrund ihres Alters, der finanziellen oder der gesundheitlichen Lage nicht mehr für sich selbst sorgen können.

Mehr zum Thema: Wir Jungen dürfen uns nicht eintrichtern lassen, wie unsere Rente aussehen soll

Eine gerechte Sozialpolitik muss alle Menschen mitnehmen. Es geht in unserer Gesellschaft genauso um Rente und Pflege wie um Chancengleichheit oder die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dazu gehört auch, die Leistung von Eltern anzuerkennen. Kinder dürfen nicht zum Armutsrisiko für Familien werden. Elterngeld-Plus oder die Mütterrente sind dazu wichtige Beiträge der Großen Koalition.

Die Politik muss Antworten finden, wie unsere Gesellschaft sozial gerecht für alle Generationen aufgestellt wird.

Alt sorgt für Jung und später sorgt Jung für Alt, so lautet das Prinzip des Generationenvertrags. Wir dürfen diese Errungenschaft nicht aufgeben und brauchen deshalb Investitionen in unsere Kinder und ebenso in die soziale Absicherung im Alter. Daher gilt es, einen Kompromiss zu finden, von dem alle Generationen profitieren. Wir dürfen Alt und Jung nicht gegeneinander ausspielen.

 

Die Gretchen-Frage bleibt die Finanzierung. Wer kommt dafür auf, dass immer mehr Menschen in Würde altern können oder die Leistung langjähriger Beitragszahler finanziell anerkannt wird? Steigt die Zahl der Leistungsempfänger gegenüber den Beitragszahlern, kann dies nur durch die starken Schultern einer Gesellschaft aufgefangen werden.

Mehr zum Thema: Aus Hungerlöhnen können keine Luxusrenten entstehen

Nicht die junge Familie darf also durch steigende Beitragssätze belastet werden. Bei der Finanzierung ist die Wirtschaft ebenso gefordert wie etwa kinderlose Gutverdiener. Andrea Nahles präsentierte beispielsweise kürzlich ein überzeugendes Konzept bei der betrieblichen Altersvorsorge.

Wir brauchen mehr Steuerbeamte. Hier haben die Länder, allen voran Bayern, großen Nachholbedarf. Ich bin mir sicher, dass Jung und Alt mit den 100 Mrd. Euro, die jährlich am deutschen Fiskus vorbeigeschleust werden, sehr viel anfangen könnten. Dafür will ich mich einsetzen.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.