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10/09/2015 14:00 CEST | Aktualisiert 10/09/2016 07:12 CEST

Besserer Sex dank G-Punkt-Unterspritzung?

Chilli.Productions via Getty Images

Es gibt ihn, es gibt ihn nicht. Oder vielleicht doch? Seit Jahrzehnten streiten sich Wissenschaftler, ob Frau tatsächlich einen G-Punkt hat. Dabei mangelt es nicht an Vorstellungen, wo dieser ominöse Punkt zu finden sei. Ein Überblick über eine hitzige Debatte.

Im Jahr 1944, als sich der Zweite Weltkrieg langsam dem Ende zuneigte, war der deutsche Gynäkologe Ernst Gräfenberg in seine Studien über die erogenen Zonen der Frau versunken.

Er machte eine wichtige Entdeckung: Zwischen Harnröhre und Vagina fand er dickes Gewebe, das bei sexueller Stimulation anschwillt. Seither versuchen Forscher, dieses Gewebe zu beschreiben oder seine Existenz zu wiederlegen.

Use it or lose it?

Die Jagd nach dem G-Punkt ist so reizvoll, weil er einen intensiveren weiblichen Orgasmus verspricht. Doch Kritiker behaupten, dass der weibliche Höhepunkt lediglich von der Stimulation der Klitoris abhänge. Überhaupt fehlen anatomische Strukturen, die eine besondere Reizbarkeit dieses Areals begründen könnten, heißt es.

Doch das schwellfähige Gewebe der Harnröhre spricht eine andere Sprache: In einer britischen Studie betonten 56 Prozent der befragten Frauen, einen G-Punkt zu haben. Vielleicht hängt die Beurteilung dieser Frage weniger von anatomischen Strukturen, sondern von der Vertrautheit mit den entsprechenden erogenen Zonen ab.

Theoretisches Interesse

Der G-Punkt stößt nicht nur auf theoretisches Interesse, sondern weckt die Neugier vieler Paare. Warum also nicht selber herausfinden, ob es ihn gibt? Dafür sollten Frau oder Mann ein oder zwei Finger entlang der Vorderwand der Scheide einführen und nach vier bis fünf Zentimetern sanft gegen den Bauch drücken.

Frauen reagieren ganz unterschiedlich auf diese Stimulation: Manche sind erregt, andere gelangweilt oder auch unangenehm berührt. Da hilft nur eins: Selbst herausfinden, was funktioniert - und sich dabei entspannen.

Mehr Frust als Lust?

Manchmal führt die Suche nach dem G-Punkt zu mehr Frust als Lust. Dieses Problem haben nicht nur Gynäkologen, Sexualtherapeuten und Frauenmagazine erkannt, sondern auch Plastisch-Ästhetische Chirurgen.

Seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit, die erogene Zone an der Vorderwand der Scheide zu unterspritzen. Vor allem Frauen, deren Scheidengewebe durch eine oder mehrere Geburten in Mitleidenschaft gezogen wurde, sind motiviert, Ihr Lustempfinden wieder zu steigern und wagen diesen Schritt.

Körpereigene Fettzellen

Dies kann mit Hyaluronsäure oder mit körpereigenen Fettzellen erfolgen. Die beiden kleinen Operationen können ambulant und mit einer örtlichen Betäubung durchgeführt werden. Die Behandlung dauert ca. 30 Minuten.

Viele Frauen berichten über eine Verbesserung des erotischen Empfindens nach dieser Behandlung, deren Effekt bei Hyalurongel-Unterspritzung ca. ein bis eineinhalb Jahre und bei Eigenfettunterspritzung ein Leben lang anhält.

Bei einer Aufpolsterung mit Hyalurongel setzt der Arzt ein Depot im Bereich des G-Punkts, das eine Vergrößerung und somit stärkere Stimulierung ermöglichen kann. Bei der Behandlung mit körpereigenen Fettzellen können manchmal nur kleinere Mengen transplantiert werden, die aber ein Leben lang bleiben und zu zusätzlicher Stimulation führen können.

„Großen" Effekt

Die Wahl des jeweiligen Verfahrens sollte unbedingt in einem individuellen Beratungsgespräch und nach einer Untersuchung festgelegt werden. Die anschließende Behandlung ist „klein" im Vergleich zum „großen" Effekt.

Der G-Punkt, obwohl umstritten, wird wohl auch in Zukunft im Zentrum des wissenschaftlichen und privaten Interesses stehen. Zu verlockend und befriedigend sind die Möglichkeiten, die diese Zone bietet.

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