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06/10/2015 12:32 CEST | Aktualisiert 06/10/2016 07:12 CEST

Langeweile in der Bundesliga?

getty

Nach acht Spieltagen und dem 5:1-Sieg gegen den Konkurrent aus Dortmund hat der FC Bayern München nunmehr bereits sieben Punkte Vorsprung in der Bundesliga. Die Meisterschaft scheint so früh wie noch nie entschieden. Bereits in den vergangenen Spielzeiten dominierte der Rekordmeister mit großem Abstand die Liga.

Seit der BVB den Münchnern in der Liga nicht mehr Paroli bieten kann, war der Punkteabstand zwischen dem Meister und dem jeweiligen Vizemeister zum Saisonende jeweils zweistellig. Am größten war er im Triple-Jahr der Münchner, als die Bayern satte 25 Punkte vor dem Rest der Liga standen.

Große Punkteabstände in Bundesliga

Doch große Punkteabstände sind kein völlig neues Phänomen in der Bundesliga, lediglich ihre Häufung. Seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel zur Saison 1995/1996 gab es bereits sieben Mal zweistellige Vorsprünge zum Saisonende. Stets wurden dabei die Münchner Deutscher Meister.

Den größten Abstand eines anderen Vereins als Titelträger gab es in den Jahren 2011/2012 und 2003/2004 als Dortmund, beziehungsweise Werder Bremen acht Punkte vor den Bayern standen. Die folgende Infografik von Statista zeigt den Punkteabstand jedes Meisters auf den jeweiligen Vizemeister zum Saisonende seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel:

Infografik: Langeweile in der Bundesliga? | Statista

Der Blick auf die aktuelle Saison lässt vermuten, dass die spannende Frage an der Tabellenspitze wieder nicht lauten wird: „Wer wird Deutscher Meister?" Sondern: „Wie groß wird der Vorsprung der Bayern auf den Zweiten?" Und: „Wer wird Zweiter?"

Bayern schonen ihre Kräfte

Würden die Bayern weiter pro Spieltag im Schnitt 0,875 Punkte Vorsprung herausholen, wären es am Ende 29 oder 30 Punkte Vorsprung und ein neuer Rekord. Eine solche Hochrechnung funktioniert freilich nicht, zumal die Bayern darin alle 34 Spiele gewännen. Außerdem hat vor allem die vergangene Saison gezeigt, dass die Bayern mitunter nach dem sicheren Titelgewinn Kräfte für die Pokalwettbewerbe schonen.

Auch deshalb erzielten die Bayern im vergangenen Jahr „nur" 79 Punkte und blieben damit „nur" zehn Punkte vor Wolfsburg. Deren 69 Punkte sind, wie der historische Vergleich zeigt, trotz des großen Abstands zu den Bayern eine starke Leistung: Seit 1996 reichten sie vier Mal zum Meistertitel.

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