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16/12/2015 11:27 CET | Aktualisiert 16/12/2016 06:12 CET

Rotlicht und Beeren gegen Hautkrebs?

Hans Neleman via Getty Images

Ein kleiner schwarzer Fleck kann lebensgefährlich sein: Jedes Jahr sterben rund 3.000 Menschen an Hautkrebs - darunter auch immer mehr Kinder und Jugendliche. Grund genug für die Forschung, auf Hochtouren nach neuen Therapien zu suchen. Kein bösartiger Tumor nimmt an Häufigkeit so stark zu wie der schwarze Hautkrebs.

Frühzeitig erkannt, reicht meist eine Operation aus

Schwarzer Hautkrebs ist tückisch. Er bildet oft schon früh unbemerkt Tochtergeschwülste und breitet sich rasant im Körper aus. Vor wenigen Jahrzehnten verlief die Erkrankung oftmals tödlich. Heute stehen die Chancen sehr viel besser: Vor allem, wenn der Hautkrebs früh erkannt wird, reicht in der Regel eine ambulante Operation aus, um ihn zu entfernen.

Sind die Krebszellen über einen Millimeter in die Haut eingedrungen, müssen sie allerdings in einem Umkreis von drei Zentimetern entfernt werden. Eine Chemotherapie oder Immuntherapie mit sogenannten Antikörpern gegen Tumorzellen ist nur erforderlich, wenn sich der Tumor bereits in verschiedenen Organen angesiedelt hat.

Die Kraft des Blushwood Trees

In Australien gibt es einen Baum, der als Grundlage einer weiteren Hautkrebstherapie dienen könnte: Der Blushwood Tree wächst nur im tropischen Queensland und produziert eine Frucht, aus dem Forscher ein Medikament entwickelt haben, das Tumore nachhaltig und rasend schnell zu zerstören scheint. Bei Experimenten reichte eine einzige Injektion aus, um Hautkrebszellen innerhalb von vier Stunden den Garaus zu machen. Bisher wurde das neue Medikament nur an Tieren getestet, erste klinische Studien mit Hautkrebspatienten sind in Planung.

Photodynamische Therapie gegen weißen Hautkrebs

Für weißen Hautkrebs wurde bereits eine neue Therapieform entwickelt, die Rotlicht nutzt. Dafür trägt der Arzt eine lichtsensibilisierende Creme auf den Tumor auf, der nach einer längeren Einwirkzeit mit einer speziellen Rotlichtlampe bestrahlt wird. Nun bilden sich Sauerstoffradikale, die nur den Hautkrebs angreifen und die gesunden Zellen schonen.

Am besten jährlich zur Hautkrebsvorsorge

Nur die frühe Erkennung des schwarzen Hautkrebses erhöht die Heilungschancen. Deshalb sollten vor allem Risikopatienten mit heller Haut oder mehr als 50 Leberflecken, familiärer Vorbelastung oder intensiver Sonnenexposition jedes Jahr zu Hautkrebsvorsorge gehen. Und das schon in jungen Jahren, auch wenn die Krankenkasse erst ab 34 für die Vorsorge aufkommt.

Konsequenter Sonnenschutz, vor allem zwischen Nase und Ohr, wo die meisten Basaliome entstehen (eine Sonderform heller, aggressiver Hauttumore), ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Vorsorge. Aufpassen sollte man vor allem im Frühjahr, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen ins Freie locken, oder im Urlaub: Ist die Haut nicht an UV-Strahlen gewöhnt, sind ausgedehnte Sonnenbäder besonders riskant.

Australische Forscher haben möglicherweise ein extrem wirkungsvolles Mittel gegen Krebstumore entdeckt.

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