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10/12/2016 11:58 CET | Aktualisiert 11/12/2017 06:12 CET

13 Tipps, wie Sie Wohn- und Essbereich stilvoll kombinieren

Gemeinsam in gemütlicher Atmosphäre essen - dafür ist nicht jede Küche geeignet. Wer auch kein separates Esszimmer hat, will sich oft einen Essbereich im Wohnzimmer einrichten. Doch wo kommt der Esstisch hin, was braucht man noch und wie trennt man die Bereiche optisch am geschicktesten? Wir hätten da 13 Tipps, Ideen und Denkanstöße, wie der Esstisch zum zweiten Zentrum neben der gemütlichen Sitzecke werden könnte.


1. Großzügig planen

Am Anfang eines jeden Essplatzes stehen immer ein Esstisch und die gewünschte Anzahl Stühle. Wie beim Sitzbereich um das Sofa herum, entsteht dadurch zwangsläufig ein zweites Zentrum im Wohnzimmer, das je nach Platzangebot bestenfalls genauso großzügig geplant werden sollte. Während eine Essecke in der Küche oft eher für das schnelle Frühstück in der kleinen Familie gedacht ist, soll ein Essbereich im Wohnzimmer im besten Fall genügend Platz für Feiern mit Freunden und Familie bieten. Sehr praktisch - ob in großen oder kleinen Räumen - ist da ein ausziehbarer Esstisch, der bei Bedarf vergrößert werden kann, im täglichen Gebrauch aber nicht zu viel Platz verschwendet.


2. Flexible Lösungen finden

Wenn das Wohnzimmer klein ist und nur drei, vier Personen den Esstisch täglich nutzen, muss er nicht unbedingt frei im Raum stehen. Stellen Sie ihn in dem Fall lieber mit einer Seite an die Wand. Wenn Sie ab und zu mehr Besuch bekommen, können Sie ihn immer noch in die Mitte schieben. Der vierte Stuhl kann in der Zwischenzeit im Sofabereich oder in der Küche zum Einsatz kommen. Für eine permanente Lösung ist es praktisch, wenn eine Stirnseite eines rechteckigen Tisches an der Wand steht. In einem länglichen Raum ist dagegen die Längsseite dafür besser geeignet.


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Generell sind für kleine Räume runde Tische gut geeignet, da durch sie die Geometrie des Raumes aufgebrochen wird und Stoßkanten eliminiert werden.

Den kleinen Essbereich in dieser Wohnung im Millenium Tower in San Francisco können die Bewohner bei Bedarf leicht aus dem Weg räumen - die Stühle werden dann zusammengeklappt im dafür vorgesehenen Schrank verstaut, während der runde Esstisch in die Raumecke geschoben und als Ablage genutzt wird.


3. Schmale Räume optimal nutzen

Schmale lange Wohnzimmer stellen häufig ein Einrichtungsproblem dar. Während das Sofa für optimale Ergebnisse eher parallel zur längeren Seite aufgestellt werden sollte, nutzt ein rechteckiger Esstisch quer an der Stirnseite die Fläche am besten aus - und mildert auch die Schlauchwirkung etwas ab.


4. Beistellmöbel und Ablagen ergänzen

Wie in einem separaten Esszimmer sind auch im Essbereich im Wohnzimmer Anrichten oder Sideboards praktisch. Gläser, Servietten und Untersetzer werden hier für den schnellen Zugriff untergebracht. Die Möbel bieten zudem Ablageflächen in Tischnähe, zum Beispiel für Getränke oder zusätzliche Speisen, die nicht mehr auf den Esstisch passen. Wenn genug Platz ist, kann eine kleine Hausbar - zum Beispiel auf einem Servierwagen - den Essplatz stilvoll ergänzen.


5. Für ausreichend Beleuchtung sorgen

Beide Raumzentren benötigen eine ausreichende Ausleuchtung, haben aber unterschiedliche Ansprüche an die Atmosphäre. Eine Lichtquelle für beide Bereiche reicht da keinesfalls aus. Statt einer indirekten Lichtquelle ist für den Esstisch eine Pendelleuchte ideal. Gibt es nur einen Deckenanschluss, kann man von dort aus längere Kabel legen und Haken über dem gewünschten Standort anbringen. Tisch- und Stehleuchten machen wiederum den Wohnbereich gemütlicher.


6. Nähe zur Küche berücksichtigen

Beim Einrichten des Essbereichs im Wohnzimmer stellt sich zu Beginn natürlich die Frage nach seiner Platzierung im Raum. Dabei ist unter anderem die Lage der Küche ein gutes Argument. Um nicht heiße Teller unter großem Kleckerpotenzial an Couch und Sessel vorbeizuschlängeln, steht der Esstisch bestenfalls an der näher zur Küche liegenden Raumseite.


7. Ein- und Ausblicke bedenken

Wer sich aber beim Entspannen im Wohnzimmer vor möglichen Blicken der Nachbarn schützen möchte, sollte eher den Essbereich an die Fensterfront und das Sofa weiter in den Raum stellen. So kann sich nach dem Essen gemütlich und entspannt auf die Couch zurückgezogen werden.


8. Möbel als Raumtrenner einsetzen

Raumteiler sind die beste Möglichkeit, um zwei Funktionsbereiche voneinander zu separieren. Im Wohnzimmer möchte man aber nicht unbedingt gleich eine strikte Trennung. Eine offene Gestaltung trotz Gliederung gelingt zum Beispiel, wenn man das Sofa frei in den Raum stellt. Ist dessen Rückseite nicht wirklich attraktiv, kann man sie hinter einem schmalen Regal oder einer Konsole verstecken. Sie betonen den Raumtrenner-Effekt und sind auch noch praktisch als Ablage und Stauraum nutzbar.


9. Optische Trennung durch verschiedene Bodenbeläge schaffen

In kleinen Zimmern wirken Raumtrenner - auch eine quergestellte Couch - schnell zu drückend. Behelfen Sie sich mit unterschiedlichen Fußbodenbelägen. Verschiedene Teppiche, gemixte Bodenbeläge oder auch schon ein großer Teppich im Sofabereich tragen zu einer optischen Trennung bei.


10. Räumliche Trennung durch ein Podest

Eine noch deutlichere Zonierung erreicht man durch Podeste. Sowohl in kleinen als auch großen Wohnzimmern kreiert man durch die zweite Ebene eine sich wortwörtlich abhebende Sitzecke. Wer befürchtet, das Podest könne zur Stolperfalle werden, kann es durch Farbe, Material oder Lichtsetzung vom Rest des Raumes abheben.


11. Optische Abgrenzung durch Farbwahl erreichen

Sollen die beiden Funktionsbereiche klar erkennbar sein, kann man sie durch eine kontrastive Gestaltung voneinander abgrenzen - wie in diesem Ferien-Apartment im Oscar-Niemeyer-Haus im Berliner Hansaviertel. Der ganz in Weiß gehaltene Essplatz hebt sich von der dunkel gehaltenen Retro-Sitzecke ab, und schlägt zugleich eine Brücke zur an den Wohnbereich angrenzenden weißen Küche.

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12. Optische Verbindung durch Farbwahl erreichen

Sind Essbereich und Sitzgruppe im Wohnzimmer durch eine Gehfläche, wie sie hier zur Küche führt, voneinander getrennt, will man oft eher das Gegenteil anstreben - einen sanften Übergang der Funktionszonen. Lassen Sie bestimmte Farben oder Formen aus dem Sofabereich wieder in der Essecke auftreten (und umgekehrt). In diesem schwedischen Wohnzimmer sind beispielsweise die schwarzen Holzmöbel ein verbindendes Element.


13. Platzierung des Fernsehers berücksichtigen

Mal ehrlich: Haben Sie während des Abendessens am Tisch gerne den Fernseher im Hintergrund laufen - sei es für die Kochsendung oder die Nachrichten? Für manche spielt die Platzierung des TV-Geräts eine Rolle bei der Einrichtung des Essbereichs. Um die Mattscheibe nicht zu dominant wirken zu lassen, ist es in diesem Fall am besten, wenn der Fernseher einfach bei Bedarf in Richtung des Esstisches gedreht werden kann, oder sich unauffällig in die Einrichtung integriert.

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Dieser Artikel mit Tipps, wie Sie ein Wohnzimmer mit Essbereich einrichten, wurde zuerst veröffentlicht auf Houzz.