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10/12/2016 11:21 CET | Aktualisiert 11/12/2017 06:12 CET

Die neuen Ermutiger! Wie die Generation Y den World Business Dialogue prägt

Thinkstock

Unsere Zeit bietet ein großes Spektrum nachhaltiger Entwicklungsmöglichkeiten", sagt Nina Anne Pahnke (Jahrgang 1982), die sich als Out-of-the-box-thinker und Entrepreneur bezeichnet. Die Voraussetzungen zur Förderung und zum Erhalt ökologischer und sozialer Stabilität sind für sie gegeben. Wichtig sei jedoch, dass jeder Einzelne bewusst handelt und sich auch über die Folgen seines Tuns bewusst ist, denn es gilt das Wechselwirkungsprinzip: „Actio und Reactio".

Im Zuge von Industrie 4.0 erkennt sie jedoch auch Kontroversen. Ein Beispiel:

„Wir leben das papierfreie Büro, der Verbrauch von Versandmaterial durch Onlineshopping steigt aber exponentiell. Ich lese über Nachhaltigkeit täglich in sehr vielen Zusammenhängen. Da muss man schon tiefer in die Materie gehen. Viele Konzerne werben mit Nachhaltigkeit, um sich auf dem Markt zukunftsorientiert zu positionieren. Oft werden dann kleine, nachhaltige Startups von großen Firmen mit der ‚Win-Win-Strategie' gelockt. Ein großes Schiff ist eben nicht so manövrierfähig wie viele kleine Boote. Aber ein angeleintes Boot nützt nun mal keinem etwas."

Zu den größten Herausforderungen gehört es für die Vertreterin der viel beschriebenen Generation Y, den Menschen in seinen konditionierten Strukturen zu unterbrechen und zum Umdenken zu bewegen. Oft werden Visionen, Optimierungen und Problemlösungen selbst formuliert, gefolgt von dem Satz, der für sie Gift ist: „...geht aber nicht, denn das haben wir schon immer so gemacht." Im Zuge von Industrie 4.0 kann diese Aussage das Ende eines über Generationen geführten Unternehmens bedeuten: „Stillstand ist Rückschritt!"

Sie verweist darauf, dass wir eine Vielzahl von Chancen haben zuzuhören, zu lernen, uns und unser Umfeld zu verbessern:

„Heute mehr denn je. Ich schätze z.B. die globale Vernetzung auf allen Kanälen sehr. Während des Putschversuches in der Türkei konnten Freunde, die Vorort waren, live eigene Videos posten über das, was dort auf den Straßen passiert ist - diese Infos waren unzensiert bis im Online-Dienst eine Meldung kam: ‚Aktuelle Beitrage aus Ankara werden zeitweise gesperrt, da sie nicht die Gemeinschaftsrichtlinien erfüllen' - aber es funktionierte nun mal eine ganze Zeit lang. Datentransfer ist eben schneller als menschliches Handeln. Was für eine tolle Möglichkeit!"

Seit September 2015 studiert Nina Anne Pahnke Wirtschaftsingenieurswesen an der Technischen Hochschule in Köln. Den Beruf des Ingenieurs wählten schon ihr Großvater und ihr Vater, beide begnadete Mathematiker. Das mathematische Verständnis wollte sie unbedingt lernen und entschied sich deshalb für dieses zweite Studium, das ihr eine neue Welt eröffnet hat - ein Netzwerk an Ideen. Von ihrer Generation, die oft als bequem kritisiert wird, wünscht sie sich: „Leave the comfort zone!"

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Foto: Nina Anne Pahnke

Kommunikation ist die große Stärke von Nina Anne Pahnke, ebenso kreatives, grenzenloses und kritisches Denken, zudem begeistert sie sich sehr für das Thema emotionale Intelligenz.

Zwischen 2010 bis 2015 sammelte sie mehrjährige Berufserfahrungen als Creative Manager und Designer in Paris, Düsseldorf, Köln und u.a. bei Hugo Boss. Von 2006 bis 2010 studierte sie Modedesign in Köln und zwischen 2003 bis 2006 bildende Kunst in Barcelona. Seit 2016 ist Pahnke Mitglied des OFW Organisationsforum Wirtschaftskongress gemeinnützige GmbH, wo sie verantwortlich ist für Trends & Speaker des 20sten World Business Dialogue, der vom 6. bis 10. März 2017 an der Universität zu Köln stattfindet.

Er widmet sich dem Thema „Facing Change" und den damit verbundenen wirtschaftlichen und industriellen Möglichkeiten und Visionen in den Bereichen:

- „the future of energy supply"

- „space as a market" Ressourcenabbau im Weltall

- „Tranformation in Transportation"

- "Artificial Intelligence and the role of humanity"

- "New Leadership and Entrepreneurship"

- „InsureTech"

- „die Rolle der EU".

Der grundlegende und nachhaltige Wandel mehrerer Systeme in kurzer Zeit findet gerade statt. Wir befinden uns bereits mitten im Transformationsprozess. Aus Sicht der Studenten werden deshalb folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:

- Was sind unsere Ideen und welchen Weg wollen wir gehen?

- Was wollen wir verändern und dazu beitragen?

- Was sind unsere eigenen „Sustainable development goals"?

Die Veranstaltung bringt Studenten mit Know-how, Ideen und Visionen aus über 70 Nationen sowie Internationale Speaker aus Ökonomie, Wissenschaft und Technik und Vertreter aus 150 Unternehmen nach Köln. Den Veranstaltern ist dabei besonders wichtig, die Distanz zwischen Unternehmen, Speakern und Studenten abzubauen, um neue Ideen entstehen zu lassen. Fünf Tage lang finden Warm-ups, Diskussionsrunden, Panels, Vorträge, Workshops und die „Party of Nations" statt: „We encourage to think differently about the NOW and the FUTURE."

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