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03/12/2016 12:02 CET | Aktualisiert 04/12/2017 06:12 CET

Wie jeder von uns mit wenig Einsatz etwas in der Welt bewegen kann

Gallo Images - Stuart Fox via Getty Images

Was Menschen antreibt

„Unsere Kinder sollen es mal besser haben als wir." Diesen Satz hat jeder schon einmal gehört. Er verweist auf den „urmenschlichen Antrieb", den der Business-Experte Hermann Scherer in seinem Buch „Fokus!" auf wunderbare Weise beschrieben hat:

„Wer nicht gerade ein Geisteskranker ist, will selbstverständlich die Welt für seine Kinder ein wenig besser hinterlassen als er sie vorgefunden hat. Dafür sind wir sogar bereit, ein wenig zu riskieren."

Viele Menschen haben mit ihrem Leben und Werk einen Beitrag dafür geleistet. Die Probleme dieser Welt machten sie einerseits demütig, waren andererseits aber auch ihr größter Antrieb. Sie haben sich selbst motiviert in guten Zeiten wie in schlechten Zeiten, ja waren gewissermaßen ein Leben lang mit sich selbst verheiratet und blieben ihrer Überzeugung treu, was sich auch in ihrem nachhaltigen Handeln zeigte.

Dafür braucht es Gefühle, Träume, Visionen, Bilder - etwas, das sie unbedingt wollen und in Bewegung setzt, ja buchstäblich abheben lässt, um bodenständig zu handeln und eine bessere Welt zu schaffen.

Vor einigen Jahren haben die Berliner Agentur Heimat sowie der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken mit der Kampagne "Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt" nicht nur eine Benchmark im Bereich Finanzwerbung gesetzt, sondern auch auf die Sinnfrage verwiesen, warum wir etwas tun und warum es wichtig ist, im großen Maßstab zu denken und im Kleinen zu handeln.

Solche Kampagnen zeigen, dass Menschen mit einem starken inneren Antrieb und einem zupackenden Wesen die entscheidenden Macher_innen sind, die neue Ansätze eines lokalen und globalen Engagements Realität werden lassen.

Tun statt reden

Sie sind echte „Könner", die das Leben meisterlich bewältigen - auch wenn sie einmal scheitern sollten. Für sie zählt das Tun: „Schaffe, net schwätze", wie der Nürnberger Unternehmer Werner Neumüller gern „Schraubenkönig" Reinhold Würth zitiert.

„Fokus!" von Hermann Scherer ist auch ein Adventsbuch, denn es geht darin auch um Ankunft und die Erkenntnis, dass vor dem Tod das Leben kommt - und dass „leben" ein Verb, ein „Tu-Wort", ist!

Es rüttelt jene auf, die ihr Leben auf ein Minimum eingeschränkt haben, „indem sie sich im Kopf engste Grenzen setzen. Und vergessen haben, dass sie genau dafür angetreten sind, die ein oder andere Grenze zu verschieben."

Freigeist Scherer führt sie und uns mit seiner „vollen" Sichtweise dorthin, wo das Glas halbleer ist und das dringliche Bedürfnis entsteht, es wieder zu füllen. Jetzt.

Jeder kann mit viel Einsatz ein wenig bewegen. Aber das ist nicht das, was wirklich für ihn zählt: Ihm geht es umgekehrt darum, mit wenig Einsatz und frischen Ideen viel zu bewegen.

Dieser Gedanke war prägend für das soziale Kindle-Buchprojekt „Antrieb der Wohltäter", das wenig Einsatz erforderte, weil vieles vernetzt werden konnte - dazu gehören vor allem etliche Beiträge aus diesem HuffBlog.

Im Mittelpunkt des eBooks, für das kein Kindle-Lesegerät erforderlich ist, da es auch als Kindle-App heruntergeladen werden kann, steht das gesellschaftliche Engagement von Reiner Meutsch, Gründer der Stiftung FLY & HELP und ehemaliger Geschäftsführers des Touristikunternehmens Berge & Meer, und Werner Neumüller, Personalexperte und Geschäftsführer der Neumüller Ingenieurbüro GmbH. Sie zeigen, dass es möglich ist, diese Welt aktiv zu gestalten und ein bisschen besser zu machen.

Die Einnahmen kommen vollständig der Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP zugute.

Es sich lohnt sich, darüber Geschichten zu erzählen, weil man Gutes tun und gleichzeitig Sinn stiften kann.

Literatur:

Hermann Scherer: Fokus! Provokative Ideen für Menschen, die was erreichen wollen. Campus Verlag, Frankfurt a.M. 2016.

Alexandra Hildebrandt: Antrieb der Wohltäter. FLY & HELP: Wie sich sinnstiftende Unternehmer von anderen abheben. Amazon Media EU S.à r.l. Kindle Edition (Amazon) 2016.

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