BLOG
05/04/2016 17:47 CEST | Aktualisiert 06/04/2017 07:12 CEST

Warum man keine Nachrichten lesen, hören oder schauen sollte

2016-04-03-1459674867-9111406-Bild_Nachrichtenblog.jpg

Es ist noch gar nicht so lange her, da begann mein Tag wie folgt:

6:30 Aufwachen - mit dem Radiowecker - Kurznachrichten.

Anschließend Zähneputzen, Duschen etc., dabei lief das Radio.

Frühstücken - dabei Zeitung lesen und Radio hören.

Mit dem Auto ins Büro - im Autoradio lief natürlich ein Radiosender. Während der ca. 30 Minütigen Autofahrt gab es mindestens 2 Nachrichtenblöcke.

Im Büro lief natürlich auch das Radio.

Nachmittags wieder 30 Minuten Autofahrt mit Radiogedudel und vielen Nachrichten.

Zuhause Kaffee trinken und den Fernseher einschalten. Auch mal schnell im Videotext schauen, wie die Lage im Irak ist. Zum Abendessen auch gerne Fernsehen. Das entspannt so schön und lenkt von den eigenen Problemen ab. Die Lage im Irak hat sich verschlechtert. Der FilmFilm auf Sat1 verschiebt sich um einige Minuten wegen einer Sondersendung.

Ca. 22:30 dann noch mal Tagesthemen mit der schönen Anne Will. Sie bringt auch ernste Themen locker und souverän rüber.

23:00 Voll informiert mache ich das Licht aus.

Angst in die U-Bahn zu steigen.

So ging das über Jahre. Und es gab nur selten Momente, in denen ich den Wahrheitsgehalt der Nachrichten hinterfragt habe. Ich meine, wenn ich im Sportteil lese, dass Lothar Matthäus in der 65. Minute eine rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung gesehen hat, dann werde ich wohl auch glauben können, dass Saddam Hussein chemische Waffen herstellt.

Erinnern wir uns doch alle mal an den 11. September 2001. Ein schreckliches Ereignis. Wie versteinert saß ich stundenlang vor dem Fernseher und dachte so bei mir, dass das jetzt der Beginn des 3. Weltkrieges ist.

Ich konnte nachts nicht schlafen und hatte regelrecht Panik mit der U-Bahn zu fahren. Die Nachrichten versicherten uns doch, dass es nicht lange dauern wird, bis auch Deutschland von einem ähnlichen Anschlag heimgesucht wird.

In der Schule wurde mir beigebracht einmal täglich die Tagesschau oder eine andere Nachrichtensendung zu schauen, damit ich weiß was in der Welt so los ist. Aber weiß ich es wirklich? Ich weiß doch noch nicht mal was bei meinem Nachbarn los ist.

Aids, Uwe Barschel und Tschernobyl.

Die 1980'er Jahre - und insbesondere 1986 und 1987, waren harte Jahre für mich als jungen Menschen. Als ob man nicht schon eigene Probleme hat und verzweifelt auf das "erste Mal" wartet, war ich nun im Glauben, dass ich das "erste Mal" nun vielleicht dank Aids gar nicht überleben werde. Ich werde auch nie das Bild des toten Uwe Barschel in der Badewanne vergessen. Und wegen des Radioaktiv verseuchten Bodens haben meine Eltern darauf verzichtet Obst und Gemüse zu kaufen.

Und heute?

Zurückblickend frage ich mich, ob das alles wirklich so geschehen ist, wie die Zeitungen und Nachrichten damals so geschrieben und berichtet haben. Beim 9/11 gehen einige Insider sogar davon aus, dass die Amerikaner dies selbst inszeniert haben. Aber, ich weiß es nicht.

Seit ca. 3 Jahre lese ich weder Zeitungen noch schaue oder höre ich Nachrichten. Und es geht mir besser. Viel besser. Ich habe entschieden, dass ich mir meine Gedanken nicht mehr von den Medien vergiften lasse.

Auch auf HuffPost:

12 Dinge, die du wissen musst, um das Ausmaß der Panama-Leaks zu begreifen

Lesenswert: